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Beethovenweg Lärchkogelweg Nordkap Nebelstein  Thomas Bernhardweg
m.bruno@gmx.at 1120 Wien Anderseng. 23/29/1 

Ein durch Einlösung eines Versprechen an den Vater der Weitwanderwege CARL HERMANN 1917-1986 entstandenes Buch
  
A B F G H K M  P S Z
 
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   Carl Hermann Inhalt Ende  
C.H. NORD SÜD WEG Erstes Schaudepot  C.H. erzählt - Entstehung der Blockheide Teufelsbett Über den Granit Steinerne Zeugen Gedenkmesse C.H. Nebelstein Nebelstein - Eibiswald SÜDWEGGELEIT Enchhainement Franzosenstein SÜDWEGBUCH Kontrollstelle Nr. 7 Gasthof Renner Jauerling Bäume prägen die Landschaft Der Grüne Weg Veitsch Rückmeldung Fischler Wegkreuzzeichen Eurofernwander Wegkreuz Hochschwab Biwakbuch Die Häuselalmhütte Eisenerzer Reichenstein Fischer Thema  Verfehlung Mugel Notunterkunft Eibelkogel KLEINALPEN SPEIKKOGEL So schön ist's (Hölderlin) Ein Affe geblieben Gleinalpenhaus Hüttenbuch Stierkarkreuz Wöckerkogel Speikkogel Alpenkräutergarten Steirische Seespitze Koralpenspeik Die Krämerin Der Wald Der Baum Russ Hans Klöpfer EndstationSimperl DACHSTEINLOCH HOCHGOLLING NORDWAND CARL HERMANN Mutter und Vater Bergsteigermutter Wandern ist keine neue Erfindung Trekking Nord Süd Weg Entstehung Die Berge erhalten jung Gleinalmspeik Die Sonne weckt die Gipfel Vom Ankogel bis zum Triglav Vor staunen vergaß ich aufs Wandern Hab´s gern gemacht für´s Heimatland
NORD SÜD WEG ÖSTERREICH 05 Inhalt Ende Anfang Südweg Andachtsstätten > 

      

BEMERKUNGEN  zur 2 AUFLAGE DES Wander Gipfel Buch 1997-04-27
   Werter Leser, für die zweite Auflage des Wandrer Gipfel Buch habe ich dieses Buch aktualisiert und neu gestaltet. Vorher waren die Kapitel chronologisch geordnet, jetzt wurden fünf Themenblöcke gebildet: Wandrer Gipfel Buch, Carl Hermann , Briefe, Presseberichte und das Bilderbuch. Neues wurde aufgenommen und Überflüssiges herausgenommen.
  Der Verlust, des im Jahre 1993 beim Waidhofsee hinterlegten Wandrer Gipfel Buch, war der wesentliche Grund es noch ausführlicher und umfangreicher zu gestalten. 1994, beging ich den Südweg, 1995, durfte ich 05 Markierungsmängel ergänzen und am Weg einige Kunstwerke von Carl Hermann konservieren. Es entstand eine Beschreibung von Naturerlebnissen und Träumen, über eine Lebensphilosophie, eine Sammlung von Lyrik, Poesie und Spruchweisheit des Volkes, ein Gedenk- Touren- und Dokumentationsbuch einer Epoche. Ein Erinnern an eindrucksvolle Berg- und Wandererlebnisse, ein Anstoß zum kreativen Selbsterleben, auch für jene denen die Gesundheit oder das Alter den Fuß lähmte.
  Ob ich diesen Anforderungen gerecht geworden bin? - Darüber werden Sie, die werten Leser, selbst urteilen. Wenn Sie nur einen Bruchteil, meiner Freude und meiner Begeisterung bei der Niederschrift, nachempfinden bin ich zuversichtlich. Mein Dank gilt den Verfassern und den Autoren der verwendeten Literatur, besonders Herrn Peter Holl. Meine besondere Anerkennung für alle die um die Sicherheit und das Wohl der Wanderer besorgt sind: Der Bergrettung, der Berg und Naturwacht, den Markierungswarten der alpinen Vereine, den Schutzhütten- und Gastwirten. Auch wenn das Buch nur eine Leseratte aus dem Bau heraus lockt in die Natur, wurde es nicht umsonst geschrieben. Berg Heil >
Beugt dich ein Geschick
In manchen trüben Tagen,
Ein Buch ist aufzuschlagen,
Sieh hinein mit deinem Blick.

Nimm es hin für alle Zeiten
Heilt es eine Seelen - Qual,
Dann wird es auch einmal
Freude dir bereiten. >
 
NEWS Nord Süd Weitwanderweg 05 (E 6)  2005-11
  In Joachimstal (Wanderführer Seite 30), wo von der Straße auf eine Privatstraße abgebogen wird, wurde durch das Hochwasser im Jahr 2002 die alte Doppelbogenbrücke weggerissen und wird nicht mehr errichtet. Der Weitwanderweg wurde daher wie folgt umgelegt und neu markiert: Nach Erreichen der Straße Steinbach - Joachimstal, wo man vom Eisenwerk durch den Wald ein langt, verläuft die Straße in einem Rechtsbogen über eine Brücke. Noch vor deren Erreichen wendet sich der Nord-Süd-Weg nach links in einen Forstweg, der mit einem Schranken versehen ist. In der Folge führt uns der Weg in das Einsiedeltal, wo wir uns nach links wenden und so wieder auf unsere alte Route treffen.
  Kontrollstelle in Oberndorf (4. Tagesetappe) "Kräutermuseum" Hans Pichler Haus des Vereines Naturpark Jauerling ist nur fallweise geöffnet. Der Kontrollstempel befindet sich im Buffet der Aussichtswarte (Turmstüberl) auf dem Jauerling (keine Nächtigung). Geöffnet vom Palmsamstag bis Allerheiligen von 9.30 - 18 Uhr. In der übrigen Zeit an Wochenenden und Feiertagen. Tel. 02713/2755 oder Mobil 0676/47 79 286.
In St. Anton an der Jeßnitz
  wurde die Kontrollstelle GH Pfeiffer geschlossen. Es steht aber dafür das Gasthaus „Angermühle“, Krenn-Bamberger ÖG, Anger 9, 3283 St. Anton an der Jeßnitz, Tel. +43 (0) 7482/46020, Fax 45927, Mobil 1: +43 (0) 664/36 38 089, Mobil 2: +43 (0) 664/23 32 645, e-Mail: angermuehleangermuehle, zur Verfügung. Nächtigungs Möglichkeit ist gegeben. Das Gasthaus erreicht man auf dem Weg zum Hochbärneck etwa 1,5 km nach dem Antonisee.
Schönbühel
  Der im Wanderführer auf Seite 50 angeführte Gasthof „Wachauer Tor“, Familie Fellner, in Schönbühel, existiert nicht mehr. Einkehr- und Nächtigungsmöglichkeit besteht aber im Gasthof/Restaurant STUMPFER, 3392 Schönbühel 7, Tel. +43(2752)8510, Fax-17, office@stumpfer.com, www.stumpfer.com. Juli, August durchgehend geöffnet, Dezember bis Juni Mittwoch Ruhetag, September, Oktober Dienstag und Mittwoch Ruhetag und im November wegen Urlaub geschlossen. Weiters ist das Ötscher Schutzhaus derzeit nur einfach und an Wochenenden bewirtschaftet. Es werden lediglich Getränke verabreicht und es besteht keine Nächtigungs Möglichkeit. Die neue Tel. Nr. lautet: 07480/5249
In Leoben
  ist der Gasthof Lackner (vorm. Sebinger) wegen eines Pächterwechsels derzeit geschlossen. Als Nächtigungs Möglichkeiten bieten sich an: der Gasthof "3 Raben" (Fam. Leypold), Im Tal 17, 8704 Leoben Donawitz, Tel. 03842/21334, office@3raben.com, sowie der Gösserhof (Fam. Makic), Turmgasse 1 (gegenüber dem ehemaligen Benediktinerkloster in Göss, Städtischer Bus), 8700 Leoben, Tel. 03842/26001.
Das neue Schiestelhaus
  ist bereits wieder geöffnet. Bewirtschaftet von Anfang Mai bis Ende Oktober. Tel. 0699/108 12 199. Neue Telefonnummern bzw. weitere aufgelassene Kontrollstellen: In Elsenreith lautet die Tel.-Nr. nun 02873/7476, in Trandorf wurde die Kontrollstelle Schweiger aufgelassen. Das gleiche gilt für die "2 Linden" bzw. das "Donauschlössl" in Spitz. In Melk ist an Stelle des Gasthauses Baumgartner "Das Gericht" getreten, dessen Tel.-Nr. 02752/51696 lautet, jene des Terzerhauses 0699/12043852. Die Tel.-Nr. des Graf-Meran-Hauses hat sich auf 0664/1513220, die der Voisthaler Hütte auf 0664/5112475 und jene der Sonnschienhütte auf 0664/5112474, geändert. Die Tel.-Nr. des GH Gleinalm lautet 0664/9238636.
Wir gratulieren zum 65 Geburtstag Haschka Peter aus Wien, Koller Katharina aus Wien, Kühr Monika aus Klagenfurt, > aus Wien, Millbacher Gertrude aus Mautern, Racek Anton aus Wien, Raubal Horst Günther aus Neuhofen an der Krems.
   
Wegbeschreibung Österr. Weitwanderweg 05  Nord-Süd-Weitwanderweg Fritz und Erika Käfer Quelle
Allgemeines
  Der Nord Süd Weitwanderweg 05 wurde 1970 seiner Bestimmung übergeben und zählt neben dem Nordwaldkammweg (Dreisesselberg Bärnstein Aigen/Schlägl Freistadt Sandl Karlstift Nebelstein) zu den ältesten Weitwanderwegen Österreichs. Der Weg durchmisst etwa 510 km (einschl. Nordwaldkammweg 650 km) und berührt die Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten. Er nimmt seinen Ausgang auf dem über 1000 m hohen Nebelstein im oberen Waldviertel und verläuft großteils in südlicher Richtung ins Steirische Weinland nach Eibiswald. Er berührt dabei auf seinem Weg die mannigfaltigen Landschaftsformen und begegnet Kulturgütern Österreichs. Bis auf den Bereich des Hochschwab und des Eisenerzer Reichstein (an einigen Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich) kann er als Familien Weitwanderweg angesprochen werden.
Vom Böhmerwald über die Wachau bis zum Voralpenland
  Nebelstein Liebenau Arbesbach Schönbach Ottenschlag Naturpark Jauerling Spitz Melk Plankenstein. Maximale Höhe 1017m, leichte Tour.
Vom Voralpenland ins Ötscherland und über das steirische Gebirge ins Mittlere Murtal
  Plankenstein Naturpark Ötscher Tormäuer Lackenhof Ötscherschutzhaus Terzer Haus Mariazell Hohe Veitsch Seebergsattel Voisthalerhütte Hochschwab Sonnschienhütte Leobner Hütte Präbichl Reichensteinhütte Trofaiach Leoben. Maximale Höhe 2277 m, mittlere bis schwere Tour (Reichenstein).
Vom Mittleren Murtal über die weststeirischen Hochalmen zu den windischen Büheln
  Leoben Mugel Fensteralm Lärchkogel Speikkogel Gleinalpenhaus Gaberl Hirschegger Alpe Pack Weinebene Koralpe Eibiswald. Maximale Höhe 2140 m, mittlere Tour. Der Nord-Süd-Weg 05 ist auch Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E 6.
Wanderführer und Betreuer
  Wanderführer: Hermann Käfer Dattler "Nord-Süd-Weitwanderweg 05", Verlag Styria, Graz, 5. Auflage 1998, erhältlich um Euro 11,60 (excl. Porto) im Fachhandel und über die Sektionsadresse, 1160 Wien, Thaliastraße 159/3/16, Tel/Fax 01/493 84 08 oder 0664/2737242,
E-Mail weitwanderer. Betreuer (nur Abzeichenvergabe): ÖAVWeitwanderer, Karl HAUMER, Mariazeller Str.34/5, A-3100 St.Pölten, Tel.: 02742/77223
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DER  SCHREIN
> Station 07-12-86 - 19-04-87 Buchenauer > Augustiner >  
ER HAT IN NOT UND FREUDE
DURCHKLETTERT MANCHE WAND,
VON SEINER WANDERUNG MÜDE
RUHT ER IM HEIMATLAND.
  Das Naturdenkmal "DER SCHREIN" 2410m Ein Synonym der Erinnerung an die Schöpfungen des Bildhauers Carl Hermann, der durch das Tor des Hochlandes vorausgegangen ist.
ALLERSEELEN AM HERMANNSCHREIN
1986-11-01 01:00 Samstag Allerheiligen, Abfahrt von Wien nach der Fertigstellung des Wandrer Gipfel Buch Nächtliche Einkehr in die AUGUSTINERKAPELLE 1162 m im Oberen Katschbachtal des Sölkpasses.
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DAS LEBENSLIED G-D-G-FIS-G-A ^ >
  Die Musik gleicht einer Seelenlandschaft, die hohen, leuchtenden Gipfel sind dort, wo alles Selige und Heitere ist, wonach das Herz sich sehnt. Die edlen Schatten der Melancholie jedoch lagern auf dem Weg in die Tiefe. Eine beschwingte Seelenwanderung führt in bewegten Kurven vom tiefen Tal der Träume hinauf zu den lichten Höhen der Seligkeit.
       G - D -G - FIS - G - A      
  Ein Thema aus dem Lebenslied von Franz Schubert ging mir nicht mehr aus dem Sinn als ich bei trüben Wetter durch das obere Katschbachtal wanderte und es rechts auf einer mit schneebedeckten Rinne verließ. Meine Allerheiligen und Allerseelen Wanderung stand im Zeichen des Hungers, denn ich hatte mit Absicht nur Notproviant mitgenommen. Glücklicherweise konnte ich mich im unteren Aufstiegsteil mit Wacholder-, Schwarz- und Preiselbeeren sättigen.
Der obere Aufstiegsteil wurde immer mehr zu einer Winterlandschaft, in der angespannten Erwartung des vor mir gestandenen Berggeschehens hatte ich in der vergangenen Nacht nicht geschlafen.
Zuerst war ich mit dem Schreiben des Wandrer Gipfel Buch und dessen Behälterherstellung aus Zinkblech beschäftigt, dann wurde der Rest der Nacht für die Anreise aus Wien und die Einkehr in die Augustinerkapelle verwendet. Die Folge davon waren Ermüdungserscheinungen bei der anstrengenden Spurarbeit im Schnee. Am Abend erreichte ich das "Tor des Hochlandes" die Sauofenscharte 2300 m zwischen Schimpelgrat und Sauofen 2414 m und betrat das Hochplateau.
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  Bald war alles zum Schlafen vorbereitet und der anstrengende Tag wurde von einer erholsamen Nacht, mit einem nahtlosen Übergang von Gedanken zu Träumen, abgelöst. Im August dieses Jahres habe ich während des Urlaubs, von Großsölk ausgehend über den Knallsteinhöhenzug zum Tauern Hauptkamm und auf diesem weiter zum Sölkpass, eine Wanderung durchgeführt. Nach dem Süßleiteck 2507 m bin ich nach der südlichen Umgehung einer gewaltigen Felserhebung (Schrein) das erste mal in diese Wunderwelt des Gebirges gekommen.
   Ich lernte ein "Paradies des Hochlandes", an der Enns Mur Wasserscheide, kennen in dem sich der Schimpelgrat, der Sauofengrat und der Schreingrat in einer einzigartigen Weise vereinigen. Es ist ein Hochplateau mit Bergblumenwiesen, Moos Teppichen, Flechten Matten und großen sowie auch kleinen Seen. Ein Stück vom Garten Eden inmitten der schroffen Berglandschaft, wo die Herrlichkeiten der Schöpfung lieblich ineinander verschmelzen.
Am moosgrünen Gestade eines Sees hatte ich im Sonnenschein geruht, bevor sich mein Blick dem Schlaf ergab betrachtete er in dem großen Spiegel die Kasten artige Felserhebung des Schreins, bis ein Windhauch das Bild verzerrte und verlöschte. Im Jahre 1982 hatte ich mit meiner damals siebenjährigen Tochter Angelika eine Höhenwanderung von der Neunkirchnerhütte zur Rudolf Schoberhütte unternommen. Die letzte Freinacht im Sauofenkessel war regnerisch und stürmisch, ich hatte die ganze Nacht Sorgen und Ängste um die Festigkeit der Zeltverankerung, es war eine Nacht in der ich nur wenig geschlafen aber doch viel geträumt habe:
"DIE WEISSE HÖHLE" Anton Schubert Gedenkstätte in der Südwand des Kleinen Ödstein´s im Gesäuse.
  "Einige Sekunden lang stehen wir uns Aug im Aug gegenüber, der Gams und ich. Nach der Übernachtung in der Weißen Höhle, hatte mich der zweite Höhlenausgang direkt in die Südwand des kleinen Ödstein geführt."
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  "Grüß Gott! Darf ich bitte in Ihrem Schuppen mein Fahrrad einstellen? Ich habe Angst dass es gestohlen wird, dann muß ich wenn ich vom Ödstein zurückkomme, zu Fuß nach Graz gehen. Sagte Carl Hermann zur Bergsteigermutter Frau Katharina Ditz. Ja freilich, hier hast noch ein Stück Brot als Wegzerrung."  "Unter dem Kirchengrat fällt ein Schuss, von der Gamssteinwand fällt ein Gamsbock herab, die Hungersnot hat schon wieder einen Familienvater zum Wildern gezwungen", denkt Carl Hermann.
"Zerlumpte Gestalten >
  Vor dem Eingang der Bar Mogasor in Bonaventura (Columbien) starrten mich mit stechenden Augen an, als ich mit der Mestizin Marina Ramirez an ihnen vorbeiging und das Lokal dann zum Abendessen betrat." Marina hatte mich an diesem Tag zu einer Wanderung in das Landesinnere eingeladen. Wir hatten einen herrlichen Tag bei einem von einer Quelle gespeisten kleinen See im Urwald zusammen mit Einheimischen, die sich wie wir beim Bade erfrischten, verbracht. Trotz unseres Hungers konnten wir das reichliche Essen nicht gänzlich verzehren. Nach einigen Minuten kam große Bewegung in die sechs Bettler vor der Tür, der Tellerwäscher hatte ihnen unsere Speisereste vorgesetzt und verbissen kämpften sie um die größten Happen.
GEDANKEN und Träume überwinden Zeiten und Räume.
  Erleichtert erkannte ich bei der Morgendämmerung eine Wende zu Schönwetter. Noch stand der Horizont im leichten Feuchtigkeitsdunst des abgezogenen Gewitters, als der Sonnengott Helios die Pferde vor seinen Feuerwagen spannte. Ein Schauspiel mit immer stärker werdender Beleuchtung begann. Gespannt starrte ich auf einen Berg am östlichen Horizont der wie ein gekentertes Boot aussah und dessen Konturen sich immer schärfer abzeichneten.
Angelika Mayer "DER SCHREIN IM NEBEL" vom Zeltlager Sauofensee Schladminger Tauern.
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  Rechts neben ihn hing eine Nebelwand, links neben ihm in der Scharte lag ein Nebelschwaden, hinter ihm erschien von vier Gold umrandeten Silberwolken gezogen das Feuerrad und hob sich dann langsam von der langen geraden Gipfelkante des Berges ab um freischwebend seinen Tageslauf zu beginnen.
  • 1986-11-02: Sonntag, Allerseelen   Als ich erwachte knurrte mir der Magen. Nun stand ich wieder da, vor mir erhob sich heroisch der "Felsberg", wie ein Olymp, Schnee umhüllte dieses sonst vom Schöpfer so reich gesegnete Gebiet. Dann schritt ich auf der einladenden Schulter dem Unbekannten entgegen und fand ein altes Holzschild mit der verwitterten Aufschrift:
HERZLICH WILLKOMMEN Schrein >
  Die ersten Felspassagen waren leicht zu überwinden, ich war gerade im schwierigsten Steilterrain, da fiel Nebel ein und es begann zu schneien. Die Mutter aller Weisheiten im Gebirge ist; "im richtigen Augenblick umzukehren", auch wenn man sich kurz vor dem ersehnten Ziel befindet.
WILLKOMMEN UND ABSCHIED AM SCHREIN
  An der Umkehrstelle befestigte ich an einer Zinne, das Willkommen Schild mit dem Wandrer Gipfel Buch, und fühlte dass dieser unbekannte Berg, ein wichtiger Bestandteil meines künftigen Lebens werden wird. Wie durch ein Wunder öffnete sich kurzweilig die Nebeldecke und gab den Blick auf die Hochebene frei, die Sonne kam hervor, dann jedoch wurde ich wieder eingehüllt in den grauen Schleier. Obwohl ich mein Ziel den Gipfel nicht erreicht hatte, erfüllte mich ein bisher unbekanntes Glücksgefühl und gut gelaunt fuhr ich mit den Firngleitern zurück in das Obere Katschbachtal.
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Wenn dir die LIEBE das Höchste im Leben ist,
Dann sieh dich etwas um in den Bergen.
Die Gipfel weisen von der Erde zum Himmel,
Aus irdischer wird eine himmlische Liebe. 1986-12-07
  Die Morgenröte entzündet auf den Felsaltären Kerzen, hoch in der Himmelsphäre erscheint eine mystische Glut. Sie ergreift die höchsten Gipfel und steckt über die weißen Klippen sich wälzend, das geheimnisvoll in flammenden Purpur auf lohende Eisgefilde in Brand. Violette Nebel liegen in der Tiefe und veilchenblaue Dünste steigen auf, dort wo sie in das himmlische Feuer quellen, verwandeln sie sich, die Gipfelkette um brauend, zu glühenden Dämpfen. Der Himmel färbt sich im dämmernden Widerschein.
  Wie Fanale flammen die Zinnen, die Gluten erblassen, plötzlich schießen goldene Pfeile auf den unbekannten Felsenberg.
Die lauschende Seele vernimmt in dieser Feierstunde das Brausen der Schöpfung. Noch ist die Sonne dem Auge verborgen, aber ihr flutendes Gold umfängt das Süßleiteck und die Sauofenspitze und lässt sie im Morgenrot erstrahlen. Rosenblätter - Wolken überziehen den gesamten Horizont, dann erscheinen Feuerstreifen und das Rund des königlichen Tag Gestirnes entsteigt mit einer silbernen Wolkenkrone dem Horizont.
DER SCHREIN vom Lager Reichascharte  BILD: 04  DER SCHREIN MIT SÜSSLEITECK vom Lager Reichascharte  BILD: 05
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  Ich stand vor meinem Nachtlager auf der Traumebene am Fuße meines Berges und betrachtete das Wunder der Naturerscheinung. in banger Erwartung der vor mir liegenden Besteigung. Es war ein Erlebnis in einem Ausmaß, wie man es nur einmal im Leben haben kann.
  Die letzte Botschaft vom Dramatiker Fritz Hochwälder 1911 - 22-10-86, war ein Zitat von Gottfried Keller
Denn wer die HOFFNUNG hat verloren, der wandle lieber ungeboren, lebendig ist er schon im Grab
  Ob in der Mitte, links oder rechts, der Terror wird immer sinnlos bleiben und zu einem Krieg führen. Die Menschheit riskiert Kopf und Kragen für die Rüstung zu ihren Untergang. Deshalb taucht immer wieder die Frage auf:
Ist der MENSCH dazu bestimmt elend zugrunde zu gehen und das noch durch sich selbst?
  Die Natur hat keinen Willen, sie ist keine Person, sie leidet nur unter unserem Tun, sie kann sich nicht wehren wenn wir sie zerstören. Trotzdem hat sie ein Eigenleben, in ihr wächst der Stammbaum der Menschen, auf dem nach Darwin die Vorstufe unserer Urahnen, nämlich die Affen, heute noch sitzen.
Der MENSCH der glaubt am längeren Ast zu sitzen, ist ein Affe geblieben. >
Erst nachdem die gesamte Hülle eines Menschen schlecht ist, verdirbt sein guter Kern.
  An die Hoffnung eines noch guten Kerne in der Menschheit zu glauben hilft und der ewig weiterlebende Geiste der Bergsteigermutter Frau Katharina Ditz und Carl Hermann. Mit Trauer dachte ich an ihn, zu dessen Gedenken ich diesen Berg besteigen werde, an Carl Hermann. Er war ein ehrlicher und offener Mensch, der trotz seiner künstlerischen Größe, oder vielleicht gerade deswegen, seine Zuneigung zur Natur und zu den Menschen nie verlor, in seiner Asche wird er in seine Heimat zurückkehren.
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  Dies waren meine Gedanken als ich den Bergrücken entlang stapfte, um den Berg auf dessen Gipfel zu stehen mein heiß ersehntes Verlangen war, gleich einer Seelenwanderung.
 
SEIN GEIST UMSCHWEBT DIE BERGE

Am Gipfel
Über dem Nebelmeer,
Am großen Sternenzelt,
In aufsteigenden Nebeln,
Auf dem Hermann Schrein,
Auf allen Wanderwegen,
In der Paulus Kapelle,
Im Adlerhorst,
Im Flügelschlag des Adlers,
In der Wanderkameradschaft,
Wenn die Alpenrosen blühen,
Bei den ersten Kuckucks rufen,
Bei Tautropfen in den Bergblumen,
Beim Gesang der Sommervögel,
Im Edelweiß am Felsensaum,
Auf unzugänglicher Felsenhöhe,
Im Dröhnen des Felsbruches,
In Karen und in Schlünden,
In den Höhlen und Klüften,
Auf der hohen Felsenkante,
In den Gämse Kitzen,
Im Alpenkönig "Gämse",
In allen Gämsen Höhlen,
In den steilen Gämsen Gärten,
In der Latschen Hänge,
Auf Gämsen Einstand Plätzen,
Bei dem erdgewachs'nen Felsblock,
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In den unwegsamen Zufluchtsstätten,
In den Sonnen Auf und Untergängen,
Bei den wohlvertrauten Ruheplätzen,
Bei Almen rasten am Sonnenpass
In der Ruhe des Alpenfriedens,
Im murmeln der Felsenquellen,
Bei des Eisquells kühlem Trunk,
Im Regenbogen des Schleierfall,
In stürzenden Gewässern,
In des Wasser Silbersträhnen,
Auf dem Grunde der Bergseen,
Im erfrischenden Bergseebad,
Im Granatenfeld  des  Trojani,
Auf dem heiligen Berg Trojani,
Im Biwak der Trojani Südwand,
Am Kirchengrat des Ödsteines,
Im Schatten des Tannenhaines,
Beim Rauschen des Hochwaldes,
Während der Hirschen Brunftzeit,
Bei dem Klang der Almlieder,
Im Duft der herbstlichen Almen,
Bei dem Klang der Herden Glocken,
Bei dem Lockruf des Senners,
Bei Blitzen und Donner grollen,
Wenn Hagelschauer niederprasseln,
In den zu Eis erstarrten Tränen,
Beim Brausen des Schneesturmes,
Bei den glitzernden Schneekristallen,
Werde ich seinen Geist beschwören.
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VIELES GING MIR DURCH DEN SINN

Vieles ging mir durch den Sinn,
Als ich nachts der Kälte harrte,
Dacht` an meinen Aufstieg,
Aus des Katschbachtales Sohle
Und am Ufer längs des Baches,
Wurd' das Rauschen bald ein Murmeln,
Eingefroren in dem Eise,
Wurd` sein lust`ges Wandertreiben,
Ab und zu ein leises Glucksen,
Bis er gänzlich stille war.
Dann im weißen Bett der Rinne,
Auf der Gämsen Spuren höher
Und auf ab gewehten Stellen,
In der Sonn' und auch im Schatten,
Immer stetig weiter steigend,
Stets nur an das eine denkend,
Was dort oben meiner harret,
Nach des Hochland`s gold`nem Tor
Und dann später beim Durchschreiten.
In der von Gott begnadeten Zeit,
Auf des Hochland`s breiter Fläche
Selbst um glänzt von Schönheit,
Von der Schönheit meines Berges.
Heute steh ich da ergriffen,
In dem ew`gen Zeiten Wechsel,
Von den Sternen zu der Sonne,
Von der Sonne zu den Sternen.
Doch heut` war alles anders,
Anders ist und war heut´ alles,
Wie bei allen anderen Bergen,
Die ich bisher schon bestiegen,
Seltsam war heut auch alles.
Einst als ich reich beschenkt,
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Abschied nahm von hier,
In dem winterlichen Treiben,
Von dem Berge der Verklärung.
Herzlich willkommen dann,
Bei dem Umkehr Zeichen
Mit dem wohlverwahrten Buche
Auf des Grates schroffen Zacken,
Wurd´ mein bestes Angebinde,
Nun bei meinem weit`ren Stiege,
Immer höher immer schöner,
Bis zur Stirne gold`ner Rundung
Und am flachen langen Gipfel,
Muss in Andacht ich nun schweigen.

