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2015-08W 2013 Sozialnutzniesser 04

INHALT
GLAUBE Sozialnutzniesser Halbmond und Kreuz Ein Kreuzritter ohne Kreuz Papstmail Romwege Gibt es einen Gott
WALLFAHRT BERGLER NEWS Vom Stigma zum Charisma 2007 Tausende miteinander Wieser Anton  Kreuzträger Interview Berglerlaub Segenswunsch Vierbergler Ritual Matura Winkelherrgott - Kinderspende Sonnenlauf Danach Der Schöpfer winkt [Turmsprüche Griffen Am Morgen Hausspruch Friedenskultur Wenn die Hoffnung erwacht Wahre Lebenskunst Malheur Menschenwahn  Viele Wünsche  Viele sind berufen Verzicht Es ist  alles nur geliehen] VIERBERGELAUF 2006 Nässe von oben Schlamm unten Einmal Vierbergler immer Vierbergler  Vom Brockengespenst zum Elmsfeuer  Abschiedsweg VIERBERGELAUF 2003 Magdalensberg Ulrichsberg Kreuz Anschlag Alfred Hrdlicka Bekennerbrief Heimatdienst Am Thespiskarren Veitsberg Lorenziberg HISTORIE Dante Alighieri Königspunkte Massenphänomen Frontalunfall Litera Jahrtausende ziehen mit uns
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G°L°A°U°B°E
  Katholiken.at Radio Stephansdom Vatican Radio Vatican NZde Spezial DER PAPST
  • SOZIALNUTZNIESSER PROGRAMM NL2013-04-11>
  Bei der katholische Kirche, wo man nicht einmal weiß welche Kirchen ausreichend geschützt sind  wollte man durch eine Fasten - Flurdenkmäler - Verhüllung  in Österreich gegen den Mitgliederschwund ankämpfen. Das Geld für diese knallgelben Folien und für den aufwendigen Druck der Erläuterungs - Broschüre war pure Verschwendung .

  HALBMOND UND KREUZ 2006-11

  Nach der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung ist ein Sturm der Entrüstung losgebrochen. Muslime sehen ihre Religion verunglimpft, im Westen befürchtet man einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit.

  Papst Benedikt XVI. zitierte in Regensburg 2006 den Kaiser Manuel II. Palaiologos mit den Worten: "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten".

Kreuzritter ohne Kreuz 2006-11 Die ersten zwei Tage des Türkei-Besuchs von Papst Benedikt werden in der türkischen Presse durchweg positiv gesehen. Aufmerksam registrierten die Zeitungen, dass Benedikt das Kreuz am Hals nicht offen trug, als er bei der Ankunft in Ankara aus dem Flugzeug stieg (Foto l.). "Ein Kreuzritter ohne Kreuz", titelte die Zeitung Vatan. Und in der Tat: Noch kurz vor der Landung hatte der Papst im Flugzeug das Kreuz sichtbar um den Hals getragen. Das Plakat, "des Papstes als Kreuzritter" hat bei uns zu keinen Proteststurm geführt. Was bei den Religionen nicht möglich ist! - Der Rote Halbmond und des Rote-Kreuz sind die Einheit der Humanität. Welche Religion die richtige ist? Nathan der Weise  hat die Antwort gegeben. "Der Glauben ist die Religion".

Alle DISKUSSIONEN führen nach Rom
  Alle Diskussionen enden in Rom, das ist der Dialog in der katholischen Kirche. Eine E-Mail-Adresse für Papst Benedikt XVI. Papst Benedikt XVI. geht neue Wege und ist sogar mit einer eigenen E-Mail-Adresse erreichbar. Die Adresse benediktxvi@vatican.va wurde speziell für deutschsprachige Gläubige erstellt. Für zahlreiche andere Länder wurden ebenfalls E-Mail-Adressen angelegt. Neben vielen Glückwünschen wird Papst Benedikt XVI. sicherlich auch viele Spam-Mails bekommen. Wir konnten bis dato nicht in Erfahrung bringen, wie viele E-Mails bereits auf den verschieden sprachigen E-Mail-Konten eingegangen sind, es wird aber sicher eine Menge sein. Quelle
  
