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Beobachtungen · Bemerkungen · Berichte vom Pferdemarkt

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Eine vor zehn Jahren erschienene Reportage könnte ich heute fast genauso schreiben.

„Wie Sie sehen, sind wir unbewaffnet“

Nur die Zahlen müsste ich ändern. Zahlen, an man freilich durch mit dem journalistischen Privileg gelangt – wenn überhaupt.

Wie frei steht es dem gewöhnlichen Bürger, sich Daten über das mit viel Lärm inszenierte „Sanierungsprojekt“ zu verschaffen? Das jüngste Kapitel der Quartiersgeschichte wurde mit einer Studie zur „gefühlten Sicherheit“ geschrieben, deren Beschaffung allerdings mit Kosten verbunden ist.

Wie schwierig es für einen gewöhnlichen Bürger ist, an Informationen zu gelangen, davon konnte der 2008 verstorbene Klaus Stahnke ein Lied singen. So nahm er an den Sitzungen des „Stadtteilforums“, das den Bewohnern des Viertels „Mitsprache“ bei anstehenden Sanierungsprojekten gewähren sollte, stets als unerwünschter Gast Teil.

Klaus Stahnkes Andenken sind diese Betrachtungen gewidmet.

 

Klaus Stahnke 2006 (Foto: Ruprecht)
Klaus Stahnke

 

 

Die Ratten
auf der Straße

Die Spritzen in den
Treppenhäusern

Seriöse Verwalter
verzweifelt gesucht

 

EINDRÜCKE
von der
ABSEITE

Spielplatz (Foto: Ruprecht)

Spielplatz 2007

Impressionen aus dem Altländer Viertel

Überblicke ich, was sich verlässlich über das Altländer Viertel in Stade sagen lässt, ist es bemerkenswert wenig der angesichts Vielzahl von scheinbaren Berichten. Scheinbar, weil die überlieferten Texte zwar das Suchwort „Altländer Viertel“ enthalten, aber entweder die Ergebnisse von Pressekonferenzen oder sonstigen offiziellen Anlässen sind, bei denen sich die Berichterstatter mit allerhand Honoratioren unterhalten, selten aber einmal einen Bewohner zu sehen bekommen. Bei einer solchen Unternehmung befanden sich die Betreffenden in der Tat in einem Gatter, und draußen standen die Bewohner und begafften das Spektakel der Schnittchen und Reden, das mit einer pastoralen Spatenweihe ihren Höhepunkt fand.

Die Geschichte des Altländer Viertels zu erzählen, hieße die Geschichte des Stadt der letzten 30 Jahre aufzublättern. Zuviel, um es auf einen Schlag zu erledigen.

Der Vorzug des Internet ist seine Vorläufigkeit. Ich bin nicht gezwungen, ein endgültiges Manuskript abzuliefern, das in einem handfesten Gegenstand namens Buch festgeschrieben wird. Nichts hindert mich, morgen alles umzuwerfen oder zu löschen.

Diese Seite ist als work in progress gedacht, in Angriff genommen aus aktuellem Anlass, einem Prozess gegen zwei junge Männer, die vor zwei Jahren als Mitglieder einer Ghetto-Gang von Polizei, Politik und Presse angeprangt wurden. Ich habe über die Boys berichtet und ihre Laufbahn seit dem Winter 2006/07 verfolgt: abendblatt.de

An dieser Stelle werden gesammelt: Beobachtungen aus zehn Jahren, für die ich mich verbürgen kann; Bilder und Notizen aus den vergangenen zwei Jahren, in denen ich den Geschicken des Viertels besondere Aufmerksamkeit widmete; sowie dasjenige, das noch auszuforschen wäre.

Gang-Tag (Foto: Ruprecht)

Gang-Tag 2009


von Uwe Ruprecht

 
 

 

Boys (Foto: Ruprecht)

Boys 2006

Zwangsversteigerungen
im Altländer Viertel

www.abendblatt.de

Klaus Stahnke 2007 (Foto: Ruprecht)

Projekt Orwell
Die totale Video-Überwachung

abendblatt.de

Kamera ins Klo (Foto: Ruprecht)

Todesschuss ein
„schlechter Scherz“?

Heizkostenbetrug im
Altländer Viertel?

 

 

Letzte Änderung: 20. Mai 2009