NUR EIN WORT DAS WÜRDIG WÄRE
 
Lass
Der Erinnerung
Schmetterling steigen,
Es ist wahrlich schwer für mich,
Kaum mag ich ein Wort noch finden,
Nur ein Wort das würdig wäre,
Würdig wäre um von dir zu sprechen.
Auf dein Haupt nur Gutes falle,
Dies bei Gott mein Wunsch stets ist.
Denn du hast der Berge Matten,
Und im Tal die langen Wege,
Durch dein Wesen froh gemacht,
Dass sie mir im Herzen leuchten.
Drum hör' mir zu nur auf ein Wort,
Lass die Gämse den Berg erklimmen,
Lass die Quellen wieder murmeln,
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Lass die Vögel wieder singen.
Sollte dich einst der Missmut packen,
Pilg`re nächtens durch den Mondschein
Mach dich auf, zieh` in`s Gebirge,
Singe dann dort alle Lieder,
Alle Lieder die im Kopf du hast.
Geh hinaus auf Wanderschaft,
Wandle durch die kühlen Täler,
Wandle auf die kühnen Gipfel.
Stimme an die Lieder alle,
Die du im Gedächtnis trägst.
Ein`s nur darfst du nicht vergessen,
Hierher wieder heimzukehren.
Hilf mir jetzt den Sang anheben,
Erst sing ich und dann sing`st du,
Wie der Sommervogel singt. >

Der WEG ist das Ziel  G - D - G - Fis - G - A > ^ >
DER SCHREINGIPFEL DAS Wander Gipfel Buch AM SCHREINGIPFEL BLICK VOM SCHREINGIPFEL auf die Reichascharte  BLICK VOM SCHREINGIPFEL auf den Großen Knallstein SONNENUNTERGANG AM SCHREINGIPFEL
Das LEBENSLIED^ G-D-G-FIS-G-A
  Die Musik gleicht einer Seelenlandschaft, die hohen, leuchtenden Gipfel sind dort, wo alles Selige und Heitere ist, wonach das Herz sich sehnt. Die edlen Schatten der Melancholie jedoch lagern auf dem Weg in die Tiefe. Eine beschwingte Seelenwanderung führt in bewegten Kurven vom tiefen Tal der Träume hinauf zu den lichten Höhen der Seligkeit. G - D -G - FIS - G - A  Ein Thema aus dem Lebenslied von Franz Schubert ging mir nicht mehr aus dem Sinn als ich bei trüben Wetter durch das obere Katschbachtal wanderte und es rechts auf einer mit schneebedeckten Rinne verließ.
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DER SCHREIN IM TAUERNFÜHRER
  1948 wurde der lange Zeit als unersteigbar geltende Feslklotz des Schreins erstmalig von Buchenauer > und Hans Fruhmann erstiegen. Führer Schladminger Tauern von Peter Holl, 2. Auflage, 72. Trapezförmiger Felsklotz zwischen Süßleiteck  SO  Grat und Sauofenscharte. Reiner Klettergipfel. 767 Südwestrippe P.Holl, 18.8.1960, im Abstieg II (kurz), I. 100m.
  Zugang: Von der Rudolf  Schober  Hütte, vorwiegend weglos, über Grashänge in beliebiger Wegführung 2 Std.
  Fuhre: Einstieg in der Schuttrinne, die zur Scharte zwischen dem Schrein und Süßleiteck hinaufzieht, etwa 40m unterhalb der Scharte. Eine rinnenartige Mulde empor und von ihren oberen Ende nachts rechts auf die Rippe. Diese empor, dann über die oberhalb befindliche Flanke zum obersten Westgrat. Auf ihn zum Gipfel. 768 Ostgrat Lotte Buchenauer, Hans Fruhmann, 15.5.1948 III (kurz), II.
  Fuhre: Einstieg am Beginn des Grates (hierher über den Kamm von der Sauofenscharte). Zuerst immer über den zerrissenen Grat unschwierig bis vor einen glatten Aufschwung. Dieser wird über ein Band rechts umgangen. In Kürze unter den gewaltig überhängenden Gipfelblock. Unter ihm nach rechts und gerade über Rasen und Blöcke zum Gipfel. 769 Ostgratkante Dr. Sperka und Gefährte, 26.9.1976 III. 40m Fuhre: Auf 768 bis dorthin, wo der Grataufschwung rechts über ein Band verlassen wird. Nun immer durchwegs längs der Gratkante zum Gipfel.770 Westgrat L. Buchenauer, H. Fruhmann, 15.5.48, im Abstieg. III. 60m. Einstieg in der Scharte zwischen Süßleiteck SO Grat und Schrein. Nun direkt an der steilen Gratkante empor zum obersten waagrechten Gratteil und über ihn zum Gipfel. Führer Niedere Tauern von Peter >, 4. Auflage, 1982.
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SCHREINGIPFELBUCH Gipfel Ost
  Das alte Gipfelbuch (Reste davon), befinden sich in der Rudolf Schober Hütte. Bitte das Gipfelbuch immer gut, versorgen. Danke Hans Höfl, 1983-08-23 Reinfried Strobl ÖAV, 1983-08-27 Von der Rudolf Schober Hütte, bei herrlichem Wetter, mit der Tochter Tanja den Gipfel erstiegen, weiter geht`s auf´s Süßleiteck.Tanja und Hans Höfl ÖBRD, 19830828 Hans Kollau, Helmut Moser ÖAV ÖBRD Murau, 1983-09-24 Dr. Hans Karner Sankt Peter, 1984-08-04
Nur wer die Gipfel der BERGE erstiegen,
Vermag in die ferne Weite zu sehen.
Toni Streicher ÖBRD Schladming 1983-09-24
  ANMERKUNG: Herr Streicher ist der Obmann der Höhlenforscher Schladming des ÖAV; ich lernte ihn bei der Feier zu seinem 40. Geburtstag im Zinkwandbiwak kennen. Er hat die Zinkwandlesung im Jahre 1990 entscheidend mitgestaltet. In den Jahren 1984 und 1985 werden im Dachsteinloch > und in der "HOCHGOLLINGNORDWAND" mit den Höhlenforschern Schladming Lesungen abgehalten. In der Annahme, dass dieser Berg keinen Namen hat, wollte ich ihn Carl Hermannstein nennen und das Wandrer Gipfel Buch hinterlegen. Die Bergfreunde des Schreines, mögen mir es gestatten, dem Westgipfel dieses Berges, den Vornamen Hermann zu geben. > 1986-12-07 15:00

CARL HERMANN SCHREIN
2420 m Gipfel - West
Gott schenke allen Toten ewige Ruhe
Und den Menschen unter der Sonne, Frieden.
> 1986-12-07 16:00  
 
SCHREIN ERSTBESTEIGUNG DER PFINGSTGRAT 2008-09-09 vervollständigt (1.Auszug Seite 25-27) BUCHENAUER >
  "... 1948 wird der lange Zeit als unersteiglich geltende Felsklotz des Schreins erstmalig von L. Buchenauer H. Fruhmann erstiegen..." Aus dem Alpenvereinsführer Niedere Tauern von "Peter Holl", 2. Auflage, 1972.
  So früh bin ich noch nie aufgestanden, höchstens schlafen gegangen: Es ist Mitternacht. Zu Fuß schlendere ich in die noch hell erleuchtete Stadt und beziehe Posten vor dem Leykamhaus in der Stempfergasse. Nach und nach finden sich Leidensgenossen ein, und auch mein Berggefährte Hans kommt Haken rasselnd wie ein Krampus heran geklirrt. Heute haben wir ein ganz besonderes Fahrzeug, das uns zu den Schladminger Tauern bringen wird: Ein Zeitungswagen. Die öffentlichen Verbindung ins obere Murtal waren für unser Vorhaben nicht günstig; mit dem Zeitungstransport, der um ein Uhr nachts startet, können wir bis Unzmarkt kommen, dort in einen Linienbus umsteigen und die Rudolf Schober Hütte rechtzeitig für die Pfingsttour erreichen. Mich interessiert dazu noch der Alltag der Zeitungsmenschen, der in dunkler Nacht beginnt; wenn ich mit dem Lieferwagen fahre lerne ich ein Stück davon kennen.
  Das Fahrzeug erweist sich als ein wahrer Schrecken Kübel. Zugluft wie in einem Vogelhaus, das Licht sticht in unsere schlaftrunkenen Augen, der Wagen schlingert, und Hans der zusammengerollt neben mir liegt, bohrt mir bei jedem "Hupf" des Wagens seine spitzen Knochen ins Fleisch. Mein Rücken stoßt an eine unbequeme Lehne, und an meinen Rippen bildet sich ein Wulst, den ich sonst nur beim Kamin klettern kenne, wenn das Seil reibt und drückt. In Unzmarkt fallen wir erleichtert aus dem Gefährt und versuchen auf einer Parkbank einen Teil des entbehrten Schlafes nachzuholen. Doch es ist schon lichter Tag; bald geben wir die Schlafversuche auf und studieren mit müden Augen die Landkarte der Schladminger Tauern. Die Rudolf Schober Hütte erschließt ein eigenartiges, wenig bekanntes Bergland im Süden und Osten dieses Gebirges. Die Gipfel sind hoch, gegen 1600 m ansteigend, und tragen merkwürdige Namen: Süßleiteck und Sauofen, Krautgarten und Hasenohrspitz, Federweißspitze, Windschnurspitze und Predigtstuhl. Dazwischen viele Seen in Farbstufen zwischen Blau und Grün, dunkle Zirbenhaine und weit gedehnte Hänge vor den scharf geformten Gipfeln. Doch wir waren nicht um der Stimmung willen gekommen. Eine Traversierung  mehrerer Grate und Gipfel lag uns im Sinn: Der Südostgrat des Süßleitecks mir Überschreitung des sogenannten "Schrein". Der Schrein ist ein sehr großer Gratturm, man kann ihn getrost einen eigenen Berg nennen. Schrein heißen im Volksmund auch anderer Gipfel dieser Gegend nach ihrer kastenartigen Form: Das Schreinl im Plannerkessel oder der Talkenschrein in den Wölzer Tauern (Dalken = eine Art Pfannkuchen). Der Schrein im Süßleiteckgrat ist der steilste und wildeste dieser "Bergkästen". Er war noch nicht erstiegen. Wir waren gut gerüstet für ihn und hatten sogar Felshaken mitgenommen.
  Der endlich eingetrudelte Autobus ist bereits bis zum Dach mit Passagieren vollgestopft, doch Bergsteiger finden immer noch einen Fußbreit Platz  zum Stehen. Gegen das Zeitungsauto ist er  ein Luxusgefährt! in Murau, dem gotischen Städtchen der Steiermark, haben wir wieder Aufenthalt bis zum Anschluss nach Krakaudorf. Dunkle Wolken über  den Tauerntälern. Es regnet leicht. In Krakaudorf muss mir Hans, Kunstmaler von Beruf, unbedingt die Holzkassettendecke in der Pfarrkirche zeigen 120 handgemalte Bilder aus den Jahre 1534 –, und in der nahen Filialkirche St. Ulrich bewundern wir außer der ebenfalls bemalten Holzdecke noch einen der schönsten Renaissance Altäre des Landes. Bis dorthin noch etwas verschlafen, werden wir nun hellwach und bekommen Augen für unsere Umgebung. Wir sind in der Krakau, einer Hochebene, die sich  in einer Lage von 1100 bis 1300 m Seehöhe von der Steiermark in den Lungau zieht. Die Krakau ist auch heute noch, im Zeitalter der Bergstraßen, etwas abgelegen, obwohl es gute Unterkünfte und viele Bemühungen um den Fremdenverkehr gibt. Ein Naturpark "Tauern Sonnseite" ist seit 1972 in Vorbereitung. Doch es ist kein Durchzugsgebiet; abseits von der Hauptstraße liegend führen nur Nebenstraßen dorthin, und die Sölker Passstraße, ein recht alpiner Übergang, ist nicht ganzjährig befahrbar. Aber diese relative Unerschlossenheit hat der Krakau nicht geschadet; im Gegenteilen. In ihren Gebirgswinkel hat sich echtes Volkstum mit uralten Sitten treu bewahrt. kaum anderswo in der Steiermark  oder in Salzburg haben sich alte Bräuche so rein erhalten wie in diesen verborgenen Tauernbergen und Tälern zwischen Mur und Enns. Dieses hohe Bergland, Sonne gesegnet wie die nahe Stolzalpe, wo die meisten Sonnenstunden in Österreich gemessen werden, strotzt noch vor Kunstschätzen. Man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt in Kirchen und profanen Bauten, aber auch in Kapellen, Bildstöcken und Marterl. Hans lässt sich sogar dazu hinreißen zu behaupten, dass hier jeder Heustadel künstlerisch gestaltet ist. Er beweist es mir auch und macht mich auf die hübschen Doppelfenster der Scheunen oder auf kunstvoll geschmiedete Fenstergitter aufmerksam.
 
Angeregt, ja fast aufgeregt von diesen Erlebnissen, später wieder still geworden im Anblick der riesenhaften Berge um uns, wandern wir das Sträßchen ins Etrachtal hinein. Die Schultern schmerzen von der Last der schweren Rucksäcke – wir werden Selbstversorger auf der  unbewirtschafteten Schutzhütte sein. Doch bald liegt der Etrachsee vor uns, von einem fast weißen Blau. Baumgruppen stehen wie schwarze Striche vor dem hellen Schnee der Hänge. Die Ufer sind überschwemmt; wir waten durch große Lacken, die von Fischen wimmeln. Hans, der sich auf allerlei Pfadfinder Künste versteht, fängt welche mit der Hand, besichtigt sie und wirft sie gleich wieder ins Wasser. In mir regt sich Hunger und hausfraulich mörderische Anwandlungen.
  "Warum wirfst du unser Mittagessen wieder Weg"? "Sie haben mich so lieb angeschaut, da hab' ich sie wieder schwimmen lassen müssen!"
  Beim Jäger bitten wir uns den Hüttenschlüssel aus. Die Bergwiesen sind weiß bestickt, mit Enzian und Anemonen. Den starken Wildbach überlisten wir auf einer halb eingebrochenen Schneebrücke. Wir queren Lawinenreste, steigen über Bäume, die geknickt sind wie Zündhölzer. Die kleine Schoberhütte – ganz aus duftendem Zirbenholz in einem Zirbenwald erbaut – ist abweisend kalt, doch binnen einer halben Stunde hat Hans ein höllisches Feuer im Herd zustande gebracht, und ich habe ein Festmahl gerichtet. Draußen zieht silbern der Nebel, als wir uns früh zur Ruhe legen. Wir schlummern bis weit in den Pfingstmorgen hinein, gute zwölf Stunden. Ich stehe als erste auf, muss aber den noch immer verschlafenen Hans mit dem Eispickel aus dem Bett treiben. Seine Proteste helfen nichts – ich ziehe ihn hinaus vor die Hütte, und barfuß laufen wir über die taunassen Wiesen zum Bach.
  Da steht der Schrein über dem Morgennebel Schnee behangen, ein scharf gezeichnetes Trapez. Alle unsere Erwartungen sind noch übertroffen. Dass ist ein richtiger Berg, kein Gratturm! Bald versinkt die Erscheinung wieder im Nebelgrau. Doch für uns gibt es kein Zögern mehr. Schnell werfen wir etwas Proviant und die notwendige Ausrüstung in den Rucksack, frühstücken in Eile und sind schon unterwegs. Hans vergisst den Eispickel und muss deshalb zurücklaufen. Dies benutze ich um über die schief hängende, schmierige und vereiste Bachbrücke zu kriechen.
Hans, der Pedant hätte gewiss an meiner Haltung was auszusetzen gehabt! Dafür fällt er beinahe in das hochgehende Wildwasser, weil ihm der Schwebezustand der Brücke nicht aufgefallen ist. Erstaunt misst er mich:
"Wie bist denn du da hinüber gekommen"? "Jedenfalls – geflogen bin ich nicht so wie du!"
  Auch entlang unserer Steigspur gräbt sich ein Bach seine Bahn. Wir verlassen das nasse Element und steigen lieber weglos über kahle Hänge. Nur isländisches Moos bildet dort rauhe, kratzige Teppiche, in denen der Fuß aber auf angenehme Weise versinkt. Steiler Schnee, gefrorene Seen: Das obere Etrachtal. Der Schrein zeigt sich nicht mehr. Auch der Sauofen, unser nächstes Ziel, ist in der "Nebelmilchsuppe" kaum zu erkennen. Trotzdem finden wir mit gutem Spürsinn das markante Felsband, den Anstieg zur Günsterscharte. In den Schladminger Tauern verlangen sogar "Normalwege" ein gutes Maß an sicherem Tritt. Einige Vorgipfel des Sauofen umgehen oder übersteigen wir mühselig. Von Zeit zu Zeit reißt der Wind ein Fenster in den Nebel. Dann schauen wir in Schnee gefüllte Kare hinab, wo blau vereiste Seen liegen. Dunkle Gipfel stechen spitz oder klotzig aus den Grau: Der Schöderkogel Eisenhutgrat, kaum bekannt und fast nie begangen.
  Wir traversieren ein steiles Schneefeld, das über eine Wand abbricht wie ein Gletscher. Es wird uns bald unheimlich zumute; lieber steigen wir durch eine Art Bergschrund in den Felsen. Gefährliches Gelände – brüchiges Gestein sind zu queren. Wir sind ja nicht am gewöhnlichen Anstieg zum Sauofen, der leichter ist. Die vielen Wächten und Schneehänge haben und abgedrängt. Doch mit ausgiebiger Pickelhilfe, haben wir bald den nahen Gipfel gewonnen. Nun betrachten wir den nahen Schrein, unser großes Problem. Was hatte ich nicht alles von ihm geträumt in den letzten Wochen – von "kinderleicht" bis "völlig unmöglich", die ganze Skala selbst erfundener Schwierigkeitsgrade! "Einladend sieht er nicht aus"! "Im wilden Kaiser wäre er bestimmt schon zum selbständigen Gipfel ernannt worden!"
   Wir sind kaum fünfzig Meter von der Sauofenscharte entfernt, die wir im Nebel verfehlt haben. Auf einem waagrechten Schneegrat tänzeln wir an den Fuß des "gewaltigen Klotzes", wie ihn "Alfred Murauer >" nannte, der ihn seinerzeit umgangen hat. Aus der Nähe betrachtet, gliedert sich der Fels ihn Einzelheiten auf.
  "Du der ist kletterbar! Lass die Haken im Rucksack..."  Wir seilten uns an, ich ging als erste, hatte doch ich den Schrein ausfindig gemacht. Etwa zehn Meter hoch kletterte ich über Blöcke überwand einen "hübschen" Riss und erreichte ein Band. Hans kam nach. Noch eine heikle fast grifflose Platte. Sie machte auch Hans, den wir "die Kletterkatze" nennen, etwas zu schaffen. Dann löst sich die Gratschneide in Gras und Wohlgefallen auf.
  Auf dem flachen Gipfel legt Hans das Seil in den Rucksack. Fast bin ich enttäuscht von der Kürze des Aufstiegs und beginne schon nach einer Fleißaufgabe in den Wänden des Schreins zu suchen.  Da sagt Hans der gerade einen Steinmann baut:
 "Vergiss nicht wir müssen noch hinunter, und zwar auf der anderen Seite"!
  Ich wandere nach vor bis an den nordwestlichen Abbruch. Und dort verschlägt es mir den Atem: Der Absturz ist mindesten 50 - 60m hoch. Dunkelgrau ist der Fels, von duftenden Flechten bewachsen. Beherzt greife ich zu, lasse mich an den Platten  aus hartem, scharfem Kristallin Gestein hinab. Der Fels ist so rau, dass man fast daran hängenbleibt. Das gibt ein gutes Gefühl der Sicherheit. In wenigen Minuten bin ich vor der Scharte, nach der sich eigentlich der Südostgratweg des Süßleitecks aufbaut. Ich blicke zum Gefährten auf, der als kleines schwarzes Figürliches hoch oben auf dem Schrein steht. Er ruft mit zu:
"Wie kommt man da runter"? Aha – auch er lasst sich von dem abschreckenden Tiefblick verblüffen. Zufrieden rufe ich hinauf: "Steigst halt ab, wie ich"!
  Er tut's und singt dabei, also macht es ihm auch Spaß. Die letzten Felsen zur Scharte sind das Schwierigste am Schrein. Ich bin froh nun den Gefährten bei mir zu wissen....Quelle: "Verliebt in die Niederen Tauern" (Auszug S.163-68) Lieselotte Buchenauer >

Wintererstbesteigung Hermann und Leitenbauer Gedenkstätte Schrein 2008-09-09
  Herr > hat in den Schladminger Tauern, zwischen Süßleiteck und Sauofenspitze, in 2420 m Höhe eine Gedenkstätte für, "Carl Hermann und Hans Leitenbauer" errichtet. An einem Holzstamm befindet sich ein Metallbehälter, der ein Gipfelbuch mit einer Gedenkschrift an die Obengenannten enthält. (Siehe Bild) Notiz der Sektion Weitwanderer des ÖAV in den Mitteilungen.
  Es gab eine Reaktion an den Vorsitzenden Hr. Käfer von Frau Buchenauer, sie hat dies nicht besonders begrüßt. Der Schrein war mir damals namentlich noch unbekannt, da er nicht am Nordsüdweg gelegen ist fand sie dies nicht besonders angebracht. So ist dann aus diesem Buch das Wandrer - Gipfel - Buch WGB entstanden. Anmerkung: Die Wintererstbesteigung blieb unbewusst mir vorbehalten. >
1987-04-18: Karsamstag auf Katschbachtal Biwak über der Baumgrenze Sonne 1987-04-19:
Ostersonntag 02:00 Anstieg Reichascharte Schreinbesteigung, Abstieg mit dem Wandrer Gipfel Buch
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SÜSSLEITECK

Ich kenn` eine Insel,
Im Indischen Ozean,
Dort gibt es keine Kriege,
Keine Arbeitslosen,
Keine Kriminalität
Und keine Menschen. Joachim Stuhlpfarrer, 1986-06-21

Wenn einer träumt,

So ist das ein Traum,
Wenn viele träumen,
Wird es Wirklichkeit.
Nie mehr Tschernobyl,
Es lebe die Natur,
Es lebe der Mensch. Johann Flachl, 1986-06-28
Der erste Blickkontakt mit dem Schrein, weiter Sauofenspitze Dürrmooshöhe Breitmodl Deneck Sölkpass.

SAUOFENSPITZE 2415 m 2. Wander Gipfel Buch Station 19-04-1987 - 12-07-1987

  Gras und Schuttgipfel zwischen Reichascharte im N und Sauofenscharte im W; südlich setzt sich der Schöderkogel - Eisenhutkamm vom Gipfel ab. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82 Sauofenspitze Wandrer Gipfel Buch Hinterlegung Schöderkogel 2500m Sonne ab. Das Wandrer Gipfel Buch hat die Überwinterung auf dem Schreingipfel gut überstanden.
Wandrer Gipfel Buch Sauofenspitze
  • 1987-05-28 Sepp Sucher St. Veit/Glan, Franz Valenz Brückl
  • 1987-06-07 Rolf Dieter Heide Macen, Irmgard Kaslau, Erika Wacht, Judith u. Luise Außerbauer, Karin Pelzer
  • 1987-06-14 Hans Klaue, Adolf Siebenhofer ÖAV Mura
  • 1987-07-01 Christian Rosenkranz
  • 1987-07-07  Klaus Wohlfarth Stuttgart
  • 1987-07-09 Norbert Vockenberger Ranten
  • 1987-07-11 Samstag auf Nachtanstieg vom Oberen Katschbachtal Sternebiwak Sauofenspitze, der Aufstieg erfolgte im Vollmondlicht. >
  • 1987-07-12 Sonntag ab mit Wander Gipfel Buch Oberes Katschbachtal. Tageserwachen, Sonnenaufgang, ausgezeichnetes Fernecho vom Großen Knallstein, die Sommervögel und der Quellen Murmeln beleben die Musik, Frühstück im Berglandparadies Reichascharte, Besuch beim Schirmherrn Johann > Sonne. Ein christliches Andenken an den hochwürdigen Hr. Pfarrer Geistlicher Rat JOSEF KURZMANN 1912 - 26-6-87 Seit 1957 Pfarrer in St. Peter im Sulmtal in der Südsteiermark und bei den Bergmessen auf der Weinebene. Selig, die im Herrn sterben! >
Der WEG ist nun auch das Ziel meines Wandrer Gipfel Buches
  Nach der Errichtung eines Steinmannes am Schreingipfel machte auch ich mich auf den Weg. Solange unsere Welt besteht sterben Menschen, doch die Berge bleiben bis zur Apokalypse stehen. Ich ahnte das es ein Gipfelabschied für immer war, der Schrein jedoch in seiner vollkommen Verklärung wird mir als steinerner Zeuge an meine Gemütsempfindungen bei seiner Besteigung, im Gedenken an Carl Hermann, im Gedächtnis bleiben.

Hans Unterweger
vulgo Leitenbauer ABSCHIED SAUOFENSPITZE
Sauofenspitze > > > Wunderdokter > Johann Unterweger >
Einst wenn mir das Auge bricht - vergiss mich nicht.
  Mein Freund Johann Unterweger vulgo Leitenbauer 1921 - 1986 aus Pusterwald im Bezirk Judenburg in der Steiermark, ist am 13-12-1986 in die Ewigkeit gewandert und wurde im Ortsfriedhof Pusterwald zur letzten Ruhe gebettet.  Der Bauer, Imker, Humorist Sauschädel Richter und Bergfreund wurde mit den Klängen des Liedes Wo die Alpenrosen blüh´n, gespielt von der Ortskapelle Pusterwald, verabschiedet.
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Wo die ALPENROSEN blüh´n,
Mein letzter Blick sei geweiht,
Wo in Rot die Felsen glüh´n
Werd´ ich ruh´n in Ewigkeit
Die sechste und letzte Strophe nach Johann >

ALPENROSEN

Nun steht die Alpe wieder
In heller Rosenglut
Es schäumt in roten Strömen
Ihr blühendes Frühlingsblut.

Nun schwanken Falter wieder
Auf flammenden Büschen dahin.
Indessen helle Wolken
Hoch hoch in´s Weite zieh´n.
Von hoher Alp gegangen

Tritt´st du mit Rosen ein,
Es ruht auf deinen Wangen
Der Röte Widerschein.
Peter Steinlieb Quelle: Foto Ausstellung Gottfried Brandstätter > Hirschwang Rax, 1992-10-17

BERGWACHT

Ein stilles Berglicht senkt sich in der stillen Nacht,
Die Hütten liegen tief im Schlaf versunken,
Ein Quell rauscht vor Sang und Sehnsucht trunken
Und auf dem Grat zieh´n Sterne ihre hohe Wacht.
Im dunklen Sarg der Berge ruht ein Traum,
Die Gämsen hüten feierlich den Schrein,
Kein fremder Blick dringt in die Trauer ein,
Gelöst von jeder Zeit und jedem Raum.
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Dann mag es sein, dass jenes Licht der Höh´n
Als ferner Schein sich bergwärts nieder senkt
Und eines großen hehren Toten scheu gedenkt
Im Berg geprüften Glauben an ein Aufersteh´n.
Quelle: Das Buch ”Das Antlitz der Berge” von G. J. Poitschach

Alle Wege führen zu GOTT,
Seiner führte über die Berge.
Bescheiden war sein Wesen
Doch alles Große und Edle
Ist von einfacher Art.
Ein letztes Berg Heil >
  Mit dem Vortrag des Gedichtes Der Wunderdoktor hat Hans Unterweger vulgo Leitenbauer die Gipfellesung am Gipfel des > 2375 m in den Wölzer Tauern im Jahre 1983, entscheidend mitgestaltet.
DER WUNDERDOKTOR  >
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1987-05-01: Freitag auf Schöder  Günster Wasserfall  Rupprechtseck Sonne Sterne Frostbiwak am Gipfel.
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RUPPRECHTSECK 2591 m  >
RUPPRECHTSECKGIPFELKREUZ BILD: 13 SONNENUNTERGANG AM RUPPRECHT BILD: 14  
  Kreuz Aufschrift Mai 1976 G. Tuckner Berg Heil GIPFELBUCH Gestiftet von der Bergwacht St. Lamprecht, 1982-12-03  Auf Besichtigung für eine unserer Sendungen Wanderbare Steiermark Etrachsee die beiden ORF Wanderer Willi Senft und Günther Frischenschlager mit Hilde Senft und Barbara Frischenschlager. 19840902.
GOTT nimmt uns die Last
Des Lebens nicht ab,
Aber er gibt uns die Kraft
Sie zu tragen.
Cornelia Tockner Allerheiligen, 1986-11-11

Leise, leise, LOB dem Leisen!
Alles Laute will beweisen
Alles Leise will versöhnen
Mit dem Gutem und dem Schönen.
Gipfelnacht > 1987-05-01-02
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NACHTGEDANKEN AM RUPPRECHTSECKGIPFEL
  Der durch die Schneeschmelze stark gewachsene Günster - Wasserfall gab mir den eindrucksvollen Auftakt der Wanderung.
GLÜCKLICH brause ich zu Tal
Und grüße euch viel tausend mal.
Marmortafel am Wasserfallweg
  Obwohl teilweise die Marschmusik des ersten Mai Weckrufes der Blaskapelle Schöder zu hören war, kam ich wegen meiner schlechten körperlichen Verfassung nur langsam weiter. Alle Erlebnisse bei einer Bergzufahrt, in meinem Fall das Zusammentreffen mit dreißig Pilger meines Heimatortes, auf der Straße vor Oberwölz, ergeben den Gesamteindruck des Bergerlebnisses. Oberzeiring wurde einst von der Pest verschont und seitdem existiert dieser alte Brauch der Bußwallfahrt nach Schöder. Allerdings unternimmt der überwiegende Teil der Pilger heute bereits eine Bus Wallfahrt, eine Zeiterscheinung gleich der Wandlung der volkstümlichen zur volksdümmlichen Musik.
  Die Bäume sind die wahren Helden der Berge, sie trotzen den Naturgewalten und fechten einen heroischen aber aussichtslosen Kampf gegen die Luftvergiftung der Menschen. Sie halten stand bei Unwettern, schützen die Menschen vor Lawinen und Muren. Ihre Wurzeln klammern sich um Felsen, dringen in die Ritzen spalten ihn oftmals und ziehen im Boden ein hartes Netzwerk. Bäume im Hochgebirge sind ein besonderer Segen! Wo Wald ist, ist auch Wasser - ohne Bäume verödet jede Gegend.
  Nun in der Nacht sind meine Aufstiegsgedanken wiedergekehrt, wenn die Bäume Bärte aus Flechten tragen lichtet sich allmählich der Wald. Als Kind klebte ich mir diese Bärte mit Pech an das Kinn und unter die Nase, um erwachsen auszusehen. Einzelne Baumveteranen stehen noch oberhalb ihrer Wachstumsgrenze, sie sind zerrupft, zerzaust, verknorrt, verknüppelt, vernarbt und verwittert, unverdrossen und tapfer ringen sie um jeden Zentimeter des steinigen und kargen Bodens.
  Ist der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung, oder ist er ein missglücktes Experiment der Natur? Diese Frage wird man sich als mündiger Selbstkritiker, bei Lebewesen die ihren eigenen Lebensraum zerstören, immer wieder stellen.