Endlich wieder Besinnung auf Glaubensfragen und Seelsorge sowie ein Pontifex der sich sichtlich seines Amtes freut. Der gute Präsident steht zwar bei der Bundeshymne stramm, er soll aber nicht anstehen sich zu erlauben aufmerksam zu lesen, zu kondolieren zu gratulieren und repräsentieren, denn dies ist sein Job. Pontifex Ruhe, nach der letzten Ehrenbezeugung des Abtreibungsverfechter, des Homo Wahlstimmen Buhlers und agnostischen Kirchensteuerflüchtling Hr. Fischer>, des Hr. Bush, des KGB Mann Putin und dem Paten Berlusconi.
  Vorher eine berührendes Erlebnis am Papstfenster:  Eine der zwei letzten freigelassenen Tauben kehrte sofort um und flog wieder zum Papst zurück. Natürlich war auch wieder von sterblichen Überresten, anstatt von Überresten Sterblicher, die Rede. Was bleibt  ist ein Streit um Handschläge zwischen Israels Präsident Katzav, Irans Präsident Chatami und Jordaniens König Hussein und eine umstrittene Heiligsprechung des Habsburger Kaisers Karl 1984. Alle Diskussionen die Alterswürde des Papstes, die Erbsünde und die Ungleichbehandlung der Frauen durch Zölibat enden und endeten in Rom. >
 Gibt es einen GOTT? Wer wagt es diese Frage zu stellen, oder gar zu verneinen?   Es gibt ihn! Ob er Gott heißt, oder wie er aussieht - kann niemand wissen. Ich denke, er ist allmächtig, und daher so wandelbar, dass er alles und nichts zugleich sein kann. Er ist gütig, aber auch unbarmherzig. Er schenkt Leben und im selben Moment vernichtet er es millionenfach. Das Gottesurteil Auszug Stefan >
Glauben Ende

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W°A°L°L°F°A°H°R°T
Jahrtausende ziehen bei der Vierberge Wallfahrt beim Flurumlauf in Kärnten mit uns "einmal mitgehen ist immer dabei sein".
 
Drei Nagel Freitag
 Der "Vierbergelauf" am Dreinagelfreitag, Tausende Teilnehmer aus ganz Kärnten und darüber hinaus nehmen alljährlich an dieser traditionellen Wallfahrt am sogenannten „Dreinagelfreitag“ (= 2. Freitag nach Ostern) teil. (So benannt nach den drei Nägeln, mit denen Jesus ans Kreuz geheftet wurde.) Beginn um 0.00 Uhr mit einer Mitternachtsmesse auf dem Magdalensberg. 04:15 Messe in der Pfarrkirche Pörtschach am Berg 07:00 Feldmesse vor der Karnberger Kirche mit Diözesanbischof Dr Alois Schwarz. Weitere Heilige Messen werden noch in den Pfarrkirchen Zweikirchen 08:00 und Liemberg 11:00 gefeiert. Andachten werden in Gradenegg 13:45  und Sörg 15 :00 gehalten. Die Schlussandacht vor der Kirche am Lorenziberg findet um 16:30 statt. Die angegebenen Zeiten sind Richtzeiten und können auch unter- oder überschritten werden. Quelle
   Die Wallfahrer nehmen unterwegs an insgesamt fünf Messen und drei Andachten teil und sammeln dabei verschiedene Grünpflanzen (Bärlappe, Buchsbaum, Efeu, Fichte, Immergrün, Wacholder) für den Herrgottswinkel und beschenken am Wegrand sitzende Kinder mit Süßigkeiten. Einmal Vierbergelauf immer Vierbergelauf. Für treue „Bergler“ ist eine Platz im Paradies reserviert – einfach 3x teilnehmen!

