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Über die kurdische
Sprache
Kurdisch ist eine
vorderorientalische bzw. iranische Sprache und zählt zu der
großen indogermanischen Sprachfamilie, wird von etwa 40 Millionen
Einwohnern Kurdistans, des Mittleren Ostens sowie von in der
westlichen Diaspora (Migration) lebenden Kurden gesprochen.
Kurdisch ist eine sehr alte und mächtige Sprache und hat viele
regionale Dialekte und Mundarten, die Unterschiede sowohl im
Wortschatz wie auch in der Grammatik aufweisen können. Heute gilt
Kurmandschi (Kurmanci bzw. Kurmanji, auch Germanisch
genannt) als das Hauptdialekt bzw. Standardsprache der Kurden und
wird seit etwa 1919-1932 in lateinischem Alphabet (Bedirkhani's
Schule) geschrieben.
Kurden im Irak und Iran, die da südliche wie zentrale Regionen
Kurdistans bevölkern sprechen das zweite kurdische Hauptdialekt Sorani
und schreiben es seit etwa dem 10. Jahrhundert in arabischen
Buchstaben mit leichten Veränderungen. Sorani bzw. Babani wird
auch als Süd- bzw. Zentral-Kurmandschi bezeichnet und war in der
schriftlichen Literatur lange Zeit reicher als (Nord-)Kurmandschi.
Westkurden in der mittleren Region West-Kurdistans sprechen das
Dialekt Zazaki bzw. Dimilki (auch Dimbilkî genannt); Zaza-Kurden
selbst nennen es Kirmandschki bzw. Kirdmandschi (also Kurmandschi).
Zazaki bzw. Zazaisch zeigt Eigenheiten in der Aussprache und rarem
Wortschatz auf und wird wie Kurmandschi in lateinischen
Buchstaben geschrieben.
Kurdisch ist heute
noch in der Türkei und Syrien offiziell verboten und wird
unterdrückt. Seit dem 01.01.2009 beginnt der türkische Staat
dieses Verbot eigensinnig zu brechen. Im Irak gilt Kurdisch seit 1970 (Autonomie-Abkommen)
als zweite Amtssprache. Im Iran wird Kurdisch offiziell anerkannt
und teilweise staatlich unterstützt. Kurden in Russland haben
nationale Autonomie. In Armenien wird Kurdisch anerkannt und
unterstützt. Kurdische Yeziden (Zarathustras) durften mehr als
andere ihrer Nation kurdische Sprache und Kultur bewahrt und
transferiert haben. Diese sprechen ausschließlich Kurmandschi. Die
heute zutage selbstverständlich gewordene einheitliche
kurdisch-lateinische Schriftform (Bedirkhani's Alphabet) ist nicht
zuletzt dem Kampf der PKK zu verdanken; einige Kräfte
einschließlich der PSK und Teile der PDK wühlten sich noch bis vor wenigen Jahren
mit Feinden Kurdistans gegen Einheitsschreibform.
Deutschland und die
kurdische Sprache
Kurdisch wird seit 1923
(Gründung der "Republik
Türkei") durch Türken,
Briten, Juden und später Arabern massiv unterdrückt und
gefälscht. Deutsche unterstützten Kurdisch als sie noch mit
türkischen und kurdischen Osmanen Verbündete waren (1894-1918).
Die Weimarer Republik (1919-1933) unterlag außenpolitischen
Auflagen der West-Alliierten. Die deutschen Nazis 1933-1945 waren
mit dem Krieg beschäftigt. Die BRD und DDR 1945-1991 waren besetzt und ihre Kurdistanpolitik unterlag den West-Alliierten
bzw. der Sowjetunion. DDR-Deutsche unterstützten Kurdisch und
kurdische Autonomie-Bestrebungen im Sinne der Sowjetunion.
BRD-Deutsche unterdrückten und fälschten Kurdisch und kurdische
Politik im Sinne der Briten, Juden, Türken und US-Amerikaner.
Erst seit dem Anschluss der DDR an die nunmehr souveräne BRD 1990/1991 hat es
Wendungen in der westlichen Politik gegenüber der kurdischen
Sprache gegeben. Die USA und Juden brauchten Kurden in ihrem
Krieg gegen Saddams Araber und gegen den Islam, aber auch gegen eine
erneuerte Allianz
Deutsche-Türken-Kurden wie einst 1898-1918! Kurdisch wurde frei und
sogar von ihnen unterstützt, z.B. durch VOA und Med-TV. Die neue
Mittelost-Politik der USA kam dem Kurdischen zugute: Der
westlich-jüdische Hass und Jagd auf das Kurdische endete mit der
globalen Vernetzung und Kurmandschi erlangte ohne weiteres seinen
Platz wieder!
Heute leben über
eine Million Kurden in der Bundesrepublik Deutschland. Weitere
Zehntausende in der Schweiz und Österreich. Diese kamen
hierher hauptsächlich im Zuge der Arbeitsmigration als
Gastarbeiter aus der Türkei (Nord-Kurdistan!) nach
Westdeutschland ab den 1960er Jahren. Neben den zahlenmäßig
wenigen Studenten kamen später ab den 1980er Jahre auch noch
vermehrt kurdische Flüchtlinge aus Irak, Iran und Syrien. In
Deutschland bzw. in der europäischen Migration lebende Kurden sprechen meistens das Dialekt
Kurmandschi, gefolgt von Zazaki und an dritter Stelle rangt Sorani.
Kurdisch-Unterricht an Schulen wie der Fall in Schweden gibt es in
Deutschland nicht. Kurdische Medien sind in der BRD nicht
willkommen, eingeengt oder gar verboten. Öffentlich geförderte
kurdischsprachige Institutionen, Studien oder Sendungen sind kaum
vorhanden, werden marginalisiert und politisch missbraucht. Für diese miserable Lage
haftet die komplizierte nationale Geschichte der Deutschen in den letzten
100 Jahren und die Schwierigkeit, sich daraus zu lösen!
Anhaltende Versuche deutscher Seite in der offiziellen BRD,
Kurdisch zu unterdrücken, der Assimilation von eigenen Kurden
wegen, sind zwar nicht aus - ihre Wirkungen bleiben aber begrenzt.
Der Autor
Abdallah Osman, Berlin.
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