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  Wenn ich nach dem Begehen eines Höhenrückens, dem Wald entsteige und die Latschen Zone überwunden habe, umfängt mich immer ein grenzenloses Gefühl der Freiheit. Bei Schönwetter, nach einem mühevollen Aufstieg auf einem Höhenzug mit all seinen Tief- und Weitblicken zu wandern, ist ein ständiger Höhepunkt der Freude. Immer sieht man dabei die einzelnen Zielpunkte in Form der nächst höheren Bergerhebung zum greifen nahe und zum gehen noch weit entfernt, mehr und mehr bekannte Berggestalten entsteigen dem Horizont, so eine Wanderung könnte bis hin zur Ewigkeit führen.
19870502: Samstag weiter Haarlocken Dachleiteck 2463 m Günsterscharte 2174 m Sauofenspitze 2415 m Schimpelgrat ab Oberes Katschbachtal Sonne
BLICK VOM HAARLOCKEN auf´s Rupprechtseck  BILD: 15
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SCHIESSECK 2275 m Wölzer Tauern 3. Wandrer Gipfel Buch Station 18-07-87 - 16-08-87 > 
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JAUSENGRUBENANHÖHE 4. Wandrer Gipfel Buch Station 19-08-87 - 26-10-87 und 12-08-92 - 15-08-92 Grimmingtor>
  • 1987-08-19: Mittwoch auf  Espang, ein Unwetter ist ein grandioses Naturschauspiel, das Wurzelwerk einer vom Sturm entwurzelnden großen Fichte gab mir bei dem Gewitter ein schützendes Dach. Wander Gipfel Buch Hinterlegung Jausengrubenbiwak. 20.08.87: Donnerstag auf Unterer Weißrinnspitz - Besteigungsversuch von Osten, Abbruch der Besteigung des zum bergseitigen Vorgipfel führenden Risses 20m unterhalb der Kante, dann im losen Steingeschiebe zur Scharte zwischen Unteren- und Oberen Weißrinnspitz ab Weißrinnenverlängerung und Unterer Weißrinnspitz - Südwandauslauf - Abseilung Jausengrubenbiwak.
  • 1987-08-21: Freitag auf Über den Jausengruben - Schuttkegel in die Zinnoberrinne, dann links über Schrofen zur Scharten und am Gratweg zum Grimming. Transport des Kaiser - Gipfelkreuzes zur Abwurfstelle oberes Zinnoberrinnenende Obersteiner - Biwakschachtel
  • 1987-08-22: Samstag ab Zinnoberwandrinne bei Steinschlagsalven mit dem Kaisergipfelkreuz, Sternenbiwak Jausengruben.
  • 1987-08-23: Sonntag Kaisergipfelkreuz- Zwischenlagerung auf der Jausengrubenanhöhe Süd ab Espang Sonne
Wandrer Gipfel Buch Jausengrube Grimmingtor
Unser GLÜCK finden wir nur unterwegs am Wege
Am Ende ist zu spät, die Wanderung ist dann aus. >
  • 1987-09-04 Birgit und Josef Arenz, im zweiten Versuch gelang uns heute der Aufstieg zum ersehnten Ziel dem sagenumwobenen Grimmingtor!
  • 1987-09-19 Dr. Heinz Becnar, Wolf - Dieter Becnar, Ingeburg Becnar, Öblarn.
  • 1987-10-02 Adi Kolb Stainach
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AUFSTIEG UND ABSTIEG MIT EINEM GIPFELKREUZ
  Der Weg zur Ewigkeit ist nicht messbar, ich war ihr dreimal ganz nahe: Das erste mal, im Abseilvorgang des Unteren - Weißrinnspitz - Wandauslaufes durch eine mangelhafte Seilbefestigung, das zweite mal beim Kreuztransport in der Zinnoberrinne durch Steinschlagsalven, das dritte mal im Hamburgerkamin des Unteren Weißrinnspitzes durch einen Absturz.  Nur einmal kann man das Leben verlieren, als Geschenk kann man es mehrmals empfinden, so eine scheinbare Wiedergeburt ergibt Denkanstöße zu einer Lebensbilanz.
TROJANIGIPFELKREUZ BILD: 3.1.2;  BILD: 7 / 8  BILD: 17; BILD: 61.2
  DAS Wandrer Gipfel Buch BEIM KAISERKREUZZWISCHENLAGER auf der Jausengrubenanhöhe Grimming Süd BILD: 18
 
Wandrer Gipfel Buch HINTERLEGUNG KRIPPELBERG >
BILD: 19 DAS GRIMMING KAISERKREUZ AM KRIPPELBERG BILD: 20  
  Mein erster Wegabschnitt im Aufstieg mit einem Kreuz fand am Gipfel des Trojani seinen Abschluss,  mein zweiter Wegabschnitt im Abstieg mit einem Kreuz, sollte mich zum Krippelberg hinführen. Wache ich oder träume ich? War die Frage, als ich bei meinem Freilager in der Jausengrube Rufe hörte. Es war kein Traum, es war ein Einsatz der Bergrettung. Beim Abstieg durch die Zinnoberrinne war im untersten Teil die Nacht angebrochen und ich hatte bei der Kreuztrümmersuche gedankenlos die Kopfleuchte eingesetzt. Die dadurch entstandenen Lichtsignale hatten die Teilnehmer einer Maibaum umschneiden- Tanzveranstaltung in Deamlarn gesehen und als alpines Notsignal ausgelegt.
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UNTERER WEISSRINNSPITZ > nördlicher Vorgipfel 5. Wandrer Gipfel Buch Station 26-10-87 - 12-06-88  
  • 1987-10-25: Sonntag, auf Espang Jausengrubenbiwak mit Traum.
  • 1987-10-26: Montag, Nationalfeiertag auf mit Wandrer Gipfel Buch Unterer Weißrinnspitz - Vorgipfel Regen ab Jausengrube Espang.
Ein Blatt PAPIER kann älter werden,
Als alle Menschen  hier auf  Erden,
Alles was du schreib`st in deinem Leben
Wird später von dir  Zeugnis geben. August >
 
DER JAUSENGRUBENTRAUM (Bearbeitung 2008-02-20)
  Es begann zu regnen und es war schon finster als ich in der Jausengrube ankam. Meine Suche nach einer trockenen Stelle war erfolgreich, ich kroch in ein enges Loch unter einen großen Felsblock – und zu meiner Überraschung kam ich zu einer mannshohe Erweiterung, die ein vorzügliches Schlafgemach abgab. Draußen prasselt monoton der Regen und bald wandle ich, im wahren Sinne des Wortes, "auf dem Weg in das Land der Träume". Immer stärker ist mein Empfinden nicht mehr allein zu sein, jedes Geräusch ist verstummt, eine lähmende, unheimliche Finsternis und Todesstille umfängt mich, ich liege scheintot auf dem Tisch, dort wo man die Verblichenen zur letzten Ruhe zurechtmacht, in der Totenkammer des Friedhofes. In dieser Kammer liegt niemand freiwillig, sie ist ein aus vielen Legenden bekannter Ort und gleichzeitig auch der Rückzugs- und Arbeitsraum des Totengräber, sowie die Aufbahrung Stätte anhangloser armer Leute.     
  
Auch ein Totengräber ist ein Mensch mit all seinen Schwächen und Begierden, dem eine gewisse irdische Schlichtheit anhaftet, er kann ja nicht mit jedem Toten mit sterben und ist wegen der Ausübung dieses  Broterwerbs, auch nicht nicht von reichen Gütern gesegnet. Die meisten der hier Aufgebahrten waren ohnehin schmucklos und ohne Zahngold, doch einer sollte einmal auf seinen angeschwollenen  Finger  einen Ring  getragen haben! Zum Schrecken des Totengräber, erwachte der Scheintote  beim abschneiden des Fingers.
  In meiner Kinderzeit wurden an langen Winterabenden, in der warmen Stube solche und ähnliche Geschichten mit einem sehr fragwürdigen Hintergrund erzählt. Wir Kinder spitzten dabei immer die Ohren, obwohl wir nicht immer alles ganz mitbekommen haben und sich der Erzähler nicht fortwährend durch lästige Fragen stören ließ. Nach solchen Erzählungen hatte ich immer Angst von diesem oft absurden Berichten im Schlaf verfolgt zu werden. Doch immer wenn ich davor Angst hatte träumte ich nicht davon, und immer dann und unverhofft, wenn ich nicht daran dachte quälten mich die Träume.
  Damals bin ich einmal des nachts aus dem  Haus geschlichen um im Friedhof die Totenkammer zu ergründen, gleichzeitig  war es ja auch eine Mutprobe zur  Beruhigung meiner Angstträume. Die Türe war allerdings verschlossen so nahm ich mir vor ich mit der Hilfe der Taschenlampe einen Blick durch die Fensternische in das Innere zu ergattern. Ein Geschrei versetzte mich schier in Todesschrecken, dabei waren es doch nur die Hälse von sechs jungen Vögeln die aufgescheucht von ihrer Nachtruhe aus dem Nest heraus ragten und ihren Unmut laut bekundeten.
  Ein Empfinden von etwas Unnatürlichen beginnt, nun liege ich gelähmt im engen Sarg sonderbar, wie noch nie in meinem Leben, ist mir zumute und der Atem setzt aus. Etwas Unbekanntes ist hinter mir, ich bin wie erstarrt gleichzeitig aber auch tief berührt von dem Zauber der Erscheinung. Ich fühle regelrecht die von hinten auf mich gerichteten Blicke und habe eine Vision einer außer sinnlicher Wahrnehmung in einer ganz ausgeprägten Deutlichkeit.
Es ist der verblichene Carl Hermann als Kentaur, doch anstatt des Pferdes steckt sein Oberkörper in einem Gämsen Rumpf. Eine beruhigende und wärmende Strömung erfasst mich und fließt langsam in mich hinein. Ich fühle wie mein Körper und mein Geist allmählich von Schmerzen und Ängsten  befreit wird. Ruhe und Friede breitet sich in mir aus und aus diesem gelösten Schwebezustand des Tiefschlafes erwache ich beim Morgengrauen.
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Die Gämsen Geiß 19871025, Sonntag (Bearbeitung 2008-02-20)
 Nach meinem Erwachen notierte ich sofort den Traum, der sich noch außergewöhnlich scharf in meiner Erinnerung aufzeichnete. Nun betrachtete ich mein Nachtquartier etwas näher, am Boden sah ich Tierknochen aber auch Gämsenlosung liegen. Vielleicht ist hier ein Gämsen Sterbeplatz war mein erster Gedanke, doch je mehr ich darüber nachdachte – kam mir auch eine zweite Möglichkeit in den Sinn. Bergseitig ist nämlich ein zweiter großer trichterförmiger Höhlenausgang, bei Lawinen werden auch Gämsen mitgerissen und einige davon könnten hier gelandet sein.
  Bei und nach meinen Freinächten im Gebirge entstand schon mehrmals ein vertraulicher Näheverhältnis zur Tierwelt. Scheinbar wird man von der Fauna nicht mehr gänzlich als Eindringling betrachtet und teilweise sogar akzeptiert. Manchmal ist es schon vorgekommen dass, mir ein pirschender Jäger meinen schönen Anblick des Wildes unterbrochen hat. Das waren aber die wenigen Ausnahmen welche die Regel nicht bestätigen, denn sonst ist es immer umgekehrt.
In dieser Zeit war ich sehr viel im Gebiet der Jausengrube unterwegs, bei diesen Wanderungen beobachtete ich mehrmals eine Gämsen Geiß Einzelgängerin und instinktiv fühlte ich es, dass sie auch diesmal in der Nähe war. Nur durch eine etwas geringere Ausladung des Hornes und einen schwächerer Körperbau unterscheidet sich die Gämsen Geiß vom Gämsenbock.
  Diese Ahnung bereitete mir Freude und vor lauter Freude begann ich meinen musikalischen Morgengruß. Es ist nicht wahr dass, Wohlklänge der Musik das Wild vertreibt. Ein alter Öblarner erzählte mir: "Nachdem mich ein Jäger scharf zur Rede gestellt hat habe ich in meiner ersten Wut gleich mein Flügelhorn am Fels kaputt geschlagen". Auch mein seliger Freund > hatte als Almhalter am Hochschwung stets das Flügelhorn dabei und weder Wild noch Nutztiere flüchteten von seinen Weisen. Wenn auch das Echo unerbittlich alle Fehler aufzeigt, ist Natur und Musik immer eine zweifache Bereicherung.
Da stand sie nun in angemessener Entfernung von mir, im Dämmerschein des beginnenden Tages auf der Anhöhe der Jausengrube äsend. Sie visitierte mich längere Zeit neugierig – ganz geheuer dürfte ich ihr aber nicht vorgekommen sein. Sie zog sich auf einen weiter entfernten Standplatz zurück um mein weiteres Tun, aus sicherer Distanz weiter beobachten zu können. Als sie dann genug von mir hatte
verschwand sie ganz gemächlich in die Richtung der "Unteren Weißrinnspitz" Ostwand.
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  Zweimal hatte ich von der Jausengrube aus die Besteigung dieser Spitze, erfolglos versucht. In dem Ostwandriss zum Vorgipfel bin ich im kritischen Teil umgekehrt und kletterte im brüchigen Gestein zur Scharte zwischen dem Obereren und Unteren Weißrinnspitz. Die Steilstelle zwischen der Scharte und dem Vorgipfel war und ist für mich alpin technisch unüberwindlich.
Heute wollte ich dem Gipfel auf der Westseite durch die verlängerten Weißrinne beikommen. Diese Rinne war leicht besteigbar und über eine Schlüsselstelle in Form eines Felsbandes unterhalb der Scharte kommt man seillos auf den Vorgipfel. Dunkle Gewitterwolken waren am Horizont aufgezogen als ich nach der Überwindung der senkrechten Wand kurz vor dem Gipfel stand und leicht sinnigerweise meine seilfreie Leistungsgrenze überschritten hatte.
EMPORKÖMMLINGE haben beim Abstieg Probleme
  Im Geiste sah ich mich zerschmettert auf dem Vorgipfel liegen und meine Knie begannen vor Angst zu zittern. Was ich nun dringend benötigte war Ruhe und Ausgeglichenheit und gegenüber dem Tod eine andere innere Einstellung.
Ein Tod durch Leichtsinn und Fehler ist weder SCHICKSAL noch Bestimmung.
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  Da kam mir mein Traum in den Sinn und der bloße Gedanke daran beruhigte mein aufgewühltes Gemüt, so konnte ich diese kritische Stelle beherrscht und kühl abwägend meistern. Wieder am Vorgipfel angelangt, bekam ich voll den nassen Umschlag des Gewitters zu spüren, trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen hier das Wandrer Gipfel Buch für die Überwinterung gründlich vorzubereiten und danach zu hinterlegen.
Sich immer der SICHERHEIT zu unterordnen ist das wichtigste Bergsteigergesetz.
  Um eine bittere Erfahrung reicher war ich trotz des anhaltenden Regens froh, dass mich der Untere Weißrinnspitz so gnädig entlassen hatte. Eine Wetterbesserung war nicht abzusehen, deshalb stieg ich dann später nach dem Aufsuchen der Stätte meines Traumgeschehen, von der Jausengrubenanhöhe nach Espang ab.
1987-12-31 - 1988-01-01: auf Jausengrube, Kreuzbergungsversuch; "Die Einzelteile des Kreuzes waren damals mit dem Wandrer Gipfel Buch Duplikat eingeschneit und zusätzlich von Lawinen verschüttet." Sonne Gämsen Höhlen Biwak gegenüber vom Unteren Weißrinnspitz am Grimming Südgrat, ein guter Rutsch im neuen Jahr sorgte für den Abschied vom Berg. 1988-04-06: auf ab Deamlern Weißrinne Unterer Weißrinnspitz Vorgipfel
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FRIEDRICH STEINBERGER > > 1918 - 04-03-1988 ABSCHIED WEISSRINNSPITZ
Wenn wir Dir auch die Ruhe gönnen,
Ist voll Trauer unser Herz.
Doch leiden sehen und nicht helfen können
Das war unser größter Schmerz
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  12-04-88: auf Espang Jausengrube, eine Kreuzbergung war nicht möglich denn die Jausengrube war mit Lawinenschnee nicht nur voll sondern bereits übergelaufen. Abbruch der westseitigen Besteigung der Unteren Weißrinnspitze wegen Neuschnee. ab Espang.
 
UNTERER WEISSRINNSPITZ >
Das erste Gipfelbuch wurde im Jahre 1934 von Öblarner Bergsteigern hinterlegt,
wegen seines schlechten Zustandes wurde es 1970 erneuert.
Es kommen und gehen die Menschen
Aber ewig stehen die BERGE.

FELSKASKADEN beim Blick nach unten
Hoch oben ragt der Schartenspitz,
Wahrhaftig Schönes habe ich gefunden
Auf diesen kühnen Adlersitz Helmut Adam
  auf Hamburgerkamin, Gipfelbuch Hinterlegung im Auftrag des ÖAV Sektion Stainach durch: Egon Sternad, Herwig und Helmut Adam ÖBRD Pürgg, 1970-07-11 Zur Erinnerung, an unsere bereits legendär gewordene Gipfelbuchhinterlegung vor fast einem Jahr, die aus gewissen Gründen die Kletterer kamen weit später als vereinbart zurück und man hatte bereits Schlimmes befürchtet einiges Aufsehen erregt hat. auf ab Hamburgerkamin: Egon Sternad, Herwig Adam ÖAV ÖBRD, 19710626
auf Hamburgerkamin ab Nordflanke: Heli Zefferer ÖAV HG Gröbming, Hans Gruber ÖAV HG ÖBRD, 1971-09-21
auf ab Hamburgerkamin: Hans Zeman, Peter Krainz, R. Kraxner, 1980-07-30
auf NO Wand: Erich Traumuger, Franz Gemayer HG, 1981-08-18
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  1988-06-11: Freitag auf Deamlern Weißrinne Unterer Weißrinnspitz ab Sonne Weißrinnbiwak. Mein Vorhaben war, gleich wie am Schrein, dem Wandrer Gipfel Buch eine ständige Heimstätte zu geben, doch auch am Weißrinnspitz war bereits ein Gipfelbuch. Vom Weißrinnspitz aus war die Jausengrubenanhöhe bereits ohne Schnee zu sehen, die Zeit für das letzte Teilstück der Talfahrt des alten Grimming Kaisergipfelkreuzes war reif geworden.
 
O MENSCHENHERZ was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborener,
Kaum gegrüßt verlorener,
Unwiederbringlicher Augenblick Nikolaus Lenau >
1988-06-12: Samstag ab mit dem Wandrer Gipfel Buch Deamlern Sonne.

KRIPPELBERG 351m bei Schattendorf in Burgenland
6. Wandrer Gipfel Buch Station 13-06-88 - 13-08-88 
>
1988-06-13: Wandrer Gipfel Buch Hinterlegung:  Stefan Schefberger, Josef und Maria Trimmel, Anna Bernhardt
19880707-08: Aufstellung des alten Grimming Kaisergipfelkreuzes mit Josef Schefberger > >

Kreuz Tafelinschrift und Legende
1903-03-01:  Angefertigt von Rudolf Wolf aus Untergrimming.
  Es wurde zum 55. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef von den Bürgern der steirischen Gemeinden Pürgg und Neuhaus, am Grimminggipfel in 2351m Höhe aufgestellt, unter ihnen war auch Herr Adam, der Vater des Mannes, der diese Informationen den Kreuzaufstellern gab.
  • 1954-09-05:  Es musste das alte Kreuz einem neuen weichen und wurde in einer Felsspalte abgelegt wo es 31 Jahre später gefunden und geborgen wurde.
  • 1985-08-03:  Gefunden von Bruno Mayer und Stefan Schefberger am Grimminggipfel, Bruno Mayer hat es verkleinert wieder hergestellt und im Juli 1988 von der Steiermark in das Burgenland gebracht, als verbindendes Glied dieser zwei Bundesländer, hier am Krippelberg aufgestellt und am 13.08.1988 geweiht.
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Zufälle
  Der Tag der Kreuzeinweihung war der 186 Geburtstag von Lenau >  13-08-1802 - 22-08-1950, dem die Feierstunde gewidmet wurde. Die Höhendifferenz zwischen dem Grimming 2361m, und dem Krippelberg 361m, beträgt genau tausend Höhenmeter.
GRIMMING BERGHELDENGEDENKEN
  • 1900-05-06: Alpine Sonderleistung, Pfandl besteigt mit einem Bein mit Maischberger durch die nördliche Schneegrube den Grimminggipfel.
  • 1944-10-00: Hanni Krenn, Pürgg hatte vor der Einberufung als Luftwaffenhelferin den Grimming bestiegen und ist seither verschollen.
  • 1948-06-20: Bergführer Reesch und Bergretter Mayer verunglückten bei einem Bergrettungseinsatz am Grimming tödlich.
  • 1965-09-19: Schartenspitze- Gipfelkreuzaufsteller Jürgen Ewers tödlich abgestürzt und seine Braut, Trude Umshaus erfroren.
Die Öblarner Dichterin Paula Grogger wurde mit ihrem Roman Grimmingtor bekannt.

KRIPPELBERG >
  Nach getaner Arbeit im Weingarten eine kurze besinnliche Rast am Krippelbergkreuz. Maria und Wilhelm Grasl, 1988-07-11
1988-08-13: um 11:00. Gipfellesung mit dem WANDERER, der Öblarner Bergmusik > im Gedenken an Nikolaus Lenau, Kreuzweihe durch den Pfarrer von Schattendorf. Abgang mit dem Wandrer Gipfel Buch
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AN DEN TOD
Wenn`s mir einst im Herzen modert,
Wenn der Dichtkunst kühne Flammen
Und der Liebe Brand verlodert,
Tod dann brich den Leib zusammen!

Brich ihn schnell, nicht langsam wühle;
Deinen Sänger lass entschweben,
Düngen nicht das Feld vom leben
Mit der Asche der Gefühle. Lenau >
DAS KRIPPELBERGLIED > >

  Ich habe heute eine Radtour von Wiener Neudorf nach Schattendorf zum Krippelbergkreuz 58km in 2,5 Std unternommen, um die möglicherweise später rostenden Schrauben an der Kupfertafel mit der Kreuzlegende, auszutauschen. Wegen Gewitterregen Übernachtung in Schattendorf. Stefan Schefberger, 19880825
  1988-10-16: Dankwanderung mit dem Modell des Gipfelbuch - Behälters. In den Weingärten ist Lesezeit, die Schatten der Nacht dehnen sich, der Umlauf nach dem ewigen Gesetz nach dem wir angetreten sind und abberufen werden. >
  1989-02-26: Montage des Gipfelbuch - Behälters, Stefan Schefberger, Bruno Mayer Rundgang um den Krippelberg und Rast beim Krippelkreuz Fam. Trimmel Johann, Fam. Trimmel Josef mit Verenz, Fam. Bernhardt Rudolf, 1989-04-16 / Friederike und Stefan Schefberger, 1989-04-19 / Stefan Schefberger, >, 1989-04-22 / Wieder eine kurze Rast beim "Krippelkreuz", ein Dankeschön für diesen schönen Platz, Maria und Wilhelm Grasl, 1989-06-26 / 1989-04-16 Stefan Schefberger, >, 1989-11-25 / Josef Grafl uns sein Enkerl Markus Hausmann, 1990-02-24 / >, 1990-02-24.

GOTT gibt uns die Nüsse, knacken müssen wir sie selber Goethe >
 
Vorbei die karge Winterzeit Stefan > 1990-02-24
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Die Reben stehen voll in Saft Stefan > 1990-08-11 08:00
Viele Menschen auf der Welt
Streben nur nach Ruhm und Geld,
Haben sie beides dann erworben,
Bald sind sie davon verdorben.
Ruhm und Geld sind wie Blumen im Spiegel und Sterne im Wasser.
Auf dem Weg zum Geschriebenstein 1990-09-15 12:00 >
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GROSSER KNALLSTEIN 2599 m >
Das Wandrer Gipfel Buch AM KNALLSTEINGIPFEL BILD: 21
7. Wandrer Gipfel Buch Station 11-02-89 - 12-08-89 Schladminger Tauern
  Sehr lohnendes und empfehlenswertes Ziel, im Spätwinter und Frühjahr beliebtes Skiziel. Hervorragend schöne Nahblicke zum Tauern - Hauptkamm. Führer Niedere Tauern von >, 4. Auflage, 1982. Im Jahre 1985 mit dem Karl Reiterer Berggedenken am Poesieberg Grimming, bekam ich von Herrn Johann Putz aus St. Martin am Grimming, Aufzeichnungen von Gipfelsprüchen aus dem Gipfelbuch des Großen Knallstein´s, es war meine erste Bekanntschaft mit diesen Berg.
  Kleiner Knallstein Karlspitz, selten besuchte Gipfel. Vom Großen Knallstein am Verbindungsgrat über Steigspuren erreichbar. Abstiegsmöglichkeit zur Strickeralm und ins Sölktal. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 1982

DAS KNALLSTEINLIED > > >
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EIN TRAUM IM TRAUM >  >
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Träumt nicht euer Leben, >

HYPERION REFLEKTIONEN >
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ZINKWANDGIPFEL 2442 m 8. Wandrer Gipfel Buch Station 17-09-89 - 15-06-90 Johann > 
ZINKWANDGIPFELKREUZ im Winter; BILD: 22 Wandrer Gipfel Buch MIT ZINKWANDGIPFELKREUZ;
DAS Wandrer Gipfel Buch AM ZINKWANDGIPFEL Blick zum Vetternspitz im Frühling;  BILD: 23 
  Erhebung des Hauptkammes südwestlich der Keinprechthütte, früheres Bergbauzentrum. Ein unter der N - Wand beginnender Stollen eines ehemaligen Bergwerkes führt durch den Berg in die S - Wand. Vorsicht beim Betreten, Steinfallgefahr! Im Stollenbereich an vorgelagerten Abraumhalden bestehen Mineralfundmöglichkeiten Rotnickelkies, Fahlerz, Hämatit, Speiskobald und Malachit. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82.

ZINKWANDGIPFELBUCH Kreuz Legende
  Am 1975-10-04 stürzten Albert Kessler und Herbert Gruber in der Zinkwand ab. Ihnen zum Gedenken wurde dieses Gipfelkreuz am, 1976-07-17 von ihren Bergkameraden errichtet. Hans Fingerlos, Günther Luftenegger, Richard Fuchsberger, Peter und Gerd Klammer, Reinfried Bauer, Ewald Rossmann und Georg Santer.
Das ist der Kameradschaft tiefster Sinn,
Dass einer dem anderen Stütze sei
Auf dem Weg ins ewige zu Haus. Pater Alfred Gruber

Hoch auf dem Felsen noch beim Eis
Nahe dem Licht der Sterne
Blühst du holdes Edelweiß
Allen andren Blumen fern
Fern aller Frühlingsluft
Einsam an der Felsen Brust. Johann Drinker Weißbriach, 1981-06-27
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  • 1989-09-17: Freitag Am Zinkwand Gipfel war ich inmitten eines gewaltigen Kampfes zwischen Wind, Wolken und Sonne. Eine kurze Zeit kam die Sonne durch und unter einen geschlossenen Regenbogenkreis war die Keinprechthütte zu sehen. Ein Naturereignis wie man es wahrscheinlich nur einmal erlebt. Wander Gipfel Buch Aufstellung >
ABSCHIED JOHANN PLODER >
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Ein Vogel singt und fragt nicht wer ihm lauscht
Die QUELLE rinnt und fragt nicht wem sie rauscht. 1989-10-27
       
FREUDEN die zu Hause wohnen Suche nicht in fernen Zonen. 1990-06-02
Hinaus, hinaus und fragt nicht viel, mit frohen Sang und SAITENSPIEL.

Abstieg mit dem Wandrer Gipfel Buch zum Zinkwandstollen 15-06-90
 Ein Jauchzen schallt zum Himmelszelt,  vor lauter Freud in dieser BERGESWELT. 1990-07-07
 
Im Turm des Reimes spricht ein Dichter

Des Menschen Todesurteil als Richter:
Die Natur kann nur bestehen
Wenn wir alle zugrunde gehen.
Doch der Mensch? Bedenk´ es nur
Ist auch ein Wesen der Natur.
Auch wenn die gift´gen Stäube wehen.
Die Schöpfung wird es überstehen,
Besser wär´ es durch das Dichten,
Nur über Schädlinge zu richten. Änderung So. 2008-01-20
1990-08-05 / 1991-11-03 Sonntag auf ab Ostgrat  Sonnenaufgang am Gipfel.
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Aus Tränen wächst ein FRIEDE
Und blüht über der Seelenlandschaft,
Um als Tau der Demut hernieder zu fallen >
ZINKWANDSTOLLEN
  Eine unterirdische Verbindung zwischen Steiermark und Salzburg  "9. Wandrer Gipfel Buch Station 15-06-90 - 12-08-90" Glück auf und Grüß Gott werter Besucher! Der Lehrpfad durch die Zinkwand und im Vetternstollen soll die noch vorhandenen Spuren des Bergbaues in den Schladminger Tauern sicherstellen und der Nachwelt erhalten.   Die Höhlenforscher des ÖAV Schladming, unterstützt vom Rotary Club Schladming, arbeiten mit viel idealistischem Einsatz an dieser Anlage, wir ersuchen um ihr Verständnis, bitte beschädigen und zerstören sie nichts.
 
ZINKWANDBIWAKBUCH 2400 m ZINKWANDBIWAK Eingang Süd BILD: 24
In der Stille der BERGE findet
Das Glück des Herzens seinen Halt. Glück auf Toni Streicher, 29/30-07 - 1880-07-29.-30.
  • 1989-08-16: auf Hopfwiesen Biwak 16.08.89: auf Keinprechthütte 1872m- Zinkwandstollen 2400 m Durchschreitung Zinkwandgipfel Wander Gipfel Buch Hinterlegung ab Hopfwiesen.
Wer mit der Muskete die Heimat behütet, ist Soldes wert,
Wer mit der Feder GEISTESFUNKEN brütet, ist Goldes wert.
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  • 1989-09-16: Freitag Nach dem Begräbnis von Hans Ploder Fahrt nach Tamsweg Weißbriach auf Untere Abrahamhütte Znachtal Greimeisteralmbiwak.
  • 1989-09-17: Samstag auf Engelkar Dippmannsstollen Begehung- Vetternscharte Holzschartl- Westgrat Anstieg mit dem Wandrer Gipfel Buch und Hinterlegung am Zinkwandgipfel Zinkwandbiwak. Mittel
Leg all deine Sorgen in ein Grab
Und greife froh zum WANDERSTAB.
  • 1989-09-18: Sonntag ab Knappenkar Sonne 19891026: Donnerstag auf Dicklerhütte Lahnbrücke Knappenkar Zinkwandbiwak.
Auf zu den kühnen BERGESHÖ'N,
Wo auf Gipfeln Gämsen steh´n.
  • 1989-10-27: Freitag auf Zinkwandgipfel über den vom Stollenausgang Nord nach oben führenden Riss vorbei an Römerstollen zum Westgrat Gipfeltag bei Sonnenschein
Stille ist die größte OFFENBARUNG.
ab Westgrat Begehung des umfangreichen Zinkwandstollensystemes Zinkwandbiwak.
  • 1989-10-28: Samstag Vetternscharte, nördliche Umgehung der Vettern und Engelkarspitze Hading Znachspitze Znachsattel Ahkarscharte Steirische Kalkspitze Oberhüttensee Seekarhaus Radstätter Tauern Sonne
  • 1990-04-29: Sonntag auf Hopfwiesen Keinprechthütte Holzschartl Knappenkar Zinkwandbiwak
Bescheidenheit, nicht Ruhm und Macht
Ist, was den Menschen Glücklich macht.
  • 1990-04-30: Montag Nach dem vergeblichen Versuch den zugewehten Nordausgang freizumachen verbrachte ich den Tag in der Knappenschmiede Mittel 1990-05-01: Dienstag auf Knappenkar- Holzschartl- Keinprechthütte Hopfwiesen. Mittel
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  • 1990-06-02: Samstag, von der Unteren Abrahamhütte mit dem Fahrrad und einer alten Harmonika Znachtal Greimeisteralm Knappenkar Zinkwandstollen Durchschreitung Zinkwandgipfel über den vom Stollenausgang Nord nach oben führenden Riss vorbei an Römerstollen zum Westgrat Zinkwandgipfel Ostgrat, zufälliges Zusammentreffen mit den ÖAV Höhlenforscher Schladming, Toni Streicher mit seinen Kameraden. Geburtstagsfeier Vierzig Jahre Toni Streicher, Getränkeverbrauch; fünf Liter Schnaps, zwei Liter Rum mit dreißig Liter Wasser Uiehharmonika Hinterlegung Biwak.
  Wer oft im Freien nächtigt weiß den Wert einer Biwakherberge zu schätzen, ein Dankeschön denen die mit Idealismus und Fleiß diese Unterkunft errichtet haben. 1990-06-03: Pfingstsonntag auf Brettscharte ab Zinkenkar Greimeisteralm. Grausam
  • 1990-06-14: Donnerstag Fronleichnamstag, von der Unteren Abrahamhütte mit dem Fahrrad Znachtal Greimeisteralm auf nach einen Wolkenbruch mit Hagel gab es eine Aufhellung, links weglos über eine idyllische Landschaft mit Steilstufen und Furten zum zugefrorenen Knappenkarsee  Zinkwandstollen Biwak
Du lieber warmer Sonnenschein
Um fächle meine Wunden
Durch dich will ich gesunden.
  • 1990-06-15: Freitag, Zinkwandstollen Durchschreitung über den vom Stollenausgang Nord nach oben führenden Riss vorbei an Römerstollen zum Westgrat Zinkwandgipfel Abstieg mit dem Wandrer Gipfel Buch und Hinterlegung in der großen Zeche Eingang von der Knappenschmiede Biwak
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TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?
  Schweißgebadet wachte ich nach einem Alptraum, in dem ich als Scheintoter in einem Sarg lag um 01:00 auf, mir war es als hätte ich ein Geräusch gehört. Ich verkroch mich wieder in den Schlafsack, doch kaum lag ich zehn Minuten bewegungslos, da hörte ich das Geräusch wieder. Mir wurde angst und bange wie noch nie zuvor in meinem Leben, ich wagte es kaum mehr zu atmen.
  Vor dem Einschlafen hatte ich eine zuvor aus einer Gaskartusche angefertigte Laterne, neben mich auf die Brettunterlage hingestellt, ich bildete mir ein dass sich die Laterne bewege und das unheimliche Geräusch erzeuge.
  Die Bergknappen die einst hier nach Erzen schürften, kamen mir in den Sinn, unten im Knappenkar sieht man noch teilweise die Grundmauern der Knappenhäuser. Auch im Winter werkten die Bergleute in den Gruben, Stollen und Zechen, von den Knappenhäusern führte ein lawinensicherer überdachter Steinmauergang "Schneekragen" zu den Zinkwandbauen, die Steinmauern davon sind noch zur Gänze erhalten.
  Eigentümliche Gedankengänge die in meinem Unterbewusstsein geschlummert hatten, Erzählungen von Spukgeschichten, von Toten die ihr Ableben andernorts gemeldet hatten, von Wahrsagern, Hellsehern, Hypnotiseuren und von der Reinkarnation durch ein menschliches Medium, kamen mir in den Sinn.
Seemanns Abend >
  Einst, bei einem geselligen Seemanns Abend, auf dem Motorschiff, Luciana> während einer Ostseefahrt, überkam mich ganz plötzlich ein unerklärlicher Anfall von Kummer und Leid. In Helsinki erreichte mich Vaters Brief, den er mir kurz vor seiner lebensbedrohlichen Magenoperation, geschrieben hatte. Datum und Uhrzeit dieses Schreibens ergaben eine Übereinstimmung mit dem Zeitraum meiner Traurigkeit.
  Jetzt ist mein Karl tot, schrie die Mutter entsetzt, sie hatte die letzten Gedanken, des im Rußlandkrieg sterbenden Sohnes, gefühlt. Vielleicht aber war ich durch das Verlieren einiger mir nahestehenden Menschen für das Jenseitige sensibilisiert? Gedankenübertragungen begreife ich, doch Stimmen aus dem Schattenreich melden sich nur mehr in Träumen.
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  Es war eine lange Nacht mit Furcht und Grauen; sobald ich auch nur einen Finger bewegte hörte auch schlagartig das eigenartige Geräusch auf und ich erschauderte dabei. Irgendwann hat mich dann ein Schlaf artiger Zustand übermannt. Am Morgen wollte ich vorerst meine nächtliche Spuk Erscheinung als Traum verdrängen, jedoch dann erinnerte ich mich ganz genau, dass ich mit der Taschenlampe auf die Uhr gesehen hatte und es genau ein Uhr war.
   Nun bei Tageslicht war ich befreit von den nächtlichen Depressionen, die zu Atemnoterscheinungen in dem gänzlich zugezogenen Biwaksack, geführt hatten, doch die ungewöhnliche Nacht forderte ihr Attribut. In der Felsnische vor dem Biwak legte ich mich hin um von der nächtlichen Pein auszuruhen, der Schlaf blieb mir dabei jedoch versagt.
  Das einzigartige Schauspiel des Erwachens der Natur im Gebirge mit all seinen Reizen war voll im Gange. Die Bergdohlen aus der Vogelkolonie in der Zeche unter der Knappenschmiede, die gleichfalls wie die Felsnische im Grimmingtor Bogen ganzjährig von den Vögeln belegt ist, segelten schon geschäftig durch die Lüfte vor der Zinkwand und pickten neben mir Brotbrösel auf.
  Schon hoch am Horizont stehend kam die Sonne über der Zinkwand zum Vorschein und wärmte mich mit all ihrer Kraft, da habe ich plötzlich etwas vernommen. Ohne meine Augäpfel zu verdrehen, sah ich links von mir die kleine Maus, die mir die nächtliche Schreckensangst beschert hatte, auch sie genoss die wärmenden Sonnenstrahlen.
  Auch die Eigenartigkeit des Geräusches fand durch die abgenagten Riemen meines Kletterhelmes eine Erklärung. Beim Abnagen der Riemen durch die Maus, hat sich der Helm bewegt und dabei dieses eigenartige Geräusch verursacht.