  2008  Sammelpunkt der  Pilger "mit dem Kreuz Michel von St Veit  über die 4 Berge nach  St Veit" am Donnerstag vor dem 2. Freitag nach Ostern am Parkplatz Soldatenfriedhof  St Veit am späten Nachmittag  um 18:00 
Vom Stigma zum Charisma
Domine fac mi scire viam, per quam ambulem (quia ad te levavi animam meam)
Herr mach mich den Weg wissen, auf dem ich wandeln soll (weil ich meine Seele zu dir erhoben habe) ML35
BERGLER 2007
Tausende zogen miteinander der Vierbergelauf bei Prachtwetter durch Mittelkärnten. 2007-04-21
  Entschleunigung "Wenn man auf einen Pilgerweg geht, konkretisiert sich auch der eigene Lebensweg, der in uns drin ist", sagt Hans Peter Premur, katholischer Pfarrer in Krumpendorf: "Die Entschleunigung, die monotone Bewegung, das bewusste Atmen, schärfen die Wahrnehmung". Plötzlich, jenseits des Alltäglichen, wird die Reflexion stärker, plötzlich bekommt alles, das uns unterwegs passiert, einen Sinn, weiß Hans-Peter Premur. Plötzlich – bestenfalls bei der kurzen Rast auf dem Ulrichsberg – geht die Sonne auf. Ein tägliches und dennoch nicht alltägliches Wunder, das neue Kraft gibt für den Weg nach Karnberg.
  Miteinander Die geschmückten Kreuze am Tisch, der dem Bischof als Altar dient, das Morgenlicht, das Miteinander – für manche eine Erfahrung, die sie erst wieder entdecken– machen die Feldmesse dort zu etwas ganz Besonderem. Wenn einander dann die Kreuze in Zweikirchen begegnen, ist das Weitergehen fast unumgänglich. "Wir sind alle Pilger, der Archetyp des Unterwegsseins ist dem Menschen gegeben", sagt Hans-Peter Premur. Die Erfahrung, unterwegs zu sein, in der Natur und zugleich auf dem Weg zu sich selbst, wird intensiver. Die Schar der Wanderer, von denen jetzt längst mehr als erwartet zu Pilgern geworden sind, zieht es weiter. Von Liemberg auf den Veitsberg. Dort umkreist die lange Schlange drei Mal das Kirchlein. Viele läuten die Glocke. Einen Wunsch im Herzen. Eine Hoffnung.
  Sinnfrage Unterwegs nach Sörg, mit dem Ausblick ins weite Land, wird sichtbar, wie weit der Mensch zu gehen vermag. Bis zur Schlussandacht ist es auch nicht mehr weit. "Großer Gott, wir loben Dich", singt man gegen 16 Uhr auf dem Laurenziberg. Die Kirchenglocke läutet. Und viele, die im Alltag Spirituellem kaum Raum geben, sind um diese Zeit sich selbst, der Frage nach dem Sinn, auf die Spur gekommen. Manche bleiben vielleicht sogar auf diesem Weg. Elisabeth Peutz Kleine Zeitung
 
  WIESER ANTON "2007
  "Alte Vierbergler" erzählen, Nächstes Jahr feiert Anton Wieser 40 Jahr Jubiläum. Das ist selbst unter "g'standenen Vierberglern" ein Rekord. Als er 1964 im Alter von 16 Jahren den ersten Vierbergelauf absolvierte, zählte er ganze 60 Wallfahrer. Ferdinand Eicher war der berühmte Vorbeter. "Wir gingen alle in die Kirche, nahmen an den Messen und Andachten teil, wie es sich gehörte", erinnert sich der Klagenfurter Kameramann, der unzählige Vierbergeläufe dokumentiert hat. "Man durfte nicht vor dem Kreuz gehen, die Kreuzträger waren die ersten". Der Ablauf sei stimmiger gewesen als heute, die Labung der Wanderer durch gutgesinnte Menschen einfach, aber ehrlich. Der legendäre Vorbeter Ferdinand Eicher, der diese Tradition über die Nazizeit bewahrt hat, musste sein Kreuz immer in St. Veit verstecken. 1945 sind außer ihm nur vier Frauen in der Metnitztaler Tradition Gruppe mitgegangen. Kleine Zeitung Wieser Anton geb. 1948 in St VeitGlan. Frühes Interesse für Film und Fotografie. Reifeprüfung an der Abendhandelsakademie in Klagenfurt. Anschließend Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Abteilung Film und Fernsehen. Abschlussdiplom in den Studienfächern Kamera und Produktion. Seit 1981 als Kameramann im ORF Landesstudio Kärnten tätig.
 