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  • 1990-06-16: Samstag, ab Knappenkar auf Engelkarspitze ab Engelkar- Greimeisteralm Sonne
  • 1990-06-29: Freitag auf Greimeisteralm- Engelkar Biwak.
  • 1990-06-30: Samstag auf Knappenkarturm- Westwandbesteigung mit einem Aluminiumrohr- Gipfelkreuz, Gipfelkreuzaufstellung am Knappenkarturm ab Knappenkar- Zinkwandstollen - Brettscharte- Zinkenkar- Greimeisteralm Sonne
Fremder Trost ist gut, doch besser ist der eig´ne MUT.
  • 1990-07-06: Freitag auf Ursprungsalm Giglachseen Vetternscharte Knappenkar Zinkwandbiwak, die Biwakmaus rannte mir bei der Nachtruhe über das Gesicht.
Wer durch ABWESENHEIT glänzt, verblasst bei Anwesenheit.
  • 1990-07-07: Samstag auf Durch den Zinkwandstollen in die Steiermark, dreißig Zentimeter Neuschnee, Ostgrat Zinkwandgipfel ab Ursprungsalm wie beim Anstieg Mittel
  • 1990-07-21: Samstag auf Hopfwiesen- Keinprechthütte Zinkwandbiwak
NATURGESETZE richten ohne Richter. So. 1990-07-20 >
  • 1990-07-22: Sonntag auf Brettscharte- Brettspitze ab Hopfwiesen Sonne
  • 1990-08-03: Mit Stefan Schefberger, auf Hopfwiesen- Keinprechthütte, Nächtigung. 04.08.90: auf Zinkwandstollen Knappenkar Knappenkarturm
AM KNAPPENKARTURM 2240 m

Hier auf diesem Höhenrücken
Kann Herz und Seele sich erquicken
An aller herrlichster Natur,
Von Hass und Zwietracht keine Spur.
Hier zählt einzig so scheint es
Die Nähe eines guten Freundes.
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Man grüßt im Geist - die, die Daheim geblieben
Für sie sei dieser Gruß geschrieben.
Meine Friederike ist es für mich:
Mein lieber Schatz ich grüße dich.

Heute noch auf stolzen Höh´n
Morgen muss es abwärts geh´n.
Hinab in eine Welt voll Hader und Hass,
Da macht das Leben kaum noch Spaß.
Man kann nur mehr bergwärts schau´n;
Und sich an der Natur erbau´n. Stefan >

Zinkwandbiwak Eine Wunde die ein FREUND schlägt, heilt nicht. Kongolesisches Sprichwort
  • 1990-08-05: auf Zinkwandgipfel Zinkwandstollen Knappenkar Vetternscharte Vetternkar Mursattel Duitsitzkar Hopfwiesen Sonne
Der Blick auf den See und die Höhen,
Lässt die Sonne im Herzen wachsen.
Meine Gedanken verlieren sich
Und ziehen wie die Wolken. Bibi Mayer Mursattelbuch
  • 1990-08-06: Montag, Führung durch die Hopfwiesen Bergbaue. Das Erz blüht an den Felswänden aus, das war ein Anhaltspunkt für die Erzsucher der Vergangenheit einen Hoffnungsstollen zu stemmen.
  • 19900807: Dienstag Lackneralm Knappenkreuz Mursattel Murspitze Giglachalmspitze Rotmandlspitze Sauberg Zinkwand mit Regen und Schneebiwak
Herr, du stehst zu den Werken, die du einmal begonnen hast.Vollende auch meine Unvollkommenheit. Augustinus
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  • 1990-08-08: Mittwoch weiter Brettscharte Falkenscharte Graunock Lignitzhöhe Zirbenboden Biwak.
  • 1990-08-09: Donnerstag weiter Trockenbrotscharte Samspitze Sandspitze Elendberg Knappenkar auch hier war ein Bergbauzentrum mit Schneekragen Grubachkar ab Wasserfallrinne Eschbachalm.
    1990-08-11: Samstag, ZINKWANDSTOLLENWANDERUNG MIT BERGKNAPPENGEDENKEN auf Eschbachalm Duitsitzkarhütte Keinprechthüttennacht. Der nächtliche  Abgang der Schladminger Höhlenforscher mit Grubenlichtern zum Zinkwandbiwak war ein eindrucksvolles Lichterspiel.
  • 1990-08-12: "Sonntag, Zinkwandstollen 11:00 Lesung mit der Öblarner Bergmusik> in der Großen Zeche und in der Knappenschmiede, Siegfried Royer Bibellesung, Vortragende: Toni Streicher ÖAV Höhlengruppe Schladming, Peter Kohlenprat IG Lagerstättenforschung Lungau, Bernd Locher Feengrotte Thüringen, Johann Glavanovits Gastgeber Geschriebenstein 1991 und 1996, Abgang mit dem Wandrer Gipfel Buch"
DAS ZINKWANDLIED  >

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  • 1990-11-02: Freitag Allerheiligen auf Dicklerhütte Greimeisteralm. Ein gebürtigen Knittelfelder der in München lebt, hatte in der alten Greimeisterhütte übernächtigt, mit diesem jungen Mann setze ich die beschwerliche Wanderung im Tiefschnee zur Zinkwand fort. Diese Partnerschaft war für uns beide von Vorteil, denn wir konnten uns in der anstrengenden Spurarbeit bei dem dichten Schneegestöber ablösen. Schneesturm Biwak
Glücklich ist wer nie verlor im Lebenskampf den HUMOR.
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  • 1990-11-03: Samstag ab Greimeisteralm Dicklerhütteneinkehr. Schlecht
  • 1991-11-02: Samstag auf Untere Abrahamhütte Znachtal Greimeisteralm Biwak.
  • 1991-11-03: Sonntag auf Ostgrat Sonnenaufgang am Zinkwandgipfel ab Greimeisteralm Znachtal Untere Abrahamhütte Sonne
GESCHRIEBENSTEIN  10. STATION 10-08-91 - 11-08-91
GESCHRIEBENSTEIN Gipfelturm BILD: 25
GIPFELTURMTURMLEGENDE
  Im Jahre 1912 wurde auf Anregung des Notares Ladislaus Gullner eine Aktion gestartet, die sich zur Aufgabe setzte, auf dem Geschriebenstein eine aus Stein zu bauende Aussichtswarte zu errichten. Die Planung und Ausführung des Baues wurde dem Baumeister Josef Varga übertragen. mit der Unterstützung der Gemeinde Rechnitz hat Ladislaus eine Sammlung eingeleitet, die vom damaligen Innenministerium genehmigt wurde. Mit einer großem Festlichkeit wurde der Aussichtsturm am 8. Juli 1913 vom Herrn Dechant Matthias Heisz aus Lockenhaus eingeweiht.
GESCHRIEBENSTEINGIPFELBUCH
Die Eintragungen sind zu 95% in ungarischer Sprache.
In der österreichischen und ungarischen EINHEIT,
Liegt viel gemeinsame Kraft, um sich einander
Zu ehren und glücklich zu begegnen.
Hartyani Jozief Budapest, 1991-08-18 Übersetzung von Rudolf Rossny Kollegium Hungarikum
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SCHIRMHERR - BIOGRAPHIE August >
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  • 1991-08-10: Samstag Wandrer Gipfel Buch Hinterlegung auf ab Passhöhe Sonne 11.08.91: Sonntag FRANZ FALUDI > 1704 - 1779 GEDENK - WANDERUNG AN DEN PRIESTERDICHTER MIT DER ÖBLARNER BERGMUSIK> auf ab Falludital ab mir den Wandrer Gipfel Buch.
Ansprache des Schirmherrn August Krainer auf dem Geschriebenstein August >
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Faludi oder Németújvár > 2002-06-24
  Péter Bokányi. Zur Eröffnung der Lesung der "Literatur Schule: Begegnung mit Ungarn" Collegium Hungaricum Gestatten Sie mir bitte, über Ferenc Faludi, einen Dichter aus dem Komitat Vas, einen Meister der ungarischen Literatur zu erzählen. Faludi erblickte das Licht der Welt im Jahre 1704 in Németújvár. Er studierte in Köõszeg und wurde Jesuit. Er war Universitätsprofessor in Graz, Pozsony, Bécs und Nagyszombat, unterrichtete im Pasmaneum in Bécs, und als Seelenhirt diente er in Pest und Rom seiner Kirche – in vorgerücktem Alter lebte er in Rohonc, wo er 1779 verstarb.
  Und jetzt erlauben Sie mir über einen im Burgenland geborenen österreichischen Dichter, Franz Faludi zu erzählen. Franz Faludi wurde in Güssing geboren, studierte in Güns, wurde Jesuit, war Universitätsprofessor in Graz, Wien und Preßburg, unterrichtete in Wien, dem Pasmaneum, und diente als Seelenhirt in Pest und Rom seiner Kirche – im vorgerückten Alter lebte er in Rechnitz, wo er 1779 verstarb.
  Die zwei Dichter sind ein und derselbe. Ob wir von Franz Faludi oder Faludi Ferenc, von Güssing oder Németújvár, Rechnitz oder Rohonc sprechen, hängt allein davon ab, auf welcher Seite der österreichischen Grenze wir stehen. In Rechnitz, dem in der Fortsetzung der Faludigasse verborgenen Faludital, oder in der Faludi Ferenc utca in Szombathely, oder vielleicht im Faludi Ferenc Kulturzentrum in Körmend. Die Gestalt und das Werk des im 18. Jahrhundert lebenden Ferenc Faludi sind gemeinsame Teile der Vergangenheit, Tradition und Kultur der beiden Länder.
  Pater Faludi sitzt nun also da oben im Himmel und schaut verständnislos auf uns herunter. Schon das ganze 20. Jahrhundert erfüllte ihn mit Schreck, und er beobachtete verblüfft und traurig, wie unsere einheitliche Kultur durch Grenzen, ideologische eiserne Vorhänge aufgeteilt wurde. Und heute, am 24. Juni 2002 hört er völlig überrascht, dass die ungarische Literatur in Wien – aber auch die österreichische Literatur in Budapest – einer Vorstellung bedarf. Ich lebe mit meiner Familie in Kõöszeg. Ich schaue jeden Tag auf den Gipfel Geschriebenstein, das Wahrzeichen der Stadt hinauf. Er könnte mit seinem Aussichtsturm vielleicht das Emblem des Schicksals der einstigen, selbstverständlicher Weise gemeinsamen Kultur sein. Die österreichisch ungarische Grenze schneidet den Aussichtsturm des Írottköõ entzwei. Der eine Teil des Gebäudes fällt auf österreichisches, der andere Teil auf ungarisches Gebiet. Trotzdem ist das Bauwerk eins, es ist statisch nicht zu trennen. Ja, wir können also auch hinsichtlich der Kultur etwas Gleiches fühlen. Die zwei Nachbarvölker verfügen offensichtlich über eine selbstständige, eigene Kultur, aber diese zwei selbstständigen Kulturen sind – trotz des zeitweise grotesken Spiels der Geschichte – an zahlreichen Punkten verbunden. Diese Verbindung der zwei Nachbarkulturen entspringt also der fernen Vergangenheit – und hoffentlich können wir auch in der Zukunft noch lange darüber sprechen. Dazu tragen Projekte des ÖKS wie dieses und die Lesung heute Abend bei. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

DER MORGEN

Jäh vom Schlafe auferstanden
Rötet sich der Morgen scheu,
In den Blumengärten fanden
Wir den Morgentau auf´s neu.

Und Frau Luna geht am Himmel,
Wandelnd durch das Zelt der Nacht,
Durch der Sterne hell Gewimmel,
Löscht sie aus, eh du`s gedacht.

Lass mich nun von Wundern träumen:
Von der Blumen bunter Zier,
Aber auch von Gräsern, Bäumen,
Alles schenkt Panona dir.

Herrlich ist des Morgens Kommen,
Neu wird alles feierlich,
Finsternis enteilt beklommen,
Und die Wälder regen sich.

Munter schüttelt ihr Gefieder
Die erwachte Vogelschar,
Und es schallen ihre Lieder
Aus den Kehlen rein und klar.

Wenn den Tau im Morgenfieber
Tausend Perlen bunt entblüh´n
Ziehen gold´ne Haare über
Alabaster Schultern hin.

Heimlich legt der Vogelfänger
Seine Ruten also bald
Und bestrickt die Liedersänger
Pfeifend aus den Hinterhalt.
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Drossel, Specht und Elster fliegen,
Vögel singen insgeheim,
Matyas sieht die Rut´ sich biegen
Wieder ging was auf den Leim.

Kühl ist´s noch, da tritt der Pilger
Bußbereit die Wallfahrt an,
Doch der Schmied in heißer Werkstatt
Schwitzt was er nur schwitzen kann.

Phöbus hebt vom Meer den Wagen
Gibt dem Tageslauf den Schwung,
Kreisend geht der Morgen wieder,
Ewig bleibt der Himmel jung.

And´re Ding die Menschen treiben,
Wenn die Sonne sich erhebt!
Dichter euch in Versen schreiben,
Wie den Morgen sie erlebt. >
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AUGUST KRAINER ABSCHIED  August > > 
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FRÜHLINGSERWACHEN DER WÜHLMÄUSE WOLKENGRUBE 11. Wandrer Gipfel Buch Station 11-04-92 - 12-08-92
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  • 1992-04-12: Sonntag auf Grimming- Südgrathöhle ab Espang Sonne
  • 1992-08-11: Dienstag auf Espang- Wolkengrubenbiwak nach der erfolglosen Wandrer Gipfel Buch Suche
  • 1992-08-12: Mittwoch, Fortsetzung der Wandrer Gipfel Buch Suche, unter der Schneedecke hat ein niedergedrückter Laubwald geschlummert, die Bäume hatten sich wieder aufgerichtet und bedeckten die gesamte Wolkengrubeniederung, erst von einer Anhöhe aus sah ich die Zwillingstanne auf Jausengrube Wandrer Gipfel Buch Hinterlegung Sonne
JAUSENGRUBENANHÖHE 4. Wandrer Gipfel Buch Station 19-08-87 - 26-10-87  und 12-08-92 - 15-08-92
  • 1992-08-15: Samstag auf ab Espang, Wanderung zum Grimmingtor >
Das Wandrer Gipfel Buch EIN ZWEITES MAL AUF DER JAUSENGRUBENANHÖHE Franz Deibinger, > BILD: 26

  Abstieg mit dem Wandrer Gipfel Buch die Schirmherrschaft übernahm der mit dem Fahrrad aus Gratwein angereiste 79 jährige Franz Deibinger, ein alter Wanderfreund. Stefan Klingelhuber spielte mit der Öblarner Bergmusik den von ihm für diese Feier komponierten Grimmingtorjodler  Sonne
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TONI ADAM GEDENKEN GRIMMINGTOR >
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Leben ist oft harte Pflicht,
Alltag oftmals Einerlei.
Deshalb such´ die Bergwelt auf,
Nur die Berge machen frei. Toni >
 
WAIDHOFSEE
> 12. > Station 17-08-92 - 03-07-93  DER WAIDHOFSEE bei Öblarn

Nun liegst du vor mir in deiner stillen Klarheit,
Silbern schimmert es auf, dein Grund ist rein wie Wahrheit.
Von Felsen versteckt, dein Ufer mit einer großen Blumenzahl,
Am anderen vom Schnee bedeckt, nährt dich vom Fels der Wasserfall.
Nichts bricht die besinnlich´ Ruh´, bloß die Wellen rauschen,
                 Was ich denke, was ich tu? Mit meiner Seele lauschen! >
  • 1992-08-17: Montag auf Rosensteinergraben- Waidhofsee Wandrer Gipfel Buch Hinterlegung Biwak Sonne
  • 1992-08-18: Dienstag weiter Waidhofspitze Dornkarspitze Steinkarspitze Mörsbachspitze Stadelfirst Lämmertörlkopf Hangofen Biwak Sonne Gipfelkreuzweihe ÖAV Öblarn, am 31-12-1984
Es ist egal welchen BERG man besteigt,
Oben wird man immer weiter sehen. Reinhard Kar
  • 1992-08-19: Mittwoch weiter Kühofenspitz Gumpeneck Jauereck Öblarn Sonne
  • 1993-04-09: Karfreitag auf Sonnberg Starzenalm Biwal Sonne
  • 1993-04-10: Karsamstag weiter Karlspitz Totenkarspitz
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Eisenkreuz mit einer Holztafel Zum Gedenken an den Revierjäger Leonhard Walcher,
der am 15. Dezember 1927 vom Wilderer erschossen wurde. 1990 Renoviert Arsinger
Das Originalkreuz war aus Holz die Aufschrift lautete
Vom WILDERER meuchlerisch ermordet. Quelle Toni Streicher Schladming
  Waidhofspitze weiter Totenkarspitz Karlspitz Starzenalm Hocheck Sonnberg Es war eher eine Winterwanderung, der Waidhofsee war noch unter den Schneemassen versteckt.
  • 1993-05-30: Pfingstsonntag auf Walchental, Berghaus- Ramertal Steinkarspitze Steinkarsee Mörsbachspitze Stadelfirst Lämmertörlkopf Hangofen  Sonne Biwak Gewitternacht.
  • 1993-05-31: Pfingstmontag ab Englitztal, Begehung des unter Tag Mamorsteinbruches- Berghaus
  • 1993-06-26: Samstag auf Berghaus Bergkreuzkapelle
  • 1993-08-14: Samstag "JUBILÄUM ZEHN JAHRE BERGLESUNGEN" mit der ÖBLARNER BERGMUSIK > und  >
  auf Sonnberg Starzenalm Karlspitz Totenkarspitz Waidhofsee Schirmherrn: Franz Teibinger Gratwein, Alois Strobl Untergrimming. Es sprachen:
Johann Glavanovits, Gastgeber Geschriebenstein 1991 und 1996, Franz Teibinger, Alois Strobl, Willi Matthes Wanderclub Gutengrund Bad Soden BRD, Franz Tschreppel Waidhofen, Franz Graner EVG Wien. Musik: Stefan Kukula Vater und Sohn Flügelhorn, die Gebrüder Zettler, Klarinette und Bergtrompete.Gesang: Alois Strobl

BERGKREUZKAPELLENBUCH >   
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89 - bis - 90 -
  • 1993-06-27: Sonntag, Stollenbegehung ab Schlechtwetter
  • 1993-07-03: Samstag auf Berghaus Wepritzalm Waidhofspitze Schwarze Vogellacke Waidhofsee, das Mutter Wandrer Gipfel Buch ist abhanden gekommen, Totenkarspitze Karlspitze Biwak Mittel 19930704: Samstag ab Starzenalm Berghaus.
Muttersprache > Die Gebrüder Zettler >
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WENN DIE ALPEN GLÜH’N > Gesang von Louis Strobel >
HOCHMUT UND DEMUT
 Schau in die Wölt aussi
Vüle Kain und Abel,
Vüle Pharisäer und Schriftgelehrte
Oba a vül barmherzige Samariter.

Wennst oba unter guatn Menschen sei wüllst
Wenn du sehgn wüllst
Wia kloa da Mensch eigentli in der Natua is
Und wennst dem Herrgott näha sei wüllst,
Daun geh auf an Berg auffi.

Aufm Bergesgipfl gspürst du
Daß es nix Wichtigeres gibt
Ols die Ewigkeit! Franz Tschreppel Waidhofen
ab Totenkarspitz Karlspitz Starzenalm Sonnberg Sonne
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LEUCHTENDE SPIRALNEBEL
  In der Nacht des 1993-09-10 war ich wieder einmal am Waidhof unterwegs und hatte bei einem Gewitter in einer Jägerkanzel Schutz gefunden. Am Weiterweg begannen am Himmel Lichtzeichen. Zuerst glaubte ich, dies wäre das Wetterleuchten des weiterziehenden Unwetters. Mit schnellen Schritten hastete ich höher um oberhalb der Baumgrenze die Erscheinung am gesamten Horizont beobachten zu können.
  Am östlichen Himmel über dem Ennsboden begannen winzige Funkenstriche zu pulsieren und formierten sich zu einem Häufchen, das sich durch Rotation zu einer leuchtenden Wolke verdichtete. Aus der Wolke wurde in langsamer werdender Drehung eine Spiralnebel, der sich in Richtung Südost wandernd, immer mehr auseinanderzog, bis er aufgerollt zu einem Halbbogen hinter dem nach Öblarn führenden Höhenrücken verschwand, währenddessen sammelten sich östlich erneut Funkenstriche und der Ablauf begann von neuem. >
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CARL HERMANNS NORD - SÜD - WEG 13. Wandrer Gipfel Buch STATION 01-05-94 - 16-05-94
Erstes Schaudepot für Carl Hermanns Werke
2011-11-09
 - NACHLASS / Der Wiener Star-Anwalt Andreas Nödl zeigt einen Querschnitt des Gmünder Künstlers in seinem Privathaus. Andreas Nödl im neuen Carl Hermann-Schaudepot in Vitis. Besichtigung nach Voranmeldung (noedl@office.at).
  GMÜND, VITIS / Vor 25 Jahren – am 11. November 1986 – starb der Gmünder Bildhauer Carl Hermann. Dutzende Granit-Skulpturen im ganzen Waldviertel erinnern heute noch an sein künstlerisches Schaffen, mit dem sich Hermann als Pionier der Land-Art einen Fixplatz in der Kunstgeschichte gesichert hat. Der Wiener Star-Anwalt Andreas Nödl und seine Gattin Anna investieren seit Jahren viel Geld und Zeit, damit der Nachlass von Carl Hermann nicht in Vergessenheit gerät. Aus diesem Grund brachten sie auch das Haus des Künstlers am Rande der Blockheide in Schuss, erstellten eine eigene Carl-Hermann-Website mit vollständigem Werksverzeichnis und schufen jetzt ein Schaudepot im Nödl-Privathaus in Vitis.
  Hier in Vitis zu sehen ist ein Querschnitt aus dem Schaffen des Gmünder Künstlers: Entwürfe des Heidemännleins oder der Skulptur „Der Zufriedene“ ebenso wie die frühe Plastik „Der Berggeist“, ein Hinterglas-Kreuzweg oder das Originalschriftstück von „Gebet um Freiheit“ – ein Gedicht, das Hermann in nationalsozialistischer Haft als zum Tode Verurteilter schrieb. „Es ist nur ein Bruchteil des künstlerischen Nachlasses von Carl Hermann zu sehen, aber ein kompakter Überblick über die Bandbreite seines Schaffens“, führt Andreas Nödl aus. Besichtigt werden kann das Schaudepot nur nach Voranmeldung (office@noedl.at).
  2012 wollen die Nödls die Bemühungen um Carl Hermanns Vermächtnis auch in Gmünd weiter intensivieren – dort, wo der Bildhauer Jahrzehnte lang lebte und so viele unverwüstliche Spuren in der Landschaft hinterließ wie nirgendwo sonst. „Wir würden uns freuen, Partner für eine Zusammenarbeit in Gmünd zu finden“, appellieren die Nödls an Entscheidungsträger, Investoren und Aktive in Österreichs nordwestlichster Bezirkshauptstadt. www.carlhermann.at von Daniel Lohninger
 
DER WEG IST DAS ZIEL
  Hermann zeigt mit dem Buch „Der Weg ist das Ziel“ Kulturgeschichte entlang des Nord-Süd-Weitwanderweges – quer durch Österreich – auf.
  Bildhauer Carl Hermann erzählte die Entstehung der Blockheide: 2007-12-04 
  Nach der Erschaffung der Welt hatte Gottvater noch viel zuarbeiten. Er grub tiefe Gräben, damit das Wasser abfließen konnte. Berge versetzte er dorthin, wo sie ihm notwendig erschienen. Er pflanzte Bäume und Sträucher und schließlich schuf er die Tiere.
  Eines Tages wanderte der Herrgott über den Manhartsberg nach Westen. Viele kleine und große Steine lagen in der Gegend umher und erregten sein Missfallen; er wollte sie einsammeln Gleich band er ein blaues Fürtuch um und begann mit der Arbeit In der Gegend der heutigen Blockheide war sein Fürtuch schon voll, und die Steine hatten ein ordentliches Gewicht Plötzlich riss das Band des Tuches, die Steine fielen auf die Erde und rollten auseinander. Es dämmerte schon der Abend, und der Herrgott war müde, ließ die Steine liegen und ging in den Himmel.
  Am nächsten Tag schuf Gott die Menschen. Auf die Steine in der Blockheide hatte er vergessen und sie blieben bis zum heutigen Tag dort liegen. So soll die Blockheide entstanden sein.
 