Ein Interview mit Kreuträger Hans Zeiringer von Johannes Zeiringer 2007

  Interview von Hans Zeiringer durch Johannes Zeiringer, Kreuzträger Hans Zeiringer  beim Einzug in Sörg im Jahr 2001
  Servus Hans! Wenn du dich bitte kurz den Lesern vorstellen würdest. Grüß Gott, mein Name ist Hans Zeiringer, ich bin 64 Jahre alt und wohne in Passering.
  Wann bist du das erste Mal beim Vier Berge Marsch mitgegangen? Das erste Mal bin ich 1970 im Alter von 30 Jahren mitgegangen.
  Und warum wolltest du mitgehen? Gab es einen besonderen Grund dafür?  In erster Linie war es natürlich Neugier und es war auch eine Herausforderung. Für den 1. Marsch haben ich und meine Freunde trainiert wie für einen Marathon.
  Könntest du mir etwas über die Hintergründe des Vier Berge Marsches erzählen?  Der Vier Berge Marsch war früher und ist auch heute eigentlich noch eine Bitt' Prozession. Am Anfang sind überwiegend Krappfelder Bauern mitgegangen um Erntesegen zu erbitten, denn der Boden war früher im Krappfeld sehr unfruchtbar. Manche Forscher führen den Ursprung des Vier-Berge-Marsches auf die Kelten zurück, da sich zufällig auf den 4 Bergen Kultstätten der Kelten befinden.
  Erzähl bitte kurz über die Route und den Ablauf des Vier Berge Marsches!
  Also, der Vier Berge Marsch beginnt um 11 Uhr mit dem Kreuzweg am Magdalensberg. Der offizielle Beginn ist die Mitternachtsmesse um Punkt 12 Uhr. Danach geht es Richtung Pörtschach am Berg, wo um 4:30 Uhr die Frühmesse gehalten wird. Auf dem Ulrichsberg wird eine Andacht gehalten wird, und weiter geht es Richtung Karnberg. Dort wird die so genannte Bischofsmesse vom Bischof auf einem Feld gelesen. Nach der Messe ist es nicht mehr weit bis nach Zweikirchen. Um ca. 8 Uhr wird dort wieder eine Messe gefeiert. In der Folge wandert man man eine weite Strecke über das Glantal und dann aufwärts über den Kulm nach Liemberg. Dort wird um 10:45 Uhr die letzte Messe gelesen, denn Messen dürfen nur am Vormittag gehalten werden. Der weitere Weg führt auf den Veitsberg und dann über die "Höll'" nach Gradenegg. Dort halten die Gläubigen um 13:45 Uhr die erste Andacht ab, in Sörg um 15 Uhr die nächste. Abschließend geht es zum Schlussspurt auf den Lorenziberg, auf dem man vor 17 Uhr sein sollte, sonst heißt es - "hole einen der Teufel".
  Was bzw. wer hat großen Einfluss auf den Vier Berge Marsch? Am wichtigsten ist das Schuhwerk. Es soll bequem sein und nicht drücken. Das Wetter spielt auch eine große Rolle und die Kreuzträger, denn sie geben das Tempo vor.
  Inwiefern hat sich der Vier Berge Marsch mit der Zeit gewandelt ?
  Der größte Unterschied ist die Teilnehmerzahl. Um 1970 gab es ca. 150 "Vierbergler", nun sind es zwischen drei- und viertausend. Früher war es fast eine Pflicht bei jeder Messe und Andacht dabei zu sein, nun gehen manche nur so mit um fit zu bleiben. Ich persönlich gehe jede Andacht und Messe.
  Welche Bräuche gibt es beim Vier Berge Marsch ?
  Als Erstes einmal die Haltung des Kreuzes: Die Kreuzträger sollen das Kreuz immer mit der Vorderseite zum Volk, also nach hinten, tragen, denn man soll während des ganzen Vier-Berge-Marsches eigentlich den Rosenkranz beten. Eine weitere Eigenheit ist die Kreuzumarmung. Die Kreuzträger warten vor einer Kirche zusammen und der Mesner oder der Pfarrer holt sie ab, wobei die Kreuze sich gegenseitig "ab halsen". Auch das "Bergler Laub" ist etwas Besonderes. Für jeden Berg ist eine Pflanze typisch und man steckt sich die Zweige auf den Hut. In Zweikirchen kann man die Kirchenglocke läuten und sich dabei etwas wünschen. Ebenfalls in Zweikirchen bekommt man für ein bisschen Geld Getreide, das zum eigenen beimischen ist, um es fruchtbarer zu machen. Auch ein Brauch ist es, den bettelnden Kindern Süßes oder ein bisschen Geld zu geben.
  Du bist selbst auch Kreuzträger: Seit wann machst du das und wie kamst du dazu? Ich habe unser "Passeringer Kreuz" 1981 in Auftrag gegeben und trug es seit 1982 jedes Jahr außer zweimal: Einmal hatte ich einen Kreuzbandriss und konnte nicht mitgehen, und letztes Jahr habe ich das Kreuz meinem Neffen Karl weitergegeben, da ich mit meinem Herzschrittmacher das Kreuz nicht mehr tragen kann.
  Trainierst du für den Vier Berge Marsch ?
  Ich gehe jedes Jahr am Ostermontag nach Maria Hilf, um meine Schuhe einzugehen. Sonst habe ich nicht viel Training.
  Was macht den Vier Berge Marsch so besonders ?
 Ich denke das Besondere ist, dass keine Organisation dahinter steht. Man wollte mir einmal eine Medaille verleihen, doch ich lehnte ab, denn sonst hätte es organisiert gewirkt und das wollte ich vermeiden.
  Wie lange willst du noch mitgehen ? Ich habe mir nie vorgenommen, wie oft ich mitgehe, aber ich will so oft mitgehen, wie es meine Gesundheit zulässt.Ich bedanke mich bei dir für dieses Interview! Es war auch meinerseits eine Freude, mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben. Quelle
 