Das Teufelsbett 2007-12-04
  Der Teufel zog wieder einmal durch die Gegend und wollte die Seelen der Leute verderben, aber überall wurde er abgewiesen. In Grillenstein gewährte man ihm kein Nachtlager. Wütend verließ er in den Abendstunden den Ort. Am Ortsende entdeckte er auf einer Wäschestange eine Tuchent und einen Kopfpolster „Ei, wie gewunschen, diese Dinge kann ich gebrauchen“, sagte er; nahm die Tuchent unter den rechten Arm und den Polster unter den linken. Dass er von den Grillensteiner Webern überlistet wurde, ahnte er nicht, denn im Federbett waren nicht nur Daunen, sondern auch viele, viele Flöhe.
  Um ruhig und ungestört schlafen zu können, wollte er sein Lager nicht in der Nähe der Häuser aufschlagen, sondern draußen in der Blockheide. Bald fand er einen Heuhaufen und er freute sich höllisch auf sein weiches Nachtlager. Müde war er, und so schlief er gleich ein. Doch nun erwachten durch die Wärme die Flöhe, verließen das zerschlissene Federbett und verschanzten sich im dicken Fell des Teufels. Das Ungeziefer begann Luzifer mit allen Kräften zu beißen und zu zwicken. Aus war es mit seinem Schlaf die Qualen waren bald nicht mehr zu ertragen. Der Teufel sprang auf, kratzte sich mit seinen langen Nägeln und kochte vor Wut Alles half nichts, und jetzt schrie er; ,,Zu Stein soll dieses Bett werden!" Darauf war er verschwunden. Seit dieser Begebenheit gibt es in der Blockheide das " Teufelsbett". Quelle
  • 1994-04-30: Samstag, Öblarn Hüttenmaibaum Aufstellung Sonne
  • 1994-05-01: Sonntag, Besuch der Carl Hermann Gedächtnisausstellung, im Palmenhaus Gmünd. Besuch des Carl Hermann Refugium Grillenstein Fuchsteinweg
DER FUCHSSTEINWEG in Grillenstein BILD: 28 BLICK AUF GMÜND BILD: 29
 
ÜBER DEN GRANIT
  Jeder Weg in unbekannte Gebirge bestätigte die alte Erfahrung, dass das Höchste und das Tiefste Granit sei, dass diese Steinart, die man nun kennen und von anderen unterscheiden lernte, die Grundfeste unserer Erde sei, worauf sich alle übrigen mannigfaltigen Gebirge hinauf gebildet. In den innersten Eingeweiden der Erde ruht sie unerschüttert, ihre hohen Rücken steigen empor, deren Gipfel nie das all umgebende Wasser erreichte. So viel wissen wir von diesem Gestein.
  Aus bekannten Bestandteilen, auf eine geheimnisvolle Weise zusammengesetzt, erlaubt es ebenso wenig seinen Ursprung aus Feuer und Wasser herzuleiten. Höchst mannigfaltig in der größten Einfalt wechselt seine Mischung ins Unzählige ab. Die Lage und das Verhältnis seiner Teile, seine Dauer, seine Farbe ändert sich mit jedem Gebirge, und die Massen eines jeden Gebirges sind oft von Schritt zu Schritte in sich unterschieden und im ganzen doch wieder immer einander gleich.
  Die Betrachtung und Schilderung des menschlichen Herzens, des jüngsten, mannigfaltigsten, beweglichsten, veränderlichsten, erschütterlichsten Teiles der Schöpfung, hat mich zu der Beobachtung des ältesten festesten, tiefsten, unerschütterlichsten Sohnes der Natur geführt.
Ich fühle die ersten, festesten Anfänge unseres Daseins, ich überschaue die Welt, ihre schrofferen und gelinderten Täler und ihre fernen fruchtbaren Weiden, meine Seele wird über sich selbst und über alles erhaben und sehnt sich nach dem näheren Himmel. Goethe >
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STEINERNE ZEUGEN
  Wer bei Grillenstein oder Amaliendorf im nördlichen Waldviertel die Landschaft durchstreift, wird sich dem Zauber der sanft gerundeten mit Fichten, Birken und Föhren bewachsenen Berge kaum entziehen können. Fast fremd in dieser herben Natur wirken vereinzelte Wacholdersträucher. Eine leicht hügelige Landschaft von nordischem Heidecharakter. Besonders auffallend sind die sogenannten Restlinge, eine große Zahl durch Erosion absonderlich geformter Granitblöcken, die zum Teil mehrere Meter Durchmesser aufweisen und bereits in sehr früher Zeit Eigennamen, wie Pilzstein, Christophorusstein, Franzosenstein, Teufelsbrotlaib, Warzenstein, erhalten haben. Auf den Höhen türmen sich zwischen Bäumen kahl oder grün mit Moos überwachsene gewaltige Felsen aus Granit.
  Aus Feldspat, Quarz und Glimmer besteht dieses harte kristalline Gestein des Waldviertels, das als ältestes der Welt gilt. Was wir wahrnehmen ist nur die raue Oberfläche eines harten Gesteinsrumpfes, der sich hartnäckig der unermüdlich Kraft des Wassers, der sprengenden Wirkung des Eisens und dem ätzenden Fraß der Humussäure widersetzt und mit den Kampf mit den Elementen doch – wenn auch sehr, sehr langsam – nachgibt.
  Die Verwitterung breitet sich von dem ursprünglichen Netzwerk vieler paralleler und sich kreuzender feiner Risse aus. Sie vergrößert diese Risse zu Spalten und dann zu breiten Klüften. Besonders an den Schnittlinien rundet sie die Risse, so dass diese sackähnlichen Gebilde übrigbleiben.
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  Ein Produkt dieser Sackverwitterung sind die Wackelsteine,  monströse oft über hundert Tonnen schwere Granitbrocken, deren Unterlage bis auf einen schmalen Sockel weg gewittert ist, so dass eine Person sie in langsame Schaukelbewegung versetzen kann. Andere ziemlich skurrile Verwitterungsformen findet man in den Schalsteinen, wie zum Beispiel den Teufelssitz unweit von Amaliendorf. An diesen Steinen sehen wir, dass kleine Kräfte, - wenn sie lange genug wirken selbst das Festeste und Dauerhafteste zu neuen Formen umbilden. Diese natürlichen Vorgänge erscheinen und nur deshalb so erstaunlich, weil sie so unvorstellbar langsam ablaufen, - ein merkwürdiger Gedanke in unserer schnell lebigen Zeit –!
  Den Maler und Graphiker Ernst Steiner faszinieren diese Felsen wegen ihren bizarren, urtümlichen und noch nicht differenzierten Formen. Sie sind wie er sagt: In besonderem Maße dazu geeignet, unsere Phantasie anzuregen und die Bereitschaft zu schaffen, Bilder unserer Seele in sie hinein zu träumen. Wer in Anbetracht des ständigen Abschiedsnehmen müssen lebt, der verspürt das umso schmerzlicher angesichts dieser steinernen Zeugen, die gleichsam aus der Ewigkeit in unser kurzfristiges Leben hineinragen. Für Steiner sind die gewaltigen Felsen so etwas wie Bindeglieder zwischen den kurzlebigen und vergänglichen Erscheinungsformen der Natur und der Ewigkeit. Rolf Gutdeutsch
  Fahrt mit der Nostalgie Schmalspurbahn von Gmünd nach St. Martin, bei den Klängen der Ortskapelle wurde am Hauptplatz ein Maibaum aufgestellt.
MAIBAUMAUFSTELLUNG IN ST. MARTIN auf Nebelstein DER NEBELSTEINGIPFEL Nord Süd Wanderweg 05 WEGBEGINNSTEIN von Carl Hermann bei Sonnenuntergang  auf Watzenstein Biwak Mittel
 
NEBELSTEIN GEDENKMESSE für Carl Hermann 2004-01-04
  Carl Hermann Notunterkunft 1600 m. Lavanttaler Alpen. Skizze Karten: ÖK133,f&b132 Selbstversorger, Zutritt mit AV Schlüssel. 8 Lager Zum Hans Prosl Schutzhaus 930 hm Aufstieg, 900 hm Abstieg, 20 km, 5 Std. Besitzer: ÖAV S. Weitwanderer. A-1160 Wien, Thaliastr. 159/3/16 Tel. 01/4938408 weitwanderer
  In, der Nebelsteinhütte wurde am 31. August 2003 eine Gedenkmesse für Bildhauer Carl Hermann aus Anlass seines 85. Geburtstages- den er in diesem Jahr begangen hätte zelebriert. Leider ließ das Wetter keine Feldmesse zu, so dass diese liebevoll gestaltete Feier in die Hütte verlegt werden musste. Für die Mitgestaltung der Messe, die durch die Sektion Waldviertel organisiert wurde, erklärte sich das Ehepaar Kaiblinger spontan bereit, wobei Sepp Kaiblinger namens unserer Sektion Worte des Gedenkens sprach.
  Zur Information für neu hinzu gekommene Mitglieder sei erwähnt, dass Carl Hermann Gründer und 1. Vorsitzender der Sektion Weitwanderer sowie Mitbegründer der oben genannten Sektion Waldviertel war und beim Bau der Nebelsteinhütte noch selbst Hand anlegte. Ende der sechziger  Jahre reifte in Hermann der Entschluss, einen Nord-Süd-Weitwanderweg zu schaffen, was ihm auch - nach Oberwindung vieler Schwierigkeiten - schließlich gelang. Mittlerweile besteht dieser Weg über 33 Jahre, und bereits tausende Weitwanderer konnten sich von der Schönheit und Vielfalt der Landschaften, die er durchzieht, überzeugen. Carl Hermanns Idee entsprang auch die Planung und Anlage der Pilgerwege Weitwanderwege 06 nach Mariazell.Neben der Schaffung von zahlreichen bildhauerischen Werken war er auch wesentlich am Zustandekommen des Naturparks Blockheide beteiligt, und seiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass nach seiner Planung -, unter Mithilfe mehrerer Weitwanderer die Pauluskapelle auf der Weinebene entstand, in der dann nach seinem Ableben am, 11.11.1986, seine Urne wunschgemäß am, 15. August 1987, beigesetzt wurde. Schon zu seinen  Lebzeiten wurde so wie auch bis heute an jedem 15. August  in der Pauluskapelle eine Messe für alle verstorbenen Weitwanderer abgehalten. Quelle ÖAV Sektion Weitwanderer Mitteilungen 4/2003
 
 NEBELSTEIN  EIBISWALD Carl Hermann GEDENKEN
  
 NEBELSTEIN
1017m
ein Ausläufer des Böhmer Waldes mit einer Schutzhütte in Gipfelnähe, Beginn des Südweges Österreich 
 
 
ZUM GELEIT
Glücklicher! Im Reich der Natur,
Denkt nicht an Zeit und an Ziel,
Vogel singen, vergessene Uhr,
Um zu gehen so lang man will. 
Dem Vater der Weitwander Bewegung Dem Errichter des Nord - Süd Weges Dem Gründer der ÖAV Sektion Weitwanderer
Dem Bildhauer Carl Hermann Zum Gedenken gewidmet 
jeweils am der Beginn der Südweg Begehung Österreich 1994-5 <1> 1995-06 <2>
>
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ZUM GELEIT
  Es stimmt beruhigend, wenn wir einmal in der Früh dem Gesang der Vögel lauschen, abends einen Rehbock beobachten, der mit Vorsicht teils auf Brautschau oder aus Angst vor dem Jäger am Waldrand äugt? Würde unser Herz nicht höher schlagen, wenn wir sehen, dass eine Rehgeiß mit ihren Kitz auszieht, das hinterher stolpert, weil es die Läufe noch gar nicht richtig tragen? Würden wir uns nicht freuen, wenn wir bemerken, dass ein Hase gemächlich zum Kleefeld hoppelt oder Vögel immer wieder angestrengt Futter für ihre Jungen suchen?
  Wie fremd würde der Lockruf eines Käuzchens oder einer Eule in unseren Ohren klingen! Mäuschen still wäre unser Verhalten, wenn auf unser Wanderung einmal der Fuchs auftaucht! Wie wäre es, wenn wir bei klarer Nacht einmal den Sternenhimmel betrachten? Alle diese Naturbeobachtungen sind Erlebnisse, welche jedem Nord Süd Wanderweg - Wanderer geboten werden, wenn er keinen Rekord in der Gehzeit aufstellen will. Carl Hermann Auszug aus dem Buch "Der Weg ist das Ziel"
  • 1994-05-02: Montag, zur Watzensteingruppe führte mich ein nächtlicher Orientierungsirrtum auf einer Stichwegmarkierung, die gewaltigen Steine sind zylinderförmig in Blöcken angeordnet, einer jedoch hat auf der Oberseite eine gewaltige Aushöhlung wie eine Opferschale die mit Wasser gefüllt war.
  Wegen fehlenden Markierungen kam ich bei der Weiterwanderung zur Staatsgrenze, ein Grenzbeamter klärte mich aber bezüglich des 05 Weges auf.
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  Bei der Wegabzweigung in das Joachimstal traf ich mit Fritz Peterka > zusammen, er war im
 
ENCHAINEMENT 01-10 ALLE 10 ÖSTERREICHISCHEN. WEITWANDERWEGE 7500 KM IN 150 TAGEN Fritz Peterka >
  Vom 26.3. - 4.9.1994 unterwegs und hatte bisher nach 38 Tagen 2189 km zurückgelegt.
  Herr Peterka >, Geburtsjahrgang 1950, hat bereits im Jahre 1988 anläßlich 10 Jahre Zentralalpenweg 02 "1978 - 1988", die erste Solo - nonstop - Begehung Feldkirch - Hainburg, in nur 27 Tagen 1250 km, 60.000 Höhenmeter» durchgeführt, ist Österreichs fähigster Weitwanderer.
  QUELLE: ZENTRALALPENWEG 144 Seiten mit 52 Farbbildern und 65 Tourenskizzen ISBN 3-7031-0637-9 von Fritz Peterka. SOLO - ALPIN - EXTREM ISBN 3-900451-14-0 von Fritz Peterka ÖAV Wienerland PF 33 2103 Langenzersdorf.
  In Karlstift beim Stierhübelteich hatte ich Orientierungsschwierigkeiten, nach der ungewollten Umrundung des Teiches kam ich wieder zum Holzhauermuseum, meinen Ausgangspunkt.
  Neuer Nord Süd Wanderwegführer: Seite 35 Zeile 14/15/16 in etwa 10 Minuten erreichen wir die Straße Liebenau - Arbesbach und gehen auf ihr bis zu einer einer Kapelle rechts der Straße.
  Bei der Abzweigung ging ich falsch rechts der Straße, wenn man links geht, sollte man zu der Kapelle rechts der Straße kommen, einige Steine erinnern an den Kapellen Standplatz. Biwak im Wald vor Arbesbach Sonne
03.05.94: Dienstag, Eintreffen in der Kontrollstelle Nr. 4 Gasthaus und Fleischhauerei Klinger, 3925 Arbesbach. Von der Frau Klinger bestens mit Speise und Trank versorgt trug ich mich in das ERSTE SÜDWEGWANDERBUCH ein, in dem die Oma Klinger den Wanderern gut Fuß wünscht.
  1994 sind in diesem Teilabschnitt des Nord Süd Wanderweg bereits 12 Wanderer eingetragen, 1993 haben sich insgesamt 141 Wanderer eingetragen. Neuer Nord Süd Wanderwegführer: Seite 39 Zeile 13/14: Das Haus an der linken Friedhofmauer wurde abgetragen.
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  Nach Arbesbach befindet sich in einem kurzen Waldstück ein Baummarterl mit einem Hinterglasbild des gekreuzigten Jesus von Carl Hermann, im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt
DER GEKREUZIGTE Hinterglasbaummarterl am Nord Süd Wanderweg nach Arbesbach von Carl Hermann
NACH ALTMELON, SELTSAME FELSGEBILDE AM WEGESRAND GRANITBLÖCKE AM WEGESRAND BILD: 34
DIE ERSTE ÜBERQUERUNG DES 15. MERIDIANS ÖSTLICH VON GREENWICH DER MERIDIANSTEIN BILD: 35
 
DER FRANZOSENSTEIN
  Unterhalb des Wachtsteines, an seinem Ausläufer, liegt unmittelbar links von der Straße nach Schönbach der Franzosenstein. Es ist ein riesiger ovaler Felsblock "sein Gewicht wird auf ungefähr 100.000 kg geschätzt", der so schräg auf seiner Unterlage ruht, dass man glauben kann, ein kleiner Stoß würde genügen, um ihn hinunterzustürzen, dass dem nicht so ist, hat ihm auch den Namen Franzosenstein eingebracht.
In der Pfarrchronik ist darüber zu lesen
  Als weitere Merkwürdigkeit wird am Fuße des Wachtsteinberges links von der Schönbacherstraße, wo der alte Weg vom Friedhof hinab in die neue Straße einmündet, ein Stein geschildert, nämlich ein ovaler Koloss, der sich so täuschend, fast seitwärts auf einer abschüssigen Unterlage befindet, dass es den Anschein hat, als wäre er mit einem leichten Ruck, hinabzustürzen, das ist aber keineswegs so.
  Die Probe haben so wird´s erzählt, bei ihrer Invasion, zu Anfang dieses Jahrhunderts, die übermütigen Franzosen gemacht, indem sie sich bemühten dem Stein den Gnadenstoß zu geben, doch sie mussten sich beschämt zurückziehen.
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  Seit dieser Zeit heißt er Franzosenstein und unzählige Leute haben bis heute immer wieder versucht, ihn zu bewegen, er rührte sich aber keinen Millimeter. Doch dazu gibt es noch eine kleine wahre Geschichte:
Bis vor einigen Jahren lebte in der Nähe des Franzosensteines ein Rentner, kein Riese, eher ein schmächtiger Mann, der aber das Mundwerk auf den rechten Fleck hatte.
  Eines Tages waren wieder einmal Schüler einer Mittelschulklasse bei der Besichtigung des Steines und die Burschen versuchten mit lautem ho ruck, den Felsblock hinunter zu bringen.
  Zufällig kam unser Mann vorbei, er blieb stehen und sagte: Ich bitt euch Leutl, laßt mir den Stein in Ruh, ich habe ihn heute schon dreimal wieder hinaufgesetzt, ein viertes mal pack ich´s nimmer. Aus dem Buch Seltsame Geschichten aus dem Waldviertel von Alois Engl
Dieser Damm staute einst den Ruegarsteich oder Kremsee bis Waltersschlag. Er wurde 1574 abgelassen, weil die Nonnen von Imbach einen Dammbruch fürchteten.
Legendentafel
Ich bin der Wald
Ich bin uralt
Ich hege den Hirsch
Ich hege das Reh
Ich schütz` euch vor Sturm
Ich schütz` euch vor Schnee
Ich wehre den Frost
Ich wahre die Quelle
Ich hüte die Scholle
Ich bin immer zur Stelle
Ich bau` euch das Haus
Ich heiz` euch den Herd
Darum, ihr Menschen
Haltet mich wert.
HOLZTAFEL MIT DACH, am Waldrand vor Ottenstein
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ZWEITES SÜDWEGWANDERBUCH Buchwidmung:
BERGSTEIGEN, wandern und beten  Wer das nicht kann soll es lieber bleiben lassen Carl Hermann 1980-06-02

Oh wie schön ist Gottes Erde,
Und wert, darauf vergnügt zu sein
Darum will ich bis ich Asche werde,
Mich dieser schönen Erde freu´n. Jean Paul

Einst war ich ein flotter Wanderschuh!
Jetzt suchen Mäuse bei mir Ruh. M. Reitinger

Freundschaft über alle Grenzen,
Behüt` euch Gott. Die Wanderfreunde aus dem Schwarzwald 1981-05-24

Der Weg ist das Ziel
Verlange nie zu viel,
Vom Leben ein Stück
Ein einfaches Glück.

Der Weg ist das Ziel,
Halt manchmal auch still
Und blicke zurück
Prüf' Richtung und Glück.

Der Weg ist das Ziel
Gott tut was er will
Drum sei dir nicht bang
Er lenkt deinen Gang. Josef Kren 1981-05-24
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Wanderer stehe still und staune,
Wie ist so zauberhaft die Welt
Melodisch klingt des Kuckucks Ruf,
Schön der Nachtigallen Schlag
Ein Froschkonzert ist erhebend schön
Und froh stimmt dich der Fisch im Hag
Wanderer stehe still und staune
Wer weiß wie lang du noch staunen magst.
Von Flensburg zur Adria H. J. Conrad 1990-06-10

Sonne scheine mir ins Herz hinein,
Wind verweh` mir Sorgen und Beschwerden
Größ`re Wonnen kenn` ich nicht
Als in Weiten unterwegs zu sein.
Rainer Rosenberg Kassel E6 1990-07-27

Sonne Nächtigung in der
KONTROLLSTELLE Nr. 7, SÜDWEG WANDER BUCH
GASTHOF RENNER OTTENSCHLAG
WIDMUNG
Bergsteigen, wandern und beten
Wer das nicht kann
Soll es lieber bleiben lassen Carl Hermann 1980-06-02
anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >
  • 19940504: Mittwoch, MORGENSTIMMUNG IN OTTENSCHLAG, Granitkugel vor Weiler BILD: 37
  Bei der Ortschaft Pleßberg, "eine Idylle einer ländlichen Ansiedlung", übersah ich die Abzweigung nach links und ging über Singenreith nach Elsenreith. Bei der Überquerung des Baches in Singenreith sah ich auf der Brücke nach langer Zeit wieder drei große Ringelnattern.

 
 
JAUERLING
960 m Naturreservat, Fernsehsender, der Abstieg nach Spitz führt über den
Onkel Hermann (Carl Hermann) Weg  anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >

Neuer Nord Süd Wanderwegführer Seite 47 Zeile 17: Der Wegweiser Onkel Hermann Weg fehlt. Im Wald vor Spitz befindet sich von Carl Hermann ein Baummarterl des Heiligen St. Martin Hinterglasbild im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt
DER HEILIGE ST. MARTIN Hinterglasbaummarterl am Nord Süd Wanderweg von Carl Hermann
  Bittere Erfahrungen in den bekannten Fremdenverkehrsorten lehrten mich, dass man da der Weitwanderbewegung nicht gewogen ist. Beide nach Spitz führenden Markierungen fehlen im Ortsbereich, ein Fragen Spießrutenlauf wurde zur Odyssee im Regen zum sonderbaren Kontrollstempelwirt. Hätte ich alle eingeholten Auskünfte und Ratschläge berücksichtigt, wäre ich für den Rest meines Lebens in Spitz auf der Suche nach dem Euroweg E6 beziehungsweise Nord Süd Wanderweg.
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  Sehr geehrte Herren vom Markierungsgebiet Schönbach - Ruine Aggstein des ÖTK Bäckerstr. 16 1010 Wien   Sehr geehrter Herr Fremdenverkehrsobmann und Gemeindesekretär von Spitz!   Um die Wiederherstellung der fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in Spitz wird ersucht.
  Mein starkes Verlangen war eine so miserable Orientierungsgegend, die man halt bei einer Wanderung irgendwie mit verkraften muss, möglichst schnell zu verlassen. Es wäre falsch wegen einiger politischer Gehirnakrobaten, solche Negativerlebnisse den Ortsansässigen pauschal anzulasten, ein wirklich netter Fährmann übersetzte mich über die Donau. Mittel Biwak Buchental.
  • 1994-05-05: Donnerstag, 02:00 Besuch einer Wildsau im Biwak, irgendwie hatte ich eine Wahrnehmung, dass etwas im Wald unterwegs war, ich freute mich aufrichtig, dass ich mit der menschenfreundlichen Sau Freundschaft schließen konnte.
  ALTES MARTERL MIT MARKIERUNG INSCHRIFT FD renoviert Nov. 1957 J.W. RUINE AGGSTEIN und
Neuer Nord Süd Wanderwegführer SEITE 51
Rosengärtlein ist´s geheißen,
Doch vieldeutig klingt das Wort.
Nur die dornig wilden weißen
Todesrosen blühen dort. Viktor v. Scheffel
  In dieses Rosengärtlein Felsvorsprung wurden Gefangene die kein Geständnis ablegten, ausgesetzt. Sie hatten nur die Wahl zu verhungern oder sich in die Tiefe zu stürzen.
   In Melk sind am Weg durch die Stadt große Markierungslücken.   Sehr geehrte Herren vom ÖAV Dorfnerstr. 7 Sektion 3390 Melk!  Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Melk!  Um die Wiederherstellung der fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in Melk wird ersucht.

FUSSGÄNGERZONE MELK MIT 05 Markierung BILD: 41
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  • 1994-05-06: Biwak Sonne Freitag, bei der Abzweigung in der Nähe der Haberleiten, vor Plankenstein zählte ich 11 Wegschilder und 10 Markierungen, prompt bin ich falsch gegangen, konnte aber als gebranntes Kind frühzeitig korrigieren. Teilweise Dauerregen, Nächtigung in der Kontrollstelle Nr. 16 Gasthaus Grassmann, Plankenstein, hier liegt auch das DRITTE Nord Süd Wanderweg BUCH. Von 224 im Jahre 1993 eingetragenen Wanderern, waren 24 auf den Nord Süd Wanderweg unterwegs. Fritz Peterka > ist am 05-04-94 eingetragen.
  • 1994-05-07: Samstag, nach Plankenstein gibt es DEN MARKIERTEN MISTHAUFEN, ein Gespräch mit dem Besitzer des Bauernhofes konnte die Entstehung dieser Novität klären. Vor dem Bau des Güterweges führte der Nord Süd Wanderweg am Stall und am Misthaufen vorbei. Alle nachfolgenden Markierer haben die neue Wegführung nicht berücksichtigt und nach wie vor am Stadeleck vor dem Misthaufen markiert, die einzige Ausnahme davon war die Raiffeisenkasse Texing mit ihrer mobilen Wegstiftungsmarkierung, sie ist auf den Schiebetor des Stadels angebracht.
BÄUME PRÄGEN DEN CHARAKTER EINER LANDSCHAFT, SIE SIND AUCH LEBENDE MARKIERUNGSTRÄGER
 BÄUME MIT GEMEINSAMER KRONE BILD: 42 DER RAINSTEIN   
  Am Rainstein befindet sich ein Baummarterl mit einem Hinterglasbild von Carl Hermann (im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt). DER HEILIGE ST. LEONHARD Baummarterl am Rainstein IN DER NÄHE DER RUPERTUSTROPFSTEINHÖHLE AM ÖTSCHER VORDERE TORMÄUER Höhlenführer Kurt Bachinger Kienberg
BAUMMARTERL Hochberneckabstieg Jausenstation  

  Vor Lackenhof kam ich von der Markierung ab, diesmal war es für mich ein Vorteil, denn ich hatte dadurch eine Wegverkürzung und kam noch vor Einbruch der Dunkelheit zur Kontrollstation Nr. 18, dem Gasthaus Digruber Ötscherwiese. Auf meine Frage nach einer Unterkunft, sagte die Kellnerin: Sie müsse erst den Chef fragen und gab nach einer halben Stunde einen abschlägigen Bescheid. Interessanterweise sollte sich die wortgleiche Szene in einem Gasthaus mit dem Schild Zimmer frei, vor Eibiswald noch einmal wiederholen. Sonne Nächtigung im Sonnenhof im Lackenhof.
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  • 1994-05-08: Sonntag, um 07:00 betrat ich das Ötscherschutzhaus des ÖTK die Kontrollstelle Nr. 19 und ein Hund begann zu bellen. Es erschien ein Mann der sagte: Er habe die Hütte voller Leute, er trat den Hund solange mit den Füßen bis er ruhig war. Der Hund kann nichts dafür er muss ja bellen wenn ein Fremder kommt, sie sollten ihn nicht treten sagte ich.
  Sie müssen bis 08:00 warten ehe sie was bekommen können. Ich habe sie schon lange beobachtet, haben sie gewusst dass am Aufstiegsweg so viele Windbrüche liegen, weil sie über die Lifttrasse aufgestiegen sind? Sagte der Hüttenwirt. Erfahrungsgemäß ist in touristischen Massenzentren eine Lifttrasse die beste Markierung. Wäre es nicht möglich, zwei Ansichtskarten zu kaufen und was alkoholfreies zum trinken zu bekommen? Sagte ich.
Sie müssen schon sagen was sie wollen es gibt viele Getränke Sagte der Wirt. Ich teilte meine Bestellung mit und sagte: Ein guter Wirt weiß von selbst was seine Gäste trinken.
  Sie haben mich von Anfang an gereizt, machen sie das überall so? Sagte der Wirt in voller Entrüstung. Darf ich bitte zahlen, ein Getränk und zwei Ansichtskarten ersuchte ich. Der Wirt 32 Schillinge. Ich gab ihm 40 Schillinge um die unwirtliche Stube unter Zurücklassung des bestellten Getränkes schnellstens verlassen zu können.
  Später erfuhr ich dann die Hintergründe des sonderbaren Verhaltens des Lift Schutzhütten Wirtes. Seitdem es einige Liftunglücke mit tödlichen Menschenopfern gegeben hat ist man bei den Verlängerungen der Lift Betriebsbewilligungen sorgfältiger, dabei hat der Lackenhofer Ötscherlift den Sicherheitsnormen nicht mehr entsprochen.

DER GRÜNE WEG IN DIE STEIERMARK  Höhengrat Ötscher Gemeindealpe
  Der Bürgermeister von Mitterbach ist mit seiner Liftgesellschaft Bürgeralm in Konkurs gegangen, der obere Lift wurde ersatzlos gesperrt. Der vorherige Lift Hüttenwirt des Terzerhauses, ein Brucker Baumeister, hat sich deshalb abgesetzt. Das neue junge Pächter Ehepaar stammt aus Bergsteigerkreisen und bietet eine hervorragende Hüttenbewirtschaftung.
  Beim Erlaufsee ist die Hälfte des Nord Süd Wanderweg und die Grenze zwischen Niederösterreich und Steiermark, hier steht ein von Carl Hermann gestalteter Granitblock, er wurde 1980 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Nord Süd Wanderweg 05 enthüllt.
Nord Süd Wanderweg WEGHÄLFTESTEIN in Mariazell
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  Sonne Nächtigung in der Kontrollstelle Nr. 21 Gasthof zum heiligen Geist in Mariazell.
  • 1994-05-09: Montag, In Mariazell, eine Ausnahme die die Regel über die bekannten Fremdenverkehrszentren betätigt, sind die Markierungen und die Wegführung beispielhaft und man kennt hier den richtigen Umgang mit Wanderern beziehungsweise Pilgern.

DURCHGANGSKAPELLE am Ortende von Maria Zell
  Nach Schöneben geriet ich auf den 432 Weg nach Mürzsteg und dann als besondere Zugabe auf den 428 Weg zur Königsalm, als mir mein Irrtum bewusst wurde wollte ich nicht mehr umkehren. Nach der Besteigung des Kleinen und Großen Königskogel ging es über teilweise abschüssiges Terrain nach Dobrein und danach auf den Rodelanstieg durch den Veitschalpergraben zur Großen Wildkammspitze und auf die Hohe Veitsch.
 
  VEITSCH 1981 m beste Aussicht der Mürztalberge, am N - Rand des wenig verkarsteten Hochplateau liegt der romantisch Felsenkessel der BURG HÜTTENBUCH GRAF MERAN HAUS Dieser Winterraum wurde durch die Initiative des Hüttenwirtes Günter Pendl, sowie der großzügigen Unterstützung der Gemeinde Veitsch und von vielen Hohen Veitsch Freunden errichtet anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >
 
GRAF - MERAN - HAUS
  Dieser Winterraum wurde durch die Initiative des Hüttenwirtes Günter Pendl, sowie der großzügigen Unterstützung der Gemeinde Veitsch und von vielen Hohen Veitsch Freunden errichtet. Danke dem österreichische. Touristenklub
  • 1994-05-10: Dienstag, Sonne Nächtigung. Am den Rotsohlsattel kam es wegen der mangelhaften Markierung zu einem Seitensprung auf dem Weg 464 nach Aschbach über Bundesforstgebiet.
  Sehr geehrter Herr Minister Fischler! Wege werden von privaten Vereinen markiert, der Staat Österreich hat in seinen staatseigenen Bundesforsten eine besondere Neigung zum fällen von markierten Bäumen und zum lückenlosen entfernen von bestehenden Markierungen, nach dem Muster von Aschbach. Herr Minister fragen Sie einmal die Eigentümer des Bundesforstes das Volk, was es von der staatlich Orientierungsbeseitigung hält.
Anmerkung: Zum Unterschied vom Hr. Naturfreundepräsident Heinz Fischer (zuständig Markierungsgebiet Leoben)  kam eine  akzeptable Rückmeldung.
  Vor Aschbach war ein Gasthaus in Sicht, es begann zu regnen ich begann zu laufen. Der Wirt besann sich in einer stummen Geste und stellte wortlos das Schild Dienstag Ruhetag in das Fenster neben dem Eingang und verschwand. An einen Wanderer braucht man im wanderbaren Steiermark kein Wort verschwenden, wird er sich vielleicht dabei gedacht haben.
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  Wanderer verweile, einen Vaterunser und ein Ave Maria lang hier im Gedenken an die sieben Knappen die im Jahre 1769, bei der Arbeit ums tägliche Brot im Berg geblieben sind. Heilige Barbara bitte für sie
DIE HEILIGE BARBARA Bergmannskapelle
  Nachdem ich auf Grund unvollständiger Wegkennzeichnungen die Königsalm, den Kleinen- und Großen Königskogel kennen gelernt hatte, führte mich mein Umweg aus derselben Ursache zum Brandhof des volktümlichen Prinzen Erzherzog Johann. Eine steirische Kultfigur, den die Dichterin Paula Grogger in dem Theaterstück Die Hochzeit, das heute noch in Öblarn am Hauptplatz mit Laiendarsteller aufgeführt wird. Bei einer Hochzeit lernt Johann seine  spätere Frau, die  Postmeisterstochter Anna Plochl kennen.
  Der Erzherzog hat viele Erstbegehungen im Gebirge durchgeführt, allerdings nach der vorherigen Anlegung des Weges, deshalb wird der Normalanstieg am Hochgolling als Historischer Anstieg benannt.
ERZHERZOG JOHANNS BRANDHOF BILD: 51
 
DIE GRIMMINGSCHARTE EIN WEGKREUZ
  Chronik AV Voitsberg 1975: Am 21. und 22. Juni findet die Einweihung des Wegkreuzes für die Fernwanderwege 04 und 05 von Carl HERMANN auf dem Seebergsattel statt. EUROPÄISCHES FERNWANDERWEGKREUZ  Seeberg Steiermark
  Es sind nicht immer die mächtigen Gipfeln, die sich einprägen, oft sind es die unverkennbaren Erlebnisse am Wege. Ich lag auf dem duftendem Speikboden der Grimmingscharte neben einer einzelnen Latschen Formation die Hände im Schoß gefaltet und mein Blick schweifte zu den Niederen Tauern, meine Gedanken begannen eine Wanderung, – im weiten Feld der Erinnerung.
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  Hier auf der Grimmingscharte ist nun mein unsichtbares Spurenkreuz errichtet. Zweimal beschritt ich den Höhengrat des Grimmingstockes vom Elektrizitätswerk aus nach Osten und heuer im Urlaub ging ich in der umgekehrten Richtung, vom Großen Grimming her. Hier jedoch in der St. Martiner Grimmingscharte bin ich am nördlichen Steilhang in Richtung Krungl abgestiegen.
  Nach der Anreise von Wien war heute mein Aufstieg von St. Martin aus nach dem markierten Weg. Mein Vorhaben war zur Einweihung der Adam Anton Biwakschachtel am Grimming den Grimminghöhenzug ein letztes mal von Westen nach Osten zu begehen.
  Noch nie hatte ich wie heute der Berge Antlitz so scharf gestochen in ihrer gewaltigen Vielfalt betrachtet, doch vielleicht ist es ein Privileg des Alters, dass man der Schönheit mehr Augenmerk schenkt.
  Damals am nächtlichen afrikanischen Tropenhimmel war das Kreuz des Südens sichtbar, doch ich hatte es nur flüchtig betrachtet.
Deutlich wie ein Bild erschien mir im Kopfe das von Carl Hermann errichtete Wegkreuz am Seeberg bei Seewiesen. Über einen mit vier Fahnenmasten beflaggten Zugang kommt man zu einem mit Natursteinen gepflasterten Rundweg. Von ihm führen vier Aufgänge mit je vier Steinstufen auf ein mit quadratischen Steinplatten zusammengefügtes Quadrat Der darauf mittig ruhende Steinsockel ist ein aus einem Kreisblock hervorstehendes symmetrisches Kreuz. Die Stirnseiten des kantigen Steinkreuzes sind nach den Ecken des Grundplatten - Quadrates ausgerichtet und in die Himmelsrichtungen weisend, bezeichnet.
  Diese Kreuzform wird durch waagrecht übereinanderliegende Kanthölzer, deren Ausladung im steigendem Maße gleichmäßig zunimmt fortgesetzt. In den vier entstandenen Hochtrapez förmigen Nischen befinden sich sakrale Motive aus Holzreliefs in der Form der Nischen.
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  Das Dach besteht aus einer mit Holzschindeln gedeckten steilen Pyramide, auf der Spitze ein auf einem Richtungspfeil schreitender Wanderer. Die vier Fahnenmasten am Zugangsweg waren beflaggt und im blauen Äther oberhalb der Kapelle standen vier kleine Wolken in der Form eines verschobenen Quadrates.
  Das Gesamtbild ist eine bis in das kleinste Detail vollendete Schöpfung des Bildhauers Carl Hermann, zu dessen Gedenken ich heuer ein Versprechen in Form eines Erinnerungsbuches eingelöst habe. > 1993

DAS ERSTE EUROPÄISCHE FERNWANDERWEGKREUZ
 
 Am Treffpunkt des E4 und E6 am Seeberg , gestaltet von Carl Hermann. Es hat Inschriften zur Völkerverständigung in deutscher, englischer, französischer und serbokroatischer Sprache.

HIER TREFFEN SICH DIE BEIDEN
EUROPÄISCHEN FERNWANDERWEGE
PYRENÄEN - JURA - NEUSIEDLERSEE E4
OSTSEE WACHAU ADRIA E6
MÖGEN SIE DIE VÖLKER VERBINDEN!

NA TEM MESTU SE KRIZATA
EVROPSKI PESPOTI
PIRENEJI - JURA - NEZIDERSKO JEZERO E4
BALTIK - WACHAU JADRAN E6
POVEZETA NAJ NARODE!

ICI SE CROISENT LES CHENS
LOIN TAINS DES VOJAGEURS
PYRENEES - JURA - NEUSIEDLERSEE E4
MER BALTIQUE - WACHAU - MER ADRIATQUE E6
POUVEZ VOUS REUNIR LES NATIONS!
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THE EUROPEAN LONG
DISTANCE HIKING TRAILS
PYRENEES - JURA -
NEUSIEDLER LAKE E4
BALTIC SEA - WACHAU - ADRIATIC SEA E6
INIERSECT AT THIS
POINT MAY THEY
UNITE THE NATIONES!

  In Seewiesen haben zwei konkurrierende Hotels irreführende Wegweiser aufgestellt, wegen Irrtümer verwendete ich mein ganzes Augenmerk den Wegkennzeichnungen und konnte dadurch meine Irrgänge in Grenzen halten. Allerdings brachten mir meine Navigationen an den Abzweigpunkten, die Berufsbezeichnung Markierung Überprüfer ein.
  Meine Sorgfalt wurde belohnt und ich konnte vor dem Regen geschützt, eine stille Andacht in der Kapelle der Bergrettungsmänner halten.
DEN TOTEN BERGKAMERADEN
WIDMEN ZUR EINWEIHUNG
IHRER KAPELLE DIESES BUCH
DIE LAWINENHUNDESTAFFEL DES BERGRETTUNGSDIENSTES KAPFENBERG
Regen Nächtigung Voisthalerhütte 1994-05-11: Mittwoch
HIER VERUNGLÜCKTE AM 27-03-1971 
LAWINENHUNDEFÜHRER
FERDINAND NEUSSL
BEI EINER BERGRETTUNGSÜBUNG.
BERGRETTERGEDENKKREUZ
  Als ich zum Schiestlhaus kam hörte ich aus dem Winterraum Stimmen. In der darin befindlichen Bergnotmeldestelle, waren die Feuerwehr internen Einsatzfunkgespräche des Florian Kapfenberg zu hören.
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  HOCHSCHWAB 2277 m GIPFELBUCH höchste Erhebung des gleichnamigen Gebirgstockes mit Kletterfuhren in allen Schwierigkeitgraden GIPFELBUCH gestiftet vom Hüttenwirt der Voisthalerhütte Hans Winkler, wurde Toni Truca, Bergführer aus Saalfelden, durch den Dlezalekweg der Hochschwab Südwand getragen.1985 auf ab Tragöß <1> 1994-05 Südweg <2> Süweg Markierung 1995-06 ergänzt  <3> >
 
  1995-06  >
HOCHSCHWABGIPFELBUCH
DIESES BUCH, GESTIFTET VOM
HÜTTENWIRT DER VOITSTHALERHÜTTE
HANS WINKLER, WURDE VON
TONI KRUCA, BERGFÜHRER AUS
SAALFELDEN, DURCH DEN
DOLEZALEKWEG DER
DER HOCHSCHWAB SÜDWAND
GETRAGEN.

HOCHSCHWABBIWAK
  Fleischer Unterstandhütte, des ÖAV Sektion Alpine Gesellschaft Voithaler, errichtet 1966. An dieser Stelle stand ab 1904 eine im Gedenken an den zu Ostern im Schneesturm erfrorenen Obmanns Ferdinand Fleischer errichtete Holzhütte, die 1928 durch Unvorsichtigkeit eines Touristen abbrannte. Sie wurde 1929 durch eine Steinhütte ersetzt.
  BIWAKBUCH
FLEISCHERBIWAK Fleischer Unterstandshütte, des ÖAV Sektion Alpine Gesellschaft Voisthaler, errichtet 1966. An dieser Stelle stand ab 1904 eine im Gedenken an den zu Ostern im Schneesturm erfrorenen Obmann Ferdinand Fleischer errichtete Holzhütte, die 1928 durch Unvorsichtigkeit eines Touristen abbrannte. Sie wurde 1929 durch eine Steinhütte ersetzt. anwesend 1994-05 Markierung ergänzt
Adieu ihr lieben Berge
Heut' bin ich euch so nah
Wie ich es in meiner Jugend war.
Gestammelt, gespielt und still gelauscht,
Wenn in den Felsen der Abendwind gerauscht!
Nun muss ich zurück in ein fernes Land,
Wehe ist mein Blick. Berger Strasbourg, 1992-08-05
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In die Berge will ich wandern
Zu den Höhen muss ich hin,
Wo ich reine Luft noch atme
Und dem Himmel näher bin.

Wo die reinsten Quellen fließen
Und die schönsten Blumen steh`n,
Da will ich mein Auge schließen
Um für immer fort zu geh`n. Susi und Maria 1993-09-08

AUF DEN BERGEN DA IST FRIEDEN,
DA GIBT ES WEDER LÄRM NOCH STREIT,
ALLE UNRAST BLEIBT DANIEDER,
TIEF IM TALE HASS UND NEID E. Sch. (Biwakbuchspender), 1993-10-27
 
DIE HÄUSELALMHÜTTE
  Vor dreißig Jahren waren Mitzi, die Schwester meiner Mutter und ihr Mann Willi Ronijak aus Kapfenberg die Hüttenpächter, die Versorgung erfolgte mit einem Muli vom Bodenbauer aus.
  Damals gab es noch ein vielseitiges Almleben, währenddessen heute viele wenn sie betrunken sind vom Almgehen sprechen, ging man damals auf die Alm um sich zu berauschen.
  Samstag und Sonntag war stets Hochbetrieb, die Jäger brachten eine Gämse in das Felsenloch gegenüber der Hütte und die Almgeher ließen sich das Wildbret gut schmecken. Die Milch holten wir von der schielenden Sennerin der Sachwiesenalm und die Natter im Felsenkeller der Hütte, bekam stets ihren Anteil davon. Während der Jagdzeit musste die Hütte geschlossen sein, doch da kam wegen dem gesetzlichen Wanderverbot ohnehin niemand.
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   Seit dem Waldfreigabegesetz von Bruno Kreisky, können die markierten Wege auch in der Jagdzeit begangen werden, allerdings die Bezirkshauptmannschaft Gröbming in der Steiermark, hat für den deutschen Riesen Jagdbesitz Borsche am Knallstein ein ganzjähriges Wanderverbot erlassen und am Hochschwab wird die Alm- und Schutzhüttensperrklausel in der Jagdzeit noch immer praktiziert.
  Die Hubschrauber Versorgung ist teuer und Natur zerstörend und sollte nur in extremen Alpengebieten eingesetzt werden. Für das Terzerhaus auf der Bürgeralpe ist sie sicher nicht gerechtfertigt, hier könnte man den gesperrten Personenlift als Materiallift verwenden.
  Trotz großer Probleme bewirtschaftet Sherpa Kolomann Luthenberger nun schon jahrelang die Hütte.
Beim Versorgungstransport mit dem Kleinbus durch die Sonnschienalm machten die Jäger Kolomann so lange Schwierigkeiten, bis er sich ein Pferd kaufte und die Hütte vom Bodenbauer aus versorgte, dort jedoch begann die große Problematik mit dem Reserve Erzherzog Johann dem Gehege Tier Züchter und Jagdaufseher des Jagdbesitzes der Pensionsversicherung der Angestellten PVA.
  Nebel, Nächtigung Sonnschienhütte.
  • 1994-05-12: Donnerstag Christi Himmelfahrt. Der Polster war die Startrampe für die Meisterschaft der steirischen Paragleiter, wer wieder in die Startpunktnähe zurückkehrt und am weitesten weggeflogen ist wird der Sieger dieses Wettbewerbes 
 
  EISENERZER REICHENSTEIN 2165 m GIPFELBUCH von der Reichesteinhütte in 20 Minuten zu erreichen SIEHE AUCH 3.2 GESÄUSE auf Mödlinger Hütte vom Reichenstein zum Reichenstein: 07./ 08. ab Tragöß 1976-09-10 <1> 1994-05 Südweg <2> Südweg Markierung 1995-06 ergänzt  <3> > Der Reichenstein ist ein Bekannter aus dem Jahre 1976, damals machte ich eine Höhenwanderung vom Admonter zum Eisenerzer Reichenstein.
Vom Präbichel nach Vordernberg führt der Erzwanderweg an vielen bergbaulichen interessanten Denkmälern vorbei.
  Ab Hafning vor Trofaiach setzt die Markierung des E6- und O5 Weges aus, lediglich an einigen Bahnmasten sind Spuren davon zu finden. In Trofaiach, bei der Frage nach dem Weg, erfuhr ich von einem ÖAV Mitglied einige diesbezügliche Hintergründe. Der Mann erklärte mir, wo der Nord Süd Wanderweg einmal an seinem Eigenheim vorbeigegangen ist, von der negativen Führung des örtlichen ÖAV war er nicht begeistert. Er sagte zu mir: Ich habe nun genug von den Machenschaften dieses Vereines und trete aus.
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Über den Zweck der Talherberge in Trofaiach kann man geteilter Meinung sein, meine bisherige Wanderung hat mir eindrucksvoll veranschaulicht, dass in den Tälern die ÖAV Vertragshäuser der Gastronomie sinnvoller sind. Jedenfalls sollen ÖAV Häuser nicht mit der Gastronomie konkurrieren.
  Sehr geehrte Herren vom ÖAV Hauptstr. 68 Sektion 8783 Trofaiach!   Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Trofaiach!  Um die Wiederherstellung der gänzlich fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in Trofaiach, wird ersucht.
Von Trofaiach fehlt die Beschreibung im Neuen Nord Süd Wanderwegführer.
DREIECKTURM MIT SAKRALEN BILDERN in Trofaiach
BILDLEGENDE
Es ist vollbracht
Bleib bei uns denn es wird Abend und der Tag hat sich geneigt
Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.
  An diesem schönen Feiertag habe ich meine Tageshöchstleistung vollbracht, allerdings mein, Tagesziel den Trabochersee, habe ich nicht erreicht.
  • 19940513: Freitag; Biwak Sonne Auf der Straße nach Leoben in einem Gasthaus konnte mir eine Gastarbeiterin keinen Kaffee servieren, weil der Chef noch nicht aufgestanden war. "Sie sind der erste der sich darüber beschwert." Sagte der Leiter des Verkehrsvereines Leoben Herr Prattes, als ich ihm die das Fehlen der Markierung in Leobnen mitteilte. "Das Problem ist mir nicht bekannt und wurde noch nicht an mich herangetragen und die Markierungen sind die Aufgaben der alpinen Vereine". Sagte Herr Prattes. "Die alpinen Vereine kann man nicht für alles verantwortlich machen. Ich werde ihre Amtsschimmel Aussage in meine Publikation aufnehmen. Sie leben und arbeiten hier, doch es ist ihnen noch nicht aufgefallen, dass der Europaweg E6 und der Nord Süd Wanderweg an ihren Büro vorbeiführt?" Sagte ich.
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LEOBEN
  Sehr geehrte Herren des ÖAV Hauptplatz 3/II Sektion 8700 Leoben! Sehr geehrter Bürgermeister von Leoben Herr Reinhold Benedek! Um die Wiederherstellung der in Leoben gänzlich fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges wird ersucht.
  1994-11-14 Sehr geehrter Herr Präsident der Naturfreunde Fischer! Wenn Sie als Politiker der den Naturfreunde Markierungsbereich Europaweg E6 nicht respektiert, für die Europäische Union in der Gemeinde Leoben geworben haben, ist dies für die Politikerglaubhaftigkeit nicht sehr erfreulich
  Anmerkung: Der im Zuständigkeitsbereich der Naturfreunde liegende Abschnitts des Nordsüdweges war damals, gelinde gesagt, sehr stark vernachlässigt. Der Naturfreunde Präsident Hr. Fischer reagierte eigenartig dubios und beantwortet eine nicht gestellte Frage. Die Bürgermeister wären für die Markierung des E6 Weitwanderweges zuständig, die nicht gestellte Frage seiner Plakat Aktion beantwortet er: Entzieht sich seiner Einflussnahme?  Das verwenden des Briefkopfes des Nationalratspräsidenten mit dem Wappen der Republik in einer Privatverein Obliegenheit war ein Amtsmissbrauch des Hr. Fischer.            
  Herzlichkeit und Gemütlichkeit. Euer Erzherzog Johann (Tafel am Wegbeginn zum Mugel)
 
 MUGEL
1630 m Bruck a. d. Mur 
BERGAUF BERGAB
STEIGEN FALLEN
MENSCHENSCHICKSAL
SPITZ CHRISTI 1812
Steininschrift am Mugelanstieg anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >
SPITZ CHRISTI 1812
  • 1994-05-14: Samstag Bewölkt Nächtigung im leerstehenden Almwirtshaus, gegenüber dem Jagdhaus in der Nähe des Hochalm Jagdschlosses, vielen Dank dem Jäger für die Zuweisung des kostenlosen Quartiers.
MORGENSTIMMUNG IM HOCHWALD
 
Carl-Hermann-Notunterkunft ca. 1400 m, mit dem Talort Übelbach. (Neuer Nord Süd Wanderwegführer)
  Diese Notunterkunft für 6 bis 8 Personen gehört der OeAV-Sektion "Weitwanderer" in Wien. Ein Unterkunftsraum in der sogenannten Fensteralmhütte wurde der Sektion Weitwanderer durch das Forstamt Prinz Liechtenstein unentgeltlich überlassen und dortselbst im Jahre 1988 eine Notunterkunft anstelle eines seit vielen Jahren im Bereich der Gleinalpe geplanten Biwaks errichtet.Die Namengebung erfolgte nach dem Gründer und 1. Vorsitzenden der Sektion Weitwanderer (gegründet 1979), Bildhauer Carl Hermann aus Gmünd in Niederösterreich. Er lebte von 1928 bis 1986. Bereits zu Zeiten Carl Hermanns war die Errichtung eines Biwaks im Gebiet des Gleinalmzuges auf dem Nord-Süd-Weitwanderweg 05 (Europäischer Fernwanderweg E 6) geplant. Dieses Vorhaben konnte jedoch erst nach seinem Ableben durch die Errichtung der Notunterkunft realisiert werden. Quelle
CARL HERMANN NOTUNTERKUNFT und für den Wanderer nur bei Mitnahme des ÖAV Schlüssels zugänglich, allerdings durch die Schlüsselmitnahme kann von einer Notunterkunft im Sinne Carl Hermanns keineswegs mehr die Rede sein. Das Hinweisschild CARL HERMANN NOTUNTERKUNFT ist irreführend und müsste Carl Hermann NOTUNTERSTAND heißen. Zuständig ÖAV Frohnleiten
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 Notunterkünfte auf dieser Wegstrecke gibt es beim Almwirt oder im vorbildlich eingerichteten Winterraum des Kleinalpenhauses.
DIE EWIGKEIT, DIE UNENDLICHKEIT
HAT NOCH KEIN MENSCH AUSGEMESSEN,
ABER DER WEG DORTHIN IST NICHT WEIT. >
EIBELKOGEL 1831 m
Das Gipfelkreuz wurde im Juli 1978 von den St. Michaeler Bergfreunden aufgestellt. GIPFELBUCH
Ein für den Gipfelbuch maßgeschneidertes in Leder gebundenes Buch.
Besinnliche Rast wünschen die St. Michaeler Bergfreunde.
Die vollgeschriebenen Gipfelbücher liegen im Schuhhaus Kapfer in St. Michael zur Einsichtnahme auf.
Du sollst unter andern
                                           Den Nordsüdweg wandern. Erika u. Bruno Weidlich, 1989-09-07
anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >

LÄRCHKOGEL 1897 m GIPFELBUCH
Kleinalm 1897 m GIPFELBUCH
anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >
Oh nütze der Jugend schöne Stunden,
Sie wissen nichts von Wiederkehr.
Einmal entschlüpft, einmal entschwunden,
Zurück kehrt keine Jugend mehr. Erika u. Hubert, 1993-06-19
Zeig deine Tränen nicht
Wenn deine Seele weint,
Glaube den Worten nicht
Wenn auch nach Wahrheit scheint.

Glaub deinen Träumen nicht
Denn sie vergeh'n,
Verzweifle nicht
Du musst besteh'n. Erni und Franz, 1987-05-19

Die Berge sind die Heimat
Mein Leben und mein Recht,
Hier bin ich der König
Unten bin ich Knecht. Fladerer Weiz, 1994-10-13 16:42
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SPEIKKOGEL 1988 m GIPFELBUCH GIPFELKREUZ DES KLEINALMSPEIK  
anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 > 
So schön ist`s noch hienieden

Auch unser Herz erfuhr
Den Segen und den Frieden
Der göttlichen Natur.

Noch blüht des Himmels Schöne,
Noch mischen brüderreich
In unseres Herzens Töne
Des Frühlings Laute sie.

Drum such im tiefsten Tale
Den blütenreichsten Hain
Und gieß aus goldner Schale
Den frohen Opferwein.

Noch lächelt unveraltet
Das Bild der Erde dir
Der Gott der Jugend waltet
Noch über dir und mir. Hölderlin >
Margarete Dür von der Mugel kommend, 1993-09-07
  Ein Frühlingsgedicht, als Erinnerungsgeschenk von Friedrich Hölderlin bei einer Südwegwanderung
im Frühling, Menschenseele, nichts kann dir noch größere Freude bereiten.
 
Ein Mensch der sagt: Er sitze am längsten Ast.
Ist trotz der Evolution ein AFFE geblieben. >

HÜTTENBUCH KLEINALPENHAUS
Heut hab` ich dies Buch gebracht,
Haltet es sauber und geb`t darauf acht.
Schreibt recht nette Sprüche rein,
Dass sich die Leut` daran erfreu`n. Arnold Insugg Graz, 1981-10-23
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Wer in Hinkunft über seine Herkunft keine Auskunft geben kann, bekommt in Zukunft keine Unterkunft. Rosi, Sepp und Rudi, 1983-02-17

Nicht jeden Tag kann die Sonne scheinen
Manchmal muss der Himmel weinen. Ricki und Irmgart, 1985-08-06

Droben auf den Bergen muss die Freiheit grenzenlos sein.
Alle Ängste alle Sorgen sie sind hier verborgen
Und was unten so wichtig erscheint ist oben klein.
Berg und Naturwacht St. Magarethen, 08-12-85

Zeig deine Träne nicht wenn du auch weinst,
Glaube den Worten nicht wenn`s wahr auch scheint,
Schenk' dich den Träumen nicht denn sie vergeh`n,
Verzweifle am Leben nicht denn du musst es besteh`n. Erni und Franz, 1987-05-19
  • 1994-05-15: Sonntag Nebel, Kleinalpenhaus Nächtigung
STIERKAR KREUZ 
  Hier fand man 23. Juni 1828 Anton Schachner, vulgo Möschbauer aus Mitterbach tot auf. Er hatte einen Ochsen auf die Rauchalm getrieben und hatte den Riemen zu fest um die Hand gewunden, als der Ochse von einem wiehernden Pferd erschreckt wurde, konnte er sich nicht losmachen und wurde zu Tode geschleift. Um ein Vaterunser wird gebeten
 
  WÖCKERKOGEL  OFFENE KIRCHE 1988 m
  Koralpe Gaberl Altes Almhaus Ein kurzes Stück am Südweg E6/A7 Nordkap Ätna Abschnitt Gaberl altes Almhaus zu gehen - ist ein dem Kupferweg würdiger Abschluss. Es ist Sonntag mich interessiert eine Statue im neuen Kleid, auf dem 1706m hohen Wöckerkogel aus dem marianischen Jahr 1954, hinter dem Alten Almhaus. Ich gehe hinauf und finde eine Art offene Kirche mit einer Felsen Madonna vor. Der Altartisch und die Kanzel sind aus Fels gehauen, einem Kalvarienberg ähnlich sind viele christliche Zeichen in steinernen Platten verewigt. Die Kameradschaft Saala feiert 50 Jahre Kriegerkreuz auf dem BRANDKOGEL. Ein Silentium an die gefallenen Kameraden und an die in den Bergen Verunglückten. So. 2003-08-03 >
 
  SPEIKKOGEL 1993 m GIPFELBUCH Koralpe Salzstiegl
Wer  HÖHER strebt,
Der spürt wovon man lebt,
Er geht hinein in GOTTES Garten.
Ein kurzes Stück am Südweg E6/A7 Nordkap Ätna anwesend So 2003-09-14 Sonne >
  • 1994-05-16: Montag Sonne Biwak Halterkogel
- 118 - ERZHERZOG JOHANN 1782 - 1859 ERZHERZOG JOHANNKREUZ Pack Landjugend Pack 1982
WER
WANDERN WILL
BRAUCHT NICHT
UNBEDINGT EINEN STAB
ABER EINEN FESTENWILLEN
Carl Hermann BAUMMARTERL MIT SINNSPRUCH
 
DER ALPENKRÄUTERGARTEN VOR DER PAULUSKAPELLE
  Überall sind die Spuren der Menschen zu sehen, Skilifte, viele Bretterzäune zur Schneefestigung, Häuser und Hütten, doch von den Menschen waren in der Weinebene keine Anwesenheitszeichen.
  Meine Vorfreude auf die Kärntner Nudeln, die auf der Gößlerhütte immer so ausgezeichnet schmeckten, wechselt in eine feierliche Erhabenheit, weil es mir nun vergönnt ist hier mutterseelenallein die Nacht im Freien verbringen zu können.
  Als ich den Abhang von der Handalpe zur Pauluskapelle hinunter schreite sind die ersten Sterne am Horizont wahrzunehmen und auf den Schneefeldern der gegenüberliegenden Koralpe liegt noch ein leichter rötlicher Schimmer, als letztes Zeichen eines Schönwetter - Frühlingstages. Die Wegbereiter des Lenzes machen einen großen Vormarsch, ein geschäftiges Treiben und ein lustiges Erwachen ist überall in der Flora und Fauna. Große Streckenabschnitte bin ich ohne Schuhe auf rotblühenden Matten geschritten und auf idyllischen Ruheplätzen habe ich mich von den Strapazen erholt.
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  Doch nun liegt eine eigenartige Stille in der Landschaft, die sonst bei Schönwetter von Menschenmassen überflutet ist. Der Künstler Carl Hermann sagte hier bei seiner letzten Bergmesse in der Pauluskapelle. Nächstes Jahr sind wir alle wieder hier, kommt alle wieder herauf zu der Kapelle wo der heilige Paulus versinnbildlicht ist.
  Seine letzte Ruhestätte hat er bis in das kleinste Detail konzipiert und dafür gesorgt dass bei der Ausführung seine Planung eingehalten wurde.
  Durch seine Freundlichkeit zu allen Menschen war Carl Hermann in der Öffentlichkeit bekannt und beliebt, doch er wirkte sehr viel im Stillen und tat so manches von dem viele gar nichts wissen.
  Wer weiß zum Beispiel dass zwei Gedichte von Carl Hermann vertont wurden, dass er ein Drama von Paulus geschrieben hat, dass er im Gesäuse einmal Kletterlehrer war und einmal den Totengräber ersetzt hatte?
  Das elektrisch betriebene Abendläuten der Glocke von der Pauluskapelle bringt mich wieder in die Gegenwart zurück, doch sogleich versinke ich wieder in der Erinnerung. Die Kapelle ist auf einem leichten Hügel errichtet, rundherum wurde der Almboden in seinem Urzustand gelassen, nur eine Jägerzaun schützt sie vor den hier im Sommer weidenden Kühen.
  Nach dem Ableben von Carl Hermann kam eines Tages die Frau Scher, eine der acht Glockenpatinnen der Pauluskapellenglocke, mit dem Traktor voll Steinen angefahren und legte vor der Kapelle einen Alpenblumen- und Kräutergarten an, das war eine Veränderung des Werkes von Carl Hermann der ausdrücklich keine wie auch immer gestaltete Erd- und Steinanhäufungen vor der Pauluskapelle wollte.

  Nun man hat auch das von Carl Hermann speziell ausgesuchte wunderschöne Holz auf der Innenseite des Baues, schwarz imprägniert und die Schrift weiß nach gemalt.
  Nun kurz nach der Schneeschmelze sticht die Wunde mit dem Steine und Erdehaufen, gegenüber dem rundherum grünenden Alpenboden vor der Kapelle, besonders abscheulich hervor.
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  Das ist nicht mehr die Handschrift eines Carl Hermann`s, seine Idee wurde vergewaltigt, sein Wunsch, dass es nach seinem Tod so bleibt, pietätlos übergangen.
  Trotz eindringlicher Bemühungen um die Herstellung des Ursprungszustand, haben hier alle dafür maßgeblichen Endscheidungsträger versagt und den letzten Willen von Carl Hermann nicht respektiert.
  Der Grundbesitzer Herr Graf Montecuccoli von der Lichtenstein´schen Forstverwaltung, ist ein großer Paulusverehrer, er hat auch schon einige Stätten an denen der heilige Paulus gepredigt hat aufgesucht und mit Carl Hermann fanden diesbezüglich angeregte Gespräche in Deutschlandsberg statt. In einem Schreiben an die Sektion Weitwanderer hat er den Wunsch geäußert, dass er die Pauluskapelle so sehen möchte, wie sie von Carl Hermann geplant und ausgeführt worden ist.
  Sehr geehrte Frau Scher!   Es wird Ihnen sicher großer Dank und Anerkennung zu Teil werden wenn Sie ihre Kräuter und Alpenblumen auf öffentlichen Gemeindeplätzen oder Lehrpfaden für die Allgemeinheit erschließen, ich bitte Sie jedoch den Platz vor der Kapelle von Ihren Steinen zu befreien und zu ebnen, dann wird von selbst Gras über diese unsinnige Geschichte wachsen.
  Obwohl ich die Sinnlosigkeit schon fühle geh ich trotzdem vor der Nachtruhe zur Gößlerhütte um nach einem Winterraum und nach einem hinterlegten Kontrollstempel Ausschau zu halten. Nun habe ich mich vergewissert, dass ich richtig fühlte und lege mich hin zum Schlaf und meine letzten Gedanken sind Vofreude auf den morgigen Tag, die jedoch durch Melancholie überschattet ist, weil es der letzte Wandertag sein wird.
  • 1994-05-17: Dienstag Sonne Biwak
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STEIRISCHE SEESPITZE 2066 m  VIERTES GIPFELBUCH Koralpe
Aufwärts   sachte,
Abwärts     achte,
G`rad`aus trachte.
Komme immer gern zurück,
Auf dieses Erden Stück
Und denke das Eine nur,
Schön ist die Natur.
Ich habe in den Bergen,
Vergessen mein Leid,
Um glücklich zu werden,
Für alle Zeit.

Wer anderen nicht traut
Steckt in einer schlechten HAUT.
Karl Reiterer >
  Gipfelnacht bei Schönwetter am Vorabend der Karl Reiterer > Werkzusammenlegung im Heimatmuseum St. Peter im Sulmtal.
1989-08-14 - 15 <1> anwesend 1994-05 <2> Markierung ergänzt 1994-05 <3> >
 
KORALPENSPEIK 2144 m
Kreuz Inschrift BLEIBE DEINER HEIMAT TREU.
Kreuz Legende: ÖAV 1948 Deutschlandsberg, in Gedenken an die toten Bergkameraden. Gestaltet von Günther Zmugg, aufgestellt am 4. und 5. Juni 1948, mit Hubert und Wolfgang Bukoschegg, Rudolf Kern Senior und Junior, Karl Gutjahr, Wolfgang Kogler, Ludwig Weber. Heraufgeführt über die Brendl am 26. und 27. Mai 1948 mit einem Steyr Traktor 180, gefahren von Josef Mayer unter Mithilfe von Hans Ehgartner, Alfred Kern, Helmut Gauer, Max Schick und Obmann Gottfried Lawatsch.
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Hier weilte am 7-7-1811 Prinz Johann von Österreich. Erneuert im Gedenkjahr 1988
Dieses Gipfelbuch widmete den SpeikfreundenJosef Reiner aus Bad Gams am 07-06-1989
In Glück und Gunst
Weiß MENSCHENKUNST,
In Menschenleid
Weiß Gott Bescheid.

Ein Mensch der sagt: Er sitze am längsten Ast.
Ist trotz der Evolution ein AFFE geblieben.
  Sonnenaufgang am Gipfel, am Tag der Karl Hermann Gedenk- Bergmesse auf der Weinebene in der Pauluskapelle. > anwesend 1989-08-15<1>
1994-05 <2> Markierung ergänzt 1994-05 <3> >
MERIDIANSTEIN AM KORALPENSPEIK

DIE KRÄMERIN 
  EIN MARTERL ZUR ERINNERUNG AN DIE ERFRORENE BAUCHLADENVERKÄUFERIN Bevor wir vom Glitzkogel 1734 m kommend in den Wald treten, steht linker Hand ein ohne Mörtelverbindung zusammengefügtes Steinmarterl, die Krämerin.
  Unter einer Krämerin verstand man eine Frau, die mit verschiedenen Kleinkram Waren von Hof zu Hof, von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zog und alles zum Kauf anbot. Der Volksmund erzählt, dass hier eine Krämerin auf dem Weg nach Kärnten vom Schneesturm überrascht worden und erfroren sein soll.
  Jahrzehntelang war es der Brauch der Almgeher einen Stein mitzunehmen und an dieser Stelle abzulegen habe. Als schon eine größere Menge Steine vorhanden war, entschloss sich ein Bewirtschafter der Brendlhütte, in seiner Freizeit aus dem Material ein Marterl zu errichten.
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In der Nische ist ein Sandsteinrelief, Maria mit den Kinde, eine Schülerarbeit von Carl Hermann.  Von den übriggebliebenen Steinen wurden von den Einheimischen oder Wanderern mit unglaublicher Phantasie rund um das große mehrere kleine Marterl errichtet.
Der Weg ist das Ziel Carl Hermann Anmerkung: Das Sandsteinrelief ging verloren
DER WALD

Ich bin die Wärme deines Heimes in kalten Winternächten,
Der schirmende Schatten wenn des Sommers Sonne brennt.
Ich bin der Dachstuhl deines Hauses,
das Brett deines Tisches.
Ich bin das Bett in dem du schläfst,
 und das Holz, aus dem du deine Schiffe bauest.
Ich bin der Stiel deiner Haue, die Tür deines Hauses.
Ich bin das Holz deiner Wiege und deines Sarges.
Ich bin das Brot der Güte, die Blume der Schönheit.
Von mir sind die Bretter die die Welt bedeuten,
                                  Darum erhöret mein Gebet, zerstöret mich nicht. Baumschild bei der Krämerin

Der Baum vor Eibiswald

Ich bin die Wärme deines Herdes an kalten Winterabenden.
Ich bin der Schatten, der dich vor der heißen Sommersonne beschützt.
Meine Früchte und belebende Getränke stillen deine Durst auf deiner Reise.
Ich bin der Balken der dein Haus hält, die Tür deiner Heimstatt..
Ich bin das Bett in dem du liegst, und das Spant das dein Boot trägt.
Ich bin der Griff an deiner Hacke, das Holz deiner Wiege, die Hülle deines Sarges
St. Oswald Lindenbaumschild1986
DA RUSS Wandmarterl am Jägerwirtshaus
  Beim Zenz in der Wiel, dem heutigen Jagerwirt, war der gefangene Russe im ersten Weltkrieg als Landarbeiter zugeteilt. Diese Begebenheit gab Klöpfer Stoff, ein Gedicht zu schreiben.
  In St. Kathrin in der Wiel schuf Carl Hermann eine lebensgroße Plastik aus Stein, die das bedeutende Werk des steirischen Mundartdichters KLöpfer zum Ausdruck bringt.
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  Das Teilstück vom Jagerwirt bis Eibiswald, auf dem der Hiaserl mit dem gfonganan Russn gehen musste, wurde zu Ehren des Dichters Dr. Hans Klöpfer Weg benannt, und vier geschnitzte Holztafeln von Carl Hermann mit Auszügen aus dem Gedicht Da Ruß sind an bestimmten Wegabschnitten angebracht.

DA RUSS

A gfongana Ruß, a großmächtana Monn,
Ban Zenz in der Wial kriagg an wehtandn Zohn,
Und er jammert und haust, und da Dokta so weit,
Und dö Oarbeit so gnedi und koans hot just Zeit,
Daß dan obi kunnt füahrn bis auf Eibiswold nein,
Wall alloan derft an net, muaß a Wochta mit sein.

Zlest denkt si die Bäurin, i kunnt`s jo probirn,
Sull mei Hiaserl den Rußn zan Zähntreißn füahrn,
Dos is ihr jüngstes Büabl, grod sechjahri heit,
Roatgwanglt, kloanwunzi, oba witzi und gscheit!
Und sie ruaftn eam vun Schoufholtn hoam vun da Holt:
Steck die Schuach an, muaßt obi zan Dokta z`Eibiswold!
Und i liaß`n schöa grüß´n und i bitt`n holt recht,
Ob a den unsan Russn net zähnreißn möcht.
Und nimmst´s Rucksackl mit, bringst  von Krommar an Tee
Und a schmiedani Sterzpfonn und an Packlkaffe
Und um drei Kreiza Zwirn und um zwölf Kreiza Zimbt
Und froggst eini ban Firba, wo da Blaudruck bold kimmt.

Af Eibiswold braucht ma vier Stund. Jo und duat
Sogg die Köchin vun Dokta: Schoad, grod is a fuat!
Schofft da Hiaserl in Russn: Do setz die hiaz nein
Ins Vorhaus und woartest, i kaf dawal ein!
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Und da Ruß sitzt schoa do und sogt dobre und locht
Und dawal hot da Hiaserl seini Weg olli gmocht.
Wia`s firti san, gengan´s mitanona schöa stad
Wieda hoamzu. Do hebbs an zan schneibn und es waht,
Daß ma völli die Hand vor die Augn neama siacht,
Und da Hiaserl wird müad, wal da Rucksack so ziacht.
Den nimm da Ruß üba und es schneit via nett gscheit,
Und longsom wird´s finsta und da Weg noch so weit!

Da Hiaserl muaß olli Biat rastn in Schnee,
Möcht am liabstn gern schlofn und die Füaß tatn eahm weh.
Do nimmt da Ruß `s Büaberl gonz still aufn Oarm,
Hüllt`n Montl guat üba und troggn schöa woarm
Üban Boch, durchn Wold, der mit Blochhulz varramt,
Und der Wochta hot gschlofn und wunnaschön tramt
Vun da Regerl ihr Goaß und vun Christkindlbam
Und woan wul da Vota vun Kriag wieda kam;
Und gspürt`s net, wann dea Ruß ehm oft hoamli hot druckt,
Und wird richti erst munta, wia`s Torgotta zuckt.
Duat stellt er`n schöa gschmeidi af d` Füaß vorn Haus
Denn wia schauat da Hiaserl ols Wochta sist aus!)
Und sie löffln a Suppm und die Muatta woar froh,
Und da Ruß krallt gemüatli in Stodl intas Stroh,
Und is bacherlwoarm glegn, dawal der Schneewind hersolzt,
-Und hot tramt, doß sei Büabl in Rußland eahm holst. Klöpfer >

  Seit der Hebalm konnte ich beim Jagawirt erstmals wieder in eine Wirtsstube einkehren. Meinen Dank und meine Bewunderung gilt für die Wirte die in entlegenen Gebieten ganzjährig die Stellung halten, sie sind wichtige alpine Stützpunkte. Dies gilt auch für die Schutzhüttenwirte die strickt ihre Öffnungszeit einhalten, so war ich auf der Voisthaler- und auf der Sonnschienhütte jeweils der einzige Gast. Am Koralpenspeik sind Hinweisschilder für den Skilift Betrieb die den Wanderer in die Irre führen.

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  Ganztägig warme Speisen stand auf der schwarzen Holztafel mit Kreide geschrieben, neben dem Eingang zum Koralpenhaus eine Werbung zur falschen Zeit, die Hütte war gesperrt, es gibt keinen Winterraum und natürlich auch keinen hinterlegten Kontrollstempel.
Hier starb Herr Johann Pichler 1900-1973
Forstarbeiter und Aufsichtsjäger
Fünfzig Jahre bist gegangen auf die Pirsch
Hast gelebt für Reh und Hirsch.
D´rum hast du auch auf Waldesgrund
Allhier verlebt die letzte Stund. Baummarterl
  Nach St. Oswald gibt es unter dem Kogelwirt eine neu markierte Wegabzweigung, ich ging dem im Neuer Nord Süd Wanderwegführer beschriebenen Weg zum Kogelwirt, rechts bei der Höchstwirthkapelle ist eine neues Wegschild Nord Süd Wanderweg 05, ich folgte dem Hinweis, nach längerer Zeit erfuhr ich von einem Einheimischen, dass ich mich in Richtung St. Oswald fortbewegte, und dass es vielen Nord Süd Wanderweg Wanderer ebenso wie mir ergangen war.
  Am Staritsch kam ich in der hereingebrochenen Dunkelheit von der Markierung ab und wanderte auf einem asphaltierten Güterweg, vor Aibl kam ich zu einem Gasthaus an dem ein Schild Zimmer frei angebracht war. Nun spielte sich die gleiche Zeremonie wie in Lackenhof ab: Ich fragte nach einem Zimmer mit Dusche. Die Kellnerin sagte: Sie müsse erst den Chef fragen. Nach zehn Minuten kam dann der abschlägige Bescheid.
  Vor Eibiswald hatte ich eine Funkstreifenkontrolle, die jungen Beamten fragten nach dem Reisepass. Ich konnte nur mit: "Ich heiße wirklich Mayer und komme aus Wien, mein Profil an den Schuhen ist in Ordnung," dienen.
 Als ich in Eibiswald bei der Krainer Säule angelangt war wusste ich dass ich am Nord Süd Wanderweg- Endkontrollstellenwirt Josef Simperl vorbeigegangen war, ein Ortskundiger, "der gebürtige Leobner und nun in Eibiswald wohnender Pensionist Herr Otto Schirlinger", führte mich zum Simperl und hat wie ich am nächsten Tag erfuhr, mir sogar noch mein Bier bezahlt. Nächtigung im Gasthof Simperl Eibiswald, wo auch ein Weitwandererbuch aufliegt.
Viele Wege führen nach ROMfür uns Weitwanderer einer
Vom Nebelstein nach Eibiswald Carl Hermann
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ENDSTATION SIMPERL KONTROLLSTEMPEL - ABSCHLUSSBEMERKUNG
Josef Simperl  1910 - 2005 >  Weitwanderung Südweg 05 Österreich Endstation GASTHAUS SIMPERL EIBISWALD  
  Wir begrüßen und gratulieren zur 1. Durchwanderung des Nord Süd Wanderweg ganz herzlich und wünschen noch viele frohe und gesunde Wandertage und viel Freude in den Bergen. Familie Simperl anwesend 1994-05
  Zur 2. Durchwanderung des Nord - Süd Weges begrüßen und gratulieren wir den Wanderer ganz herzlich. Auf seinen weiteren Wanderungen alles Gute, Glück, Segen und Gesundheit sowie viel Wanderfreude, wünscht vom ganzen Herzen Familie Simperl  anwesend 1995-06 <2> >
DER Nord Süd Wanderweg 05 WEGENDESTEIN in Eibiswald von Carl Hermann  Carl Hermann GEDENKSTEIN in Eibiswald von Toni Hafner August Krainer  BILD: 69   ENDKONTROLLSTELLE FAMILIE SIMPERL und >
  Am 18-05-94 kehrten vier Radler aus Großbettlingen in Schwaben, in Eibiswald in der Steiermark im Gasthaus zu den drei Eiben ein. VIER SCHWÄBISCHE RADLER BEIM SIMPERLS Bild 71
  Gerhard, Herbert, Manfred und Rainer sind seit 13-05-94 unterwegs und haben bis heute 850 km hinter sich unser Ziel ist bis Freitag Wien. Wir widmen Bruno diese Zeilen und wünschen ihm weiterhin alles Gute auf seinem künftigen Weg.
  Weitwandermuseum Österreichischer Alpenverein Ortsstelle Eibiswald Das Museum befindet sich im "Lerchhaushof" (Hauptplatz 82) und umfasst 3 Schwerpunkte: Das Weitwandern Carl Hermann - Der Bildhauer und Begründer des Weitwandern "Carl Hermann  Portrait"  Videofilm Vorführung Informationen Öffnungszeiten: Ostern bis Allerheiligen nach telefonischer Anmeldung Telefon: 03466/42416 Hr. Brauchart Fax: 03466/42416-4  Eintritt: Freiwillige Spende Nähere Informationen erhalten sie auch im Gemeindeamt Eibiswald bei Frau Angelika Pressnitz  (Tel.: 03466/42218-23)
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DACHSTEINLOCH>
14. Wandrer Gipfel Buch STATION BLICK VOM DACHSTEINLOCH
1993-08-13: Freitag auf Türlwandhütte Südwandhütte Dachsteinloch ab Südwandhütte Türlwandhütte Sonne
Lieber Wanderer merk dir das,
Bleib auf dem Weg, geh nicht durch`s Gras
Damit man leicht und ohne Müh`
Dich unterscheiden kann vom Vieh. Wegschild
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16. Wandrer Gipfel Buch STATION HOCHGOLLING NORDWAND
HOCHGOLLINGSÜDWAND HOCHGOLLINGLESUNG >
H O C H G O L L I N G Peter > 130 - 139 -

AUSKLANG aus Franz Schmid & Peters Gefährten am Seil  Wien, 1993-10-29
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CARL HERMANN MUTTER UND VATER
Die Erde ist die Mutter,
Die Sonne ist der Vater,
Aller Lebewesen. Carl Hermann
 
DIE BERGSTEIGERMUTTER 
  Mein väterlicher Freund August > 1913 - 1991 Chronist Formation Gipfel Buch Schirmherr 1989 - 1991 St. Peter im Sulmtal Stmk., ein Cousin von Carl Hermann, und ich hielten nach der Teilnahme an der Bergmesse Pauluskapelle eine Einkehr in die Gößlerhütte, dort fand meine erste Begegnung mit Carl Hermann statt.
  Es war der Vortag meiner Gipfellesung im Jahre 1986 am GROSSEN ÖDSTEIN, deshalb erinnerte sich Carl Hermann an seine Jugenderlebnisse im Zauber des Gesäuses und begann davon zu erzählen:
  Schon während der Studienzeit fuhr ich zu Gesäuse Bergfahrten von Graz mit dem Fahrrad nach Gstatterboden.
  Mit wenig Geld, spärlichen Essvorrat doch mit viel Idealismus und Hingabe zur Natur ausgestattet, ging ich damals als Einzelgänger meine Bergwanderungen.Von dem Säuseln des Windes und dem Rauschen der Enns bei dem Durchfließen durch das Gesäusetor Gesäuseeingang ennsabwärts nach Admont, entstand der Name des Gebirges. Das Gesäuse besitzt stolze Gipfel, die auch auf ihrer schwachen Seite nur mittels Kletterkunst bezwungen werden können.
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  Der Zauberberg der GROSSE ÖDSTEIN > 2355 m ist der eindrucksvollste Gipfel von dieser Gruppe der eigenwilligen Bergpersönlichkeiten, auf ihm habe ich mehrmals eine Gipfelrast gehalten.
  Außerhalb der Ortschaft Gstatterboden, wohnte in einer Keusche Frau Katharina Ditz, die legendäre BERGSTEIGERMUTTER, so manchen hungernden Bergsteiger hatte sie in der Notzeit ein Stück Brot und freundliche Worte geschenkt.
  "Auch ich bekam einst von ihr das Brot der Gnade und denke immer mit Hochachtung an diese Frau. Meine Erinnerung an Sie werde ich in meiner geplanten Neuauflage des Buches DER WEG IST DAS ZIEL, in einer Widmung an sie aufzeichnen." Carl Hermann
Arme Leute die mit dem Herzen schenken,
Sind der Inbegriff des guten Menschen.
Sie war eine von vielen
Und doch in ihrer Art einzigartig.
  Ihr Grab befindet sich im Bergsteigerfriedhof Johnsbach. 19861011 Samstag: Besuch von Carl Hermann im Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Es war meine letzte Begegnung mit dem Bildhauer, Autor und Vater der Weitwanderbewegung. Auszug aus dem Gipfelbuch des GROSSEN ÖDSTEIN´S >
 
WANDERN IST KEINE NEUE ERFINDUNG
"Der Weg ist das Ziel" (Buchauszüge) vom Vater der Weitwanderbewegung Carl Hermann
  Wandern ist keine neue Erfindung, wohl aber das Weitwandern. Vor 1970 wurde von einigen Berg Begeisterten so etwas erwogen, kam aber nicht gezielt zum Durchbruch. Als ich 1968 der Hauptversammlung des ÖAV den Plan vortrug, das Weitwandern zu fördern, wurde dieser begrüßt.
  Eines Tages rührte mich ein leises Heimweh nach meinem Heimatort Eibiswald. ich stellte mir die Frage, wie viele Tage ich brauchen würde, von Gmünd nach Eibiswald zu gehen, heimzugehen.
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  Diese Überlegung war der zündende Gedanke für die Errichtung des Nord Süd Wanderweg. Dann kam die Planung: Viele Wegstücke kannte ich, Landkarten halfen mir, das Fehlende zu ergänzen.
  Der Sektions Verband Steiermark des ÖAV und andere alpine Vereine standen dem Weitwander Gedanken skeptisch gegenüber, stimmten dann aber doch zu. 1970 ist der Nord Süd Wanderweg anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Sektion Graz des ÖAV vorgestellt und der Öffentlichkeit übergeben worden.
  Der Gedanke des Weitwanderns wurde zu dieser Zeit noch belächelt. Als man dann die ersten statistischen Zahlen bekanntgeben konnte, war alles in Ordnung, und auch andere begannen, Weitwanderwege zu planen. Heute zählt der Nord Süd Wanderweg zu den nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland bekanntesten und meist begangenen Wegen.
  Tausende haben diesen Weg schon durchwandert, alle Kontinente sind vertreten. Landschaftlich kann man den Nord Süd Wanderweg Weg in 4 Abschnitte einteilen: das Waldviertel mit der Wachau, das Alpenvorland, das steirische Gebirge und die schönen Almen. Der Wanderer wird auf diesem Weg viel an Kultur und österreichischer Geschichte neu entdecken.
  Durch den Generalplan von Dr. Robert Wurst durchqueren noch andere Weitwanderwege ganz Österreich.
  Nachdem sie den Plan gefaßt haben, den Nord Süd Wanderweg zu begehen, mögen sie recht frohe Wandertage genießen und schöne Erlebnisse mit nach Hause bringen. Carl Hermann Der Südweg Hermann
  Da ich schon früher an der Gestaltung von Wanderwegen viel mitgearbeitet hatte und mit Wanderern über ihre Probleme sprach, bekam ich in der Sache einen guten Überblick.
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  Im Jahre 1967 arbeitete ich im Freien an einer großen Granitplastik; es war im Juli, die Sonne brannte unbarmherzig und zwang mich zu einer Rast im Schatten. Wieder einmal, wie des öfteren, waren meine Gedanken daheim in Eibiswald, wo mein Lebenskampf begonnen hatte, Kinderjahre, Jugendzeit, viele schöne Tage, auch etwas Heimweh wurden wachgerufen. Und die Gedanken gingen weiter!
  Wie weit bin ich überhaupt von zu Hause fort, in 6 bis 7 Stunden bin ich mit dem Auto in Eibiswald. Man müsste den Weg dorthin gehen, dann könnte man die Entfernung von der Heimat zur Wahlheimat genauer abschätzen. Carl Hermann
 
Das Weitwandern (Trekking) ist ...... keine neue Erfindung 2007-12-04
   Da schon altersmäßig und berufsbedingt Wandersburschen und Kaufleute von Ort zu Ort, von Land zu Land wanderten. Ebenso verhält es sich mit den Wallfahrern, die ja immer schon zu den Stätten der Gnaden Orte pilgerten, also "wanderten". Auch die Erschließer der Bergwelt können den "Urwanderern" zugeordnet werden. Bereits im Jahre 1932 haben sich der Alpinschriftsteller Ing. BENESCH und der Alpenvereinssekretär Dr. Josef MORIGGL mit dem Wandern von Hütte zu Hütte auseinandergesetzt. Später hat Dr. Ernst HERRMANN mit dem Tauernhöhenweg und je einem Weg durch die nördlichen bzw. südlichen Kalkalpen diesen Gedanken wieder aufgegriffen.
Vor nun mehr als dreißig Jahren hat Carl HERMANN seinen "Nord-Süd-Weg" ins Leben gerufen und damit das Weitwandern der neuen Zeit angeregt.
  Durch eine ARGE unter dem damaligen Sonderbeauftragten Min. R. Dr. Robert WURST wurde im Jahre 1976 durch die ÖAV Jahreshauptversammlung ein Generalplan genehmigt und im Laufe der nächsten Jahre auch praktisch realisiert. Neben einer Vielzahl von regionalen Wanderwegen führen vier überregionale Weitwanderwege von Ost nach West (01 bis 04) und werden von fünf Weitwanderwegen, die von Nord nach Süd verlaufen (05, 07 bis 10), gequert. Das Mariazeller Wallfahrer Wegesystem 06 führt von den Städten Wien, Graz, Klagenfurt, Linz, Eisenstadt bzw. dem Nebelstein im Waldviertel nach Mariazell. Die Markierung der Weitwanderwege ist durchgehend rot weiß rot mit der jeweiligen Wegnummer im weißen Feld. Die Kennzeichnung und Beschilderung der Weitwanderwege obliegt jenen Sektion der alpinen Vereine, die im jeweiligen Bereich eines Weitwanderweges ihr Arbeitsgebiet haben. Im Laufe der Jahre wurden der Sektion Weitwanderer vom ÖAV alle zehn bestehenden Weitwanderwege zur Betreuung übergeben.
  Bleibt noch der Wunsch, dass möglichst viele Wander-, Berg- und Naturbegeisterte unsere Weitwanderwege begehen und, entweder ohne Leistungsdruck, allein durch das Erlebnis mit der Natur, die Begegnung mit der Kultur und die Gemeinschaftsbildung Erholung und Entspannung vom Alltag finden mögen, oder aber als sportliches "Trekking" - auf Grund der zu erbringenden enormen Belastung - die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit finden mögen.
Alle Wegbeschreibungen über die 10 österreichischen Weitwanderwege sind - sofern nicht vergriffen - im Fachbuchhandel sowie auch über die ÖAV-Sektion Weitwanderer erhältlich. Adresse: Thaliastraße 159/3/16, A-1160 Wien, Fax und Tel. +43/(0)1/493 84 08 oder 0664-2737242,
Erika und Fritz Käfer

ICH GEHE EINMAL ZU FUSS HEIM!
  Wie war die nächste Frage? Über Zwettl, Ottenschlag, Spitz, Mariazell, den Hochschwab, Leoben und über die Pack. In diesem Fall würde ich genau vom Norden in den Süden gehen, also ein Nord - Süd - Weg. Zur gleicher Zeit kam mir die Idee, auf dieser Strecke einen Weitwanderweg anzulegen. Warum sollte ich allein gehen, auch andere Wanderer könnten künftig diesen ersten, weiten Weg quer durch Österreich begehen. In so kurzer Zeit, ist die Idee für den Nord Süd Wanderweg entstanden. Ehrlich gesagt, es erschien mir dieses Unternehmen zuerst aussichtslos. Trotzdem beschäftigte ich mich intensiv mit dem Gedanken und begann, Karten zu studieren, Gehzeiten zu berechnen und Helfer zu suchen.
  Mein Vorschlag wurde allerdings von manchem sehr skeptisch aufgenommen. In Steyr bei der Jahreshauptversammlung des ÖAV trug ich meine Idee dem Hauptausschuß vor, der dagegen keinen Einwand hatte. Noch am gleichen Tag sprach ich mit den niederösterreichischen Sektionen Spitz und Melk und den Vertretern der Sektion Steiermark. Da die Zustimmung des Hauptausschusses vorlag, sagten sie mir ihre Mitarbeit zu.
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  MEIN ZIEL WAR DER WEG, den ich in 2 Jahren fertigstellen wollte, um ihn bei der 100 - Jahr - Feier der Sektion Graz des ÖAV der Öffentlichkeit zu übergeben. Über die viele Arbeit jedoch und die Fahrten, die ich auf mich nahm, will ich nicht reden.
  Am 25.08.70 war es dann soweit, im Redoutensaal in Graz wurde der Weg eröffnet. Wer den Weg schon einmal durchwanderte, kann sich selbst ein Bild machen, das Buch aber wird manche Erinnerung zurückrufen. Wer den Weg noch nicht gegangen ist, dem möchte ich raten, einmal die Wanderschuhe anzuziehen, um für eine Zeit dem Alltag den Rücken zu kehren, sich in Gottes herrlicher Natur frei und ungebunden zu bewegen und das zu erleben, was wahrscheinlich schon fremd geworden ist, das Wandern. Für diese zukünftigen Wanderer wird das Buch auch ein Wegweiser sein. Carl Hermann

DIE BERGE ERHALTEN JUNG
  Besonders gilt dies auch für den 1632 m hohen Mugel. Denn Frau Josefine Dreiseitl ist schon 40 Jahre lang Pächterin des Prosel Hauses auf der Mugel und gleichzeitig fürsorgliche Betreuerin der Weitwegwanderer.
  Die 70 Lenze sieht man ihr nicht an, und gern glaubt man ihr, dass sie in 40 Jahren nur 4 Tage krankheitshalber im Bett zugebracht hat. Was man aber kaum glauben will, ist ihr Bericht über die seinerzeitige Hüttenversorgung: Sie selbst war nämlich häufig auch Träger. Zweimal in der Woche schleppte sie von Niklasdorf die schwere Lebensmittellast hinauf; einige Male waren es sogar 65 Kilogramm - und das auch im Winter, wo es oft galt, sich durch bauchtiefe Schneewächten zu kämpfen. Dabei ist Frau Pepi, wie die Wanderer sie vertraulich nennen, eine zierliche Person. Carl Hermann
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DER GLEINALMSPEIK 1888 m >
  Als ich im August 1967, um den Nord Süd Wanderweg zu erkunden, über die schönen Almen ging und im Gleinalmhaus nächtigte, entschloss ich mich auf Grund des guten Wetters, morgens sehr früh aufzustehen und zum Gleinalmspeik zu gehen, um einen Sonnenaufgang mitzuerleben.
  Um 3 Uhr verließ ich das Haus, es war noch dunkel, ein frischer Westwind zog über die Almen, im Osten zeichnete sich bereits der Anbruch des Tages deutlich ab. Den Gipfel erreichte ich noch vor dem Sonnenaufgang.
  Der rote Streifen im Osten wurde immer breiter und breiter, dann kam die Sonne. Eine große feurige Kugel stieg scheinbar aus der Tiefe, der neue Tag war angebrochen. Nun kam das Staunen, als ich mich nach Westen drehte. Fast kann man es nicht beschreiben. Die höchsten Gipfel, so schien es, wurden zuerst mit dem neuen Tageslicht beschenkt. Carl Hermann

DIE SONNE WECKT DIE GIPFEL
  Immer mehr Berge und Gebirgsstöcke kamen zum Vorschein, als hätten sie geschlafen und müssten geweckt werden. Die Fernsicht war einmalig, die Berge zum Greifen nahe, in den schneebedeckten Gipfeln der Hohen Tauern verfing sich mein Blick. Ob es der Ankogel oder der Großglockner war, weiß ich heute nicht mehr, ich wollte in diesen Minuten alles auf einmal sehen. Die Niederen Tauern standen im Morgenlicht, angestrahlt wie eine Kulisse in einem Filmatelier.
  Die Eisenerzer Berge, das Wildfeld, der Eisenerzer Reichenstein und natürlich auch der Hochschwab, mir kam vor es wollten alle noch einmal ihre ganze Schönheit zeigen. Die Fischbacher Alpen kamen in Sicht, über Graz lag ein starker Dunst. im Süden erkannte man das Bachernebirge in Jugoslawien, dann den Radlpass. Unterhalb dieses Radlpasses liegt meine Heimat Eibiswald, fiel mir ein, bis dahin möchte ich wandern, dort soll auch einmal der Nord Süd Wanderweg, welcher noch in Planung ist, enden. Carl Hermann
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VOM ANKOGEL BIS ZUM TRIGLAV
  Weiter glitt der Blick über die Karawanken im Morgenrot, dahinter die Julischen Alpen, der Triglav war leicht zu erkennen. Mit einem Ausblick auf einen Teil der Karnischen Alpen war der Kreis geschlossen.
  Wie lange mein ersehnter Traum, einmal einen Sonnenaufgang in dieser Pracht erleben zu können, gedauert hat, weiß ich nicht. Es ging alles zu schnell, ich konnte es nicht ganz erfassen.
  Ich dankte dem Schöpfer innig für dieses Erlebnis, schaute noch einmal in die Runde, doch der Zauber war gewichen, die Berge wurden blasser, man hatte fast den Eindruck, sie schämten sich ihrer Hoffart, die sie dem neuen Tag gegenüber gezeigt hatten, manche waren schon am Firmament versteckt.
  Ich war glücklich, schaute in`s Tal, wo die Menschen noch schliefen, denn dort hatte der Tag noch nicht begonnen. Carl Hermann

VOR LAUTER STAUNEN VERGASS ICH AUF`S WANDERN
  Einige Bergdohlen rissen mich mit ihrem Geschrei aus meiner Versunkenheit, als wollten sie sagen, geh` jetzt, du wolltest ja noch wandern. Als ich zum Gleinalmhaus zurückkam, war der Wirt schon im Hof und trieb das Vieh auf die Weide. Kurz, aber freundlich war die Begrüßung. War's schön oben? Ja sehr! Heute bleibt es nicht schön, es ist zu klar.
  Ich nahm den Rucksack, und mit einem Pfüat Gott ging es weiter. Der Wirt hatte recht, am Nachmittag stieg ein Gewitter auf, und ich erreichte gerade noch das Gaberlhaus, als der Regen einsetzte. Das Gewitter dauerte bis in die Nacht hinein.
  Ist es nicht wunderbar, was man an einem Tag alles erleben kann, das waren meine Gedanken bevor ich einschlief. Carl Hermann
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HAB'S GERN GEMACHT FÜR'S HEIMATLAND

Im Norden, an der Grenze nah,
Wo der Wanderweg den Anfang nimmt,
Granit`ne Blöcke, Naturaltar,
Der Bauer hart das Brot abringt.

Vergess`nes Land, der Lage wegen,
Wo der Wald noch König ist,
Nur am Rande wachsen Reben,
In der Rinne tief die Donau fließt.

Auf steilen Felsen Burgen steh`n
Geschichte wird uns offenbar,
Landschaft rund, man muß es seh`n,
Barocke Kunst so rein und klar.

Erlaufboden Ötscherland,
Natur geschützter Hort,
Geformt von Menschenhand,
Mariazell, du Gnadenort.

Den Schwab hinauf, den Kamm entlang
Zum Bergmann, Eisen auf immerdar.
Stahl und Eisen, dem Feuer Dank,
Gottes Segen dem Land fürwahr.

Sturm und Sonne, ewiger Lauf,
Millionen Blumen blühen, sterben,
Jede blickt zum Himmel auf,
Almboden reich, hast keine Erben.

Im Süden grün die Rebe rankt,
Wie im Schoße liegt der Markt.
Das Ziel erreicht, Gott sei gedankt,
Grenzland, Wächter grüner Mark. 

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Lang` mög` besteh`n was ich erdacht,
Wanderweg, du schönes Band,
Rot - weiß - rot wurd' es gemacht,
Hab's gern getan für`s Heimatland. Carl Hermann

IM STEIRISCHEN SÜDEN
Da bauen sich aus weiten Einsamkeiten,
Die hohen Almen schweigend in die Nacht.
Des Lebens Urform  hält an ihren Leiten,
In Einschichthöfen Feuerwacht. Carl Hermann

HÖRT DEIN OHR NOCH
Hört dein Ohr noch
Das Rauschen der Wälder?
Sieht dein Auge noch
Die Landschaft, in der du wanderst?
Empfindet dein Herz noch
Das Werk der großen Schöpfung?
Wenn ja, dann wandere lieber Wanderer 
 DER WEG IST DAS ZIEL  Carl Hermann
 
DAS SÜDWEGLIED > Text A.G. Gutmann, Melodie F. Dallinger
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DIE PAULUSKAPELLE 
Choralpenübergang Weinebene Erbauer: die Sektion der Weitwanderer des ÖAV Kapellenweihe: 1983-08-15
WARUM EINE PAULUSKAPELLE AUF DEM NORD - SÜD - WEG, UND DAS NOCH DAZU IN DER HEUTIGEN ZEIT? 
  Durch seine Missionsreisen war der heilige Paulus der bedeutsamste Wanderer der Urkirche. Seine Darstellung mag vielleicht ungewohnt sein, da er neben seinem Attribut, dem Schwert, einen Wanderstab in den Händen hält.
  Idee, Planung und die Figur aus Waldviertler Granit, stammen vom Bildhauer Carl Hermann aus Gmünd im Waldviertel, Niederösterreich. Hier fand er am 15.08.87, seinem Wunsche entsprechend, die letzte Ruhestätte. Die Glocke der Kapelle mahnt dreimal am Tag zur Einkehr.
Über die Weinebene ging bereits vor 2.000 Jahren ein Römerweg.
   Am Markteingang von Eibiswald steht ein großer von Carl Hermann gestalteter Granitstein mit einem Edelweißemblem und dem Marktwappen von Eibiswald mit der Inschrift:
NORD SÜD WEITWANDERWEG NEBELSTEIN - EIBISWALD WILLKOMMEN IN EIBISWALD
  In Eibiswald befindet sich das große Krainer (Steirischer Landesvater) Denkmal aus Granit von Carl Hermann.
Auskünfte über den Nord Süd Wanderweg 05 und alle andere Weitwanderwege erteilt die ÖAV - Sektion Weitwanderer Thaliastr. 159/3/16 1160 Wien. Carl. Hermann / F. Käfer / E. Dattler 4. Auflage Styria Verlag 89
  ANNO DOMINI MCMLXXXII: Diese Kapelle wurde zu Ehren des heiligen Paulus, des Schutzpatrons der Weitwanderer, auf Anregung und nach den Plänen des Bildhauers Carl Hermann, dem Vater des Gedankens des Weitwanderns, in ehrenamtlichen Arbeitsstunden des Planers, vieler Wanderkameraden und Verwandten und Bekannten des Künstlers und Spenden von Weitwanderern und Institutionen, in den Jahren 1982-1983 errichtet.
  Der heilige Paulus war auf Grund seiner Missionsreisen, der bedeutendste Wanderer unter den Aposteln, durch seine Tätigkeit kam die christliche Lehre in das Alpenland.
  Die Figur ist aus Waldviertler Granit und soll Ausdruck der Strenge, Entschlossenheit und Willenskraft des Heiligen widerspiegeln. Der Stab versinnbildlicht die Reisen, Buch und Schwert sind Attribute, der Kreuzweg soll an den Leidensweg Christi erinnern. Ausführung der Granitfigur und des Kreuzweges: Bildhauer Carl Hermann
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BERGMESSE  WEINEBENE 1668 m
KOMMUNIOSSPENDE Carl Hermann IM GESPRÄCH MIT PFARRER RAGGAM DIE FRAU IN DER MITTE DIE SICH GERADE DIE AUGEN REIBT IST DIE FRAU DES BRUDERS VON Carl Hermann DIE WITWE DES MALERS GOTTFRIED HERMANN Carl Hermann IM GESPRÄCH MIT PFARRER RAGGAM Carl Hermann MIT DER OPFERBÜCHSE Carl Hermann IM GESPRÄCH MIT DEM KIRCHENCHOR BILD: 80 AUGUST KRAINER, bei der Bergmesse Weinebene
  Die Weitwanderer aus Ingolstadt, die jedes Jahr die weite Reise antreten und zu uns her kommen sind hier, die Kärntner sind hier, die Steirer sind hier, die Wiener sind hier, die St. Pöltner sind hier, die Salzburger sind hier, die Glockenpatinnen d Frau Zimmermann, Frau Wippel und Frau Prommer sind hier, alle begrüße ich recht herzlich und vor allem auch jene, die ich anfangs vergessen habe.
  Mein Bekanntenkreis ist zu groß, deshalb ist es mir nicht möglich alle namentlich zu nennen.
  Liebe Freunde, ich möchte auch sehr herzlich die drei Pfarrer die heute die Messe lesen werden willkommen heißen: Den Jägerpfarrer aus Wies Franz Raggam, der auch auf den Almen das Wild beobachtet und dem es auch nebenbei gelingt etwas zu erlegen, einen guten alten Freund Pfarrer Josef Kurzmann 1912-1987 aus St. Peter und dann unseren lieben Freund und Weitwanderer Siegi Gödl der jedes mal bei uns ist, wir haben schon im stillen beschlossen dass er in Zukunft Pfarrer hier auf der Weinebene werden soll.
  Hier, wo unser Weitwanderer Schutzpatron versinnbildlicht ist und wo wegen dem Nord Süd Wanderweg die Pauluskapelle steht, treffen wir uns im nächsten Jahr, kommt alle wieder herauf.
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  Was kann man noch Schöneres finden als die Gemeinschaft, sie ist wohl das Wichtigste, was wir in unserer zerrüttenden Zeit unbedingt brauchen. Carl Hermann
  Liebe Brüder und Schwestern! Ich denke an die Worte des Dichters Goethe die er am Lebensende in sein Tagebuch geschrieben hat:
All unser Tun auf dieser Welt hat nur den Sinn, das Auge unseres Herzens zu schärfen für die Wunder dieser Erde und zu klären dass es fähig werde Gott zu sehen.
  Liebe Brüder und Schwestern! Nur im Innehalten sieht man einen Grashalm, einen Schmetterling, einen Käfer, eine Wolke, einen Stein oder ein Berg. Es sind die Kleinigkeiten die unser Herz erfreuen, an denen viele achtlos vorübergehen.
  Ist es nicht wunderbar, wenn wir hier auf der Weinebene stehen und ringsum die Berge betrachten, in Hunderten von Jahren, wenn ihre dreifachen Urenkel hier oben sind, wird sich vieles geändert haben, doch die Berge werden gleich geblieben sein.
  Liebe Freunde der Natur, liebe Bergsteiger, liebe Wanderer, ihr Jungen und ihr Alten im Namen meiner geistlichen Mitbrüder wünsche ich allen, dass sie die geschenkte Zeit des Lebens in Freude und in Leid annehmen und den Mut zur Wahrheit finden, denn die Wahrheit heißt Jesus Christus.
  Maria Himmelfahrt ist jenes Fest wo uns bewußt wird, dass uns diese große Frau zur Quelle des Lebens und der Freude führt. Sie wird die Königin des Friedens genannt, sie ist das Zeichen der Hoffnung und des Trostes.
  Dass sie auch heute durch unser Feiern hier, ihr Herz für den Anruf Gottes und für die großen und kleinen Wunder dieser Welt, geöffnet hat, sei unser Wunsch. Gehet hin in Freude und Frieden. Amen! Pfarrer Franz Raggam
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DIE FÜRBITTEN DES VATERS DER WEITWANDERER
  • 1.    Dein Werk ist bedroht, lass es nicht zu, dass es zugrunde geht.
Wir bitten dich erhöre uns.
  • Erst jetzt wird uns klar, dass wir dringend reines Wasser- Luft- und Brot ohne Giftstoffe zum Leben brauchen.
Wir bitten dich erhöre uns.  
  • Himmlischer Vater, du hast uns Gebote gegeben, dein Sohn Jesus  Christus, hat  uns versprochen, wenn wir  sie befolgen, werden wir leben auch wenn wir  gestorben sind, hilf uns, denn wir sind schwach.
Wir bitten dich erhöre uns.  
  • Herr Jesus Christus, du hast uns beten gelehrt, viele haben es  schon verlernt, gib uns durch den heiligen Geist die Kraft, dass das Gebet nicht ganz verstummt.
Wir bitten dich erhöre uns.
  • Du hast auch gesagt, bittet beim himmlischen Vater und er wird euch geben, was ihr dringend braucht, gib den  Kranken die Gesundheit wieder.
Wir bitten dich erhöre uns.        
  • Gottesmutter breite deine Hände über unser schönes Heimatland, erhöre unsere Bitten, wenn wir in Nöten sind.
Wir bitten dich erhöre uns.
  • Heilige Maria, Königin des Himmels, begleite alle, besonders die Wanderer am letzten Wanderweg hin zum Richterstuhl Gottes.
Wir bitten dich erhöre uns.                     
  • Heiliger Paulus, Schutzpatron der Weitwanderer, beschütze und begleite die Wanderer auf allen Wanderwegen.
Wir bitten dich erhöre uns.
  • Heiliger Paulus, Apostel der Völker, deine Reisen und deine Briefe waren nicht umsonst, wir würden sie heute in unserer zerrütteten Zeit, als Künder der christlichen Lehre dringend brauchen, um die Zusammenführung aller Christen zu ermöglichen.
Wir bitten dich erhöre uns. Carl Hermann
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WEITWANDERER MESSE
EINGANG:
Oh Gott, du host de Wöit gemocht,
De Sunn, den Mond, de Sternenprocht,
De Erd`, de Berg`, de Meere weit,
Vü Gstaudat, d`Viecha und de Leit.

Du host uns geb`n des G`füh für d`Freud,
Des Wort, den Gsaung, de Heitakeit,
Des G`spia für`s Schene und des Gmiat,
De Kroft zan Höf`n und de Liab! KYRIE:

Wos du in sieben Tog erschofft,
Oh Gott, wos haum mia d`raus gmocht:
De Stern`, de san scho blossa woan,
De Wöit hot ihren Glanz valoan.

De Erd`n volla Hoß und Neid,
Koan Glaub`n mehr aun de Söligkeit!
Geh, nimm uns bittschen bei de Händ`,
Du, Gott, uns wieda lenk! GLORIA:

A Daunkesliad ertönet weit,
A Lobgesaung erschoit,
Waunn`s Leachal in de Lüfte steigt
Durch Wiesen, Föid und Woid:

Des Bachal drunt im tiaf`n Toil
Stimmt sprudelnd a mit ein:
Dem Hergott soi vütausendmoil
Sein Werk gepriesen sein!
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Da Waundasmaunn am Wegesraund,
Den Huat in seine Händ`,
Singt hin zur steilen Fölsenwaund
Und schaut zan Firmament.

Des Echo gibt den Widahoill,
Man heat es laut und fein:
Dem Hergott soi vütausendmoil
Sein Werk gepriesen sein!

VOR DEM EVANGELIUM:
A Wettasturz, a Donnaschlog,
Da Blitz zuckt umadum,
Koan Fluach wiast hean und a koa Klog,
Schaun ehrfuachtsvoi und stumm:

A Sturmgeheul, a Stoaschlog hoat
Is wia des Herrgotts Stimm`:
Fia uns is des nua Gotteswoat,
Und los`n kloalaut hin!

OPFERGABENBEREITUNG:
De Sunn gliaht üwa`s Kerndl gröll,
Es klingt des Mohdas Sens`n höll,
Er schneid`t fia d`Leit des tägli Brot,
Daß jeda gnua zan Ess`n hot.

Am Weinberg ob`n de Traubenprocht,
Da Herggott hot`s fia olle g`mocht.
Ob schiach, ob schen, ob oarm, ob reich,
Voa Gott san olle gleich!

Wos mia mit uns`ra Hände Kroft
Daorbat haum bei Tog und Nocht,
San ollas Früchte deina Gnod,
Gib fortaun uns dos tägli` Brot!
- 155 -
Schenk mit deina Gottesmocht,
Nu recht a reiche Blütenprocht,
Damit ma Olmrausch und Enziaun
Fia di zan schenga haum! SANKTUS:

Heilich, heilich, heilich, heilich,
Heilich bist du, Herr!
Vom Berge hoch, wia wundaboa,
Mia schau`n im Kroas umhea:
A Gipfimear, mia staunen nua,
A Wunda dea Natua!
Heilich, heilich, gepriesen bist du, Herr!

ZUR KOMMUNION:
Und find`ma amoi net den Pfod,
So hüf uns aus da Not,
Stärk uns den Leib und d`Söl recht guat
Mit Jesu Fleisch und Bluat!

Mia haum di gor scho so oft kränkt,
Und du host uns de Schuid`n g`schenkt:
Zum Daunk soill`s Kreiz auf Bergeshöh`n
Ois Friedenzeich`n ste`n.

Gib deinen Segen, deinen Fried`
An jed`n Mensch`n mit!
Du bist de Speis`, du bist der Trank
Den gaunz`n Weg entlaung.

Mia bleib'n am Weg des is` gaunz gwiß,
A wauna no so stoanig is`.
Ois Lohn fia Miah`und Plog is` weart-
Dei Gipfikreiz am Berg!

SCHLUSSLIED:
Maria, Maria, mia singan dir a Liad
Zu deina Eah` aus volla Brust,
Mit unsan gaunz`n Gmiat!

Maria, Maria, du Himmelskönigin,
Mia haum di zaumt dein Jesukind
In unsan Hearz`n drin!

Maria, Maria, du bist a Edelweiß,
Mia find`n di auf Bergeshöh`n,
Du schmückest Schnee und Eis!

Maria, Maria, geh, reich uns deine Haund,
Beschütze uns auf jedem Weg
Duach unsa Hoamatlaund!

Maria, Maria, bitt für, bei deinem Sohn,
Begleit am letzten Waundaweg
Uns hin zum Gottes Thron.
Text u. Musik Sepp Kaiblinger

  Vielen Dank für die Arbeit die hier geleistet wurde, herzlichen Dank den Priestern für die Messfeier. Vergeltsgott, Herrn Panzi aus Glashütten, allen die hier gereinigt haben und allen Mitarbeitern die dafür gesorgt haben dass wir hier einen schönen Raum haben. Mir ist es leider nicht möglich selbst die Hand anzulegen, denn ich bin am anderen Ende des Nord Süd Wanderweg sesshaft.
  Für den Schluss wurde das Beste aufgehoben, den Kirchenchor von Trahütten und Glashütten den Dank auszusprechen dass sie wieder gekommen sind um mit uns die Messe zu feiern.
Wir treffen uns nächstes Jahr hier wieder, dazu lade ich alle ein. Carl Hermann
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DER WEG WAR SEIN ZIEL BILDHAUER C A R L  H E R M A N N
 
IM  ZEICHEN  DES  KREUZES    
STANDEN    DIE  LETZTEN
WOCHEN  SEINE    LEBENS,
MIT DEM KREUZESZEICHEN
NIMM  ABSCHIEDVON  IHM
                                              
AUF      SEINEN     WUNSCH
WIRD        VON         WEIH-
WASSER          EINSEGNUNG
ABSTAND GENOMMEN DANKE             
  Träger hoher Auszeichnungen, ist am 11-11-1986, im 69. Lebensjahr vom Herrn abberufen worden. Unser lieber Verstorbener wird im Hause Grillenstein, Fuchssteinweg 16, Gmünd, am 19-11 aufgebahrt.
  Die feierliche Einsegnung ist am 19-11-1986, um 14;00 im Trauerhause. Anschließend lesen wir das heilige Requiem in der Stadtpfarrkirche St. Stefan in Gmünd.
  Die Hülle des Verewigten wird nach St. Pölten übergeführt und dort eingeäschert. Die Urnen Beisetzung erfolgt am 15.08.1987, anlässlich der Bergmesse in der Pauluskapelle auf der Weinebene in der Steiermark. Elsa Hermann im Namen aller Verwandten
HERR WENN DU MEIN LEBEN BEURTEILST HABE MITLEID
  Gmünd, 12-11-86   Auf Wunsch des Verstorbenen wird gebeten von Kranz- und Blumenspenden Abstand zu nehmen. Eventuelle Spenden bitte an die Sektion Weitwanderer des ÖAV Kto. "02028301"  1. Österr. Sparkasse (Trauerparte)
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HERR, WARUM DURFTE ICH NICHT LÄNGER FÜR MEINE FREUNDE ARBEITEN ? Carl Hermann 1918 - 1986
  Träger hoher Auszeichnungen, Vater des Weitwanderns, 50 Jahre Mitglied des ÖAV, 30 Jahre 1. Vorsitzender der Sektion Waldviertel des ÖAV, Gründer der Sektion Weitwanderer des ÖAV und deren 1. Vorsitzender bis zu seinem Ableben, 16 Jahre geschäftsführender Obmann des Vereins Naturpark Blockheide Eibenstein bei Gmünd, er wird über seinen Wunsche gemäß, in der Pauluskapelle auf der Weinebene seine letzte Ruhestätte haben.
Die Urnen Beisetzung findet am, 15.08.87 anlässlich der Bergmesse um 11:30 dort statt.
  Immer war er bestrebt, für andere und für seine Heimat zu arbeiten, seine Wanderfreunde galten ihm alles. Seine steirische Heimat und seine Wahlheimat, das Waldviertel, durch Wanderwege zu verbinden ist ihm mit Erfolg gelungen. Wer ihn als Künstler gekannt hat, weiß, dass er begnadete Hände hatte.
   Während seines Lebens erfuhr er viel Dank und Anerkennen für sein Wirken und seinen Idealismus, besonders von den Wanderern. Sein geselliges Wesen, sein Ideenreichtum, seine Bescheidenheit haben ihn beliebt gemacht. Seine Denkmäler und Wandersteine stehen überall im Land und werden an ihn erinnern.
Möge auch der Herr ihn gnädig aufnehmen. (Allgemeiner Nachruf 15-08-87)
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AUS EINEM GEBET

Ich bin dein Gott und mein´s dir gut,
Wenn meine Hand auch weh dir tut.
Ich bin`s der alles lässt gescheh`n
Ich hab` dies` Los für dich erseh'n.

Ich bin dein Gott und leite hier
Dich so, wie es am besten dir.
Und kannst du`s jetzt auch nicht versteh`n
Einst wirst du es in Klarheit seh`n.

Ich bin dein Gott, der treu dich liebt,
Weiß alles ja, was Schmerz dir gibt.
Seh` jeden Blick, hör` jedes Wort,
So dir begegnet fort und fort.

Ich bin dein Gott, was willst du mehr,
Faß` guten Mut nichts sei dir schwer,
Denn wer mein göttlich Herz umfaßt
Trägt fromm und froh die schwere Last.
ELSA HERMANN ÜBERSIEDLUNGSANZEIGE 1991
  Es war der Wunsch meines Mannes, dass dort, wo er zuletzt gearbeitet und gelebt hat, eine Erinnerungsstätte an ihn erhalten bleiben soll. Da ich diesem Gedanken immer positiv gegenübergestanden bin, habe ich mich entschlossen, unser Haus nicht erst nach meinem Tod, sondern schon jetzt der Landesgruppe Niederösterreich des "Österreichischen Naturschutzbundes" zu übergeben.
  Mein Mann hat über seine Vorstellung mit Vertretern dieses Vereines noch persönliche Gespräche geführt und es wird sich der "Niederösterreichische Naturschutzbund" bemühen, im Rahmen seiner Statuten in Grillenstein, Fuchssteinweg 16, 3950 Gmünd eine C A R L  -  H E R M A N N  -  GEDENKSTÄTTE aufrecht zu erhalten und ein Waldviertler Naturschutzzentrum zu errichten. Mit besten Grüßen  Elsa Hermann  
Frau ELSA HERMANN überschreitet den ACHTZIGER 2004-01-04 
  Am  25.Mai 2004 feiert Frau Elsa Hermann, aus Gmünd im Waldviertel, den 80. Geburtstag. Sie trägt neben Ihrer kulturellen und sozialen Neigung besonders auch das Erbe Ihres Mannes, des Bildhauer, Vater der Weitwanderwege und Sektionsgründer der überregionalen ÖAV Weitwanderer, Carl Hermann 1918 - 1986 aus Eibiswald, im Herzen.
  Eine herzliche Verbindung, die schon zu Lebzeiten Ihres Mannes begann, besteht auch zum Wanderer. Sie wirkt an zahlreichen Sektionsveranstaltungen mit:
Es sind nicht nur Ihre köstlichen Mohnzelte, die Sie stets mitbringt, sondern es ist die Erscheinung eines Menschen der sein Leben mit einem begnadeten Künstler teilte, was sich einprägt.

  Carl Hermann wurde in der NS Zeit verurteilt, er konnte aus der Todeszelle fluchten und fand im Waldviertel einen Unterschlupf. Wenn es um die Wahrung des Lebenswerkes Ihres Mannes geht - fehlt es Frau Hermann auch nicht an der erforderlichen Resolutheit. Diese Eigenschaft sowie auch Ihre literarisch Ausdruckskraft im Schriftwechsel - sind an Ihr besonders zu schätzen. Es möge das Gute weiterhin Ihr Begleiter bleiben.
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DER TOD IST DAS EWIGE GESETZ Carl Hermann VERABSCHIEDUNG VOM EIGENHEIM
C A R L   H E R M A N N   1917-1986 Im Perpetuam Memorian
  Carl Hermann wurde in Wolfsgruben bei Eibiswald im südsteirischen Grenzland geboren. Sein Geburtshaus steht auf der Kuppe einer Anhöhe, als Teil eines bäuerlichen Anwesens.
  Als wandernder Zimmermanns Geselle zog er auf der Soboth (südsteirischer Höhenzug) und in der ganzen Südweststeiermark von Hof zu Hof.
  In seinem früh erwachten Schöpferdrang schnitzte er mit Vorliebe die Gottesmutter mit dem Kind. Der Grenzlandvater Dr. H. M. Fuchs 1874 - 1933 erkannte die Begabung des jungen Carl Hermann. und ermöglichte ihm den Besuch der Kunstgewerbeschule in Graz.
  Carl Hermann war freischaffender Bildhauer, als Künstler war er ein ausgesprochener Einzelgänger, der ohne Kontakt zu Kollegen unbeirrbar seinen Weg ging. Er fand sich in jeder Arbeitstechnik zurecht und schuf seine Plastiken mit geradlinigen Konturen und Kanten. "Von den Wenigen, die ihre Werke aus Granit schlugen, war er der Einzige der den Granit zu formen vermochte". So sagte ein Abgesandter der niederösterreichischen Bildhauer im Nachruf bei der Verabschiedung vor dem Trauerhause, Grillenstein, Fuchssteinweg 16.
  Als Soldat erkannte er den Wahnsinn des Nationalsozialismus und wurde Widerstandskämpfer, am 15-03-1945 wurde er deswegen zum Tode verurteilt.
  Eine ganze Gruppe "Köpfler" wie man damals die zum Tode Verurteilten nannte, wurde zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt und sollte im Raum Döllershein - Eggenburg gegen die heranrückenden sowjetischen Truppen eingesetzt werden.
  Während der Fahrt von Wien nach Döllersheim gelang ihnen die Flucht, Carl Hermann kam mit einem aus Gmünd stammenden Mithäftling nach Gmünd um von hier in die Steiermark zu gelangen.
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  Carl Hermann ehelichte eine Gmünderin und errichtete am Rand der Blockheide ein Eigenheim mit einem Atelier.
  Von seiner Feder stammt das Buch "DER WEG IST DAS ZIEL" (Leopold Stocker Verlag) Carl Hermann erzählt seine Gedanken und Erlebnisse bei der Erkundung des Nord Süd Wanderweg, schildert den Charakter und die Vegetation der Weglandschaft und beschreibt die Historie der Wegstationen mit ihren Legenden und Sehenswürdigkeiten.
  Bei spätherbstlichen Schönwetter kamen viele Menschen zur Verabschiedung von Carl Hermann von seinem Eigenheim.
  Mit einer Eibiswalder Abordnung mit dem Bürgermeister Herrn Naderer war auch der Neffe von Carl Hermann August Krainer gekommen.
Wir alle werden alt wie unser Kleid,
Das ewige Gesetz: "Alles muss sterben".
Wie die Blätter an den Baumen
Sie sprießen hervor und fallen ab
Als ewig bleibende Gerechtigkeit. >
  Hier hat ein Mensch gelebt der mitten aus der Arbeit herausgerissen wurde, neben dem Haus waren behauene und unbehauene Felsblöcke, ausgediente Modelle und Bildhauer Requisiten, irgendwo war die Aufschrift: "Zum Tode verurteilt".
  "Carl Hermann war in seiner Leidenszeit nie verzweifelt und hat dem Tod ruhig entgegengesehen", sagte uns Frau Elsa Hermann. Auch im Innerem des Refugiums von Carl Hermann sieht man, dass hier ein Künstler gelebt hat, eine Besonderheit ist der Boden des Wohnzimmers aus Baumabschnitten mit sichtbaren Jahresringen, an denen man das Alter der Bäume ablesen kann.
  Nach der Einsegnung im Trauerhause, bei dem Requiem, in der Stadtpfarrkirche Sankt. Stefan in Gmünd sagte der Pfarrer:
Die KÜNSTLER sind des Himmelvaters liebste Kinder.
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  Das geschaffene künstlerische Gesamtwerk von Carl Hermann zu beschreiben, wäre eine lohnenswerte Aufgabe für einen Kunsthistoriker und würde ein eigenes Buch füllen.
  Seine bildhauerische Ernte besteht aus etwa 400 Arbeiten, davon 14 Monumental Plastiken wie zum Beispiel der Sämann am Getreidesilo in Waidhofen an der Thaya, er ist 12 m hoch, wiegt 63 Tonnen, davon sind 40 Tonnen Splitt, 20 Tonnen Zement und 3 Tonnen Eisen. Für das Modell brauchte er 13 Tonnen Gips und 5 Festmeter Holz, die Nase ist 0,47m lang und im Kopf hat ein Mensch mit durchschnittlicher Größe stehend Platz. DER SÄMANN VON Carl Hermann  
  Carl Hermann war ein Meister des bildhauerischen Porträts, eine Büste in St. Peter im Sulmtal am Dorfplatz stellt den Heimatforscher, Dichter und Komponisten "Karl Reiterer >" dar. Durch sie entstand meine Freundschaft mit August Krainer, dem Initiator dieser Gedenkstättenerrichtung. Mit ganzem Herzen war er der sakralen Kunst zugetan, sein letztes Werk war eine gotische Madonna, (auf der Aufnahme nicht sichtbar) für eine Kapelle, die am 29.6.86 in der Nähe seines Geburtsortes eingeweiht wurde.
DER DICHTER KARL REITERER
  Die Hauskapelle wurde vom Grundbesitzer Herrn Koinegg, vulgo Feidl, errichtet. Carl Hermann hat wohl als Freund und ehemaliger Nachbar mit dem Erbauer gemeinsam geplant und künstlerisch beraten. Carl Hermann LETZTES WERK
  Carl Hermann war ein Mensch dem die Kunst und die Natur sehr viel gegeben haben, auch er hat uns mit seinen Werken und dem Nord Süd Wanderweg reich beschenkt. Ein letztes Berg Heil >
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STELL` EINE KERZE AN`S FENSTER U R N E N B E I S E T Z U N G Maria Himmelfahrt 15-08-87
  An diesem Samstag, war die Urnenbeisetzung vom "SÜDWEG HERMANN", dem Bildhauer und Weitwandervater.   Ein eisiger Wind brauste durch den Choralpenübergang Weinebene.
  Bei dem "Eibiswalder Lied", gesungen vom Männergesangsverein Eibiswald, mit dem ein Wunsch des Verewigten erfüllt wurde, begann es zu regnen, deshalb wurde die Messe in die Gößler Hütte verlegt.
FEIEROBEND "Die Hymne an Eibiswald".

I bin sist a Eibiswolda,
Oba lonki Joahr scha fuart,
Und so hätt i ols a Olta
Wieda gern mei Oblebm duart.

So a Keuscherl mit an Gangerl,
Hoch im Berg, doß ma weitaus
Siacht ins Lond, und mit an Angerl
Und an Kestnbam vor`n Haus.

Und in Kronz vun Hoblschoartn,
Drunta unsre liabi Frau,
Und an Beindlstock in Goartn,
Auf und auf schöa himmelblau.

Und a gmauerts Kellerstöckl,
Intan Gibl etla Taubm,
Draußt am Eck a Weingartfleckl
Mit an Isabellalaubm.
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Und do saßat i am Sunnta
-Sog ma, so zur Vesperzeit-
Still ban Kruag und rotat drunta
Üba Zeit und Ewigkeit.

Schau i durch mei Schilcherglasl,
Is die Welt so roat wia Bluat,
Oba woart nur, no a Maßl,
Und´s is olles wieda guat.

Ob sie rankn drunt und streitn,
Do herobm waar`s mäuserlstad,
Grod nur von da Wies dös Läutn
Hört ma, wann da Wind si draht.

Und so weit die Augn trogn,
Wußt i jedn Kirchturmspitz,
Wußt an jedn Hof anz`sogn
Von da Wial bis Feisternitz.

Is`s a nur a winzigs Stückerl
Vun da Welt, für mi waar`s gnua,
Und mei lestes Schilcherschlückerl
Trankat i der Hoamat zua.

Und dann hätt i nix dagegn,
Wann grad so mei Hergott kam
Longsom nochn Gongsteig zwegn
Und mi stad ban Irml nahm.

Und so gang ma gonz im Still’n,
I und er mitnonda holt,
-Und in Angerl sangan d`Grilln,
Und da Mond stund üban Wold-
 Melodie von J. Fauland, Text von H. Klöpfer >
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  Pater Hugo de Vlamink vom Stift Herzogenburg, ein Freund des Geschiedenen, Magister Wolfgang Reisenhofer, Weitwanderer Pfarrer Dr. Siegfried Gödl, Pfarrer Wingolf Enge, Pfarrer Franz Brunner und Pfarrer Hamasek, vollzogen die Einsegnung vor der Beisetzung und feierten den Gottesdienst.
  Die Messe wurde von der "Musikgruppe Kaiblinger" aus Markertsdorf an der Pielach musikalisch gestaltet. Trotz des schlechten Wetters waren rund 1500 Weitwanderer aus allen Bundesländern und dem angrenzenden Ausland gekommen, um von ihrem Vater Abschied zu nehmen.
  Der Landeshauptmann der Steiermark Dr. Josef Krainer, dankte dem Verstorbenen für seine schöpferische Tätigkeit als Bildhauer und für die Verbreitung seiner Idee der Weitwanderbewegung.
  Weitere Gedenkreden hielten: Von der "Sektion Weitwanderer" des ÖAV der Vorsitzende Fritz Käfer, der Schriftführer Proff. Karl Mor, der Vorsitzende des ÖAV Walter Hoffmann, vom steirischen Sektionsverband Prof. Karl Moser, für die Sektion Waldviertel Dir. Hannes Rammel, für die slowenischen Wanderer deren Präsident Zoran Naprudnik.
  Von der Formation Gipfel Buch Karl Minhard mit Sohn aus Schwechat, Stefan Schefberger aus Wiener Neudorf und ich haben an der Urnenbeisetzung teilgenommen.
  Carl Hermann hat seinen Weg in die Ewigkeit vorbereitet, auch die Halterung für seine Urne war von ihm geschaffen. Auf seiner letzten steirischen Reise, machte er Rast in der zu seinem Elternhof gehörenden "Veitlkapelle" und es wurde mit der, wie durch ein Wunder wieder heimgekehrten Kapellenglocke, zur Totenwacht geläutet. (Siehe Heimkehr einer Glocke^)
 DIE URNE VON Carl Hermann in der Kapelle seines Geburtshauses
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Jakob Petschenig   2005-02
  Herr Jakob Petschenig verschloss nach der Urnenbeisetzung den Urnenraum im Boden vor