BERGLER LAUB  2007  von Stefan Buchleitner
  Ein Brauch, der in recht alte Zeiten zurückgehen dürfte, ist das Sammeln von bestimmten Pflanzen während der Wallfahrt.
Die Pilger befestigen Büschel von Bärlapp, Efeu, Fichte, Wacholder und Buchsbaum an ihren Rucksäcken und am Wanderstab, oder stecken sie sich an den Hut. Auch die mitgebrachten Kruzifixe werden mit diesen Zweigen geschmückt.
  Von jedem Berg nehmen die Wanderer eine andere immergrüne Pflanze mit. Grün als Symbol des Erwachens der Natur nach dem Winter, als Symbol des Lebens und Überlebens. Jede dieser Pflanzen hat ihre besondere Bedeutung.
  Bärlapp (Lucopodium clavatum) ist die Pflanze des Magdalensbergs. Allerdings ist es wohl schwer, sie bei Dunkelheit zu finden, wenn am Gipfel des Magdalensbergs um Mitternacht die Wallfahrt beginnt. Stockdunkel ist es vor allem auch, da der Dreinagelfreitag vierzehn Tage nach dem Karfreitag immer nahe dem Neumond ist.
  Aber einige der Pilger sind schon am Tag zuvor aufgebrochen. So die Gruppe aus Sörg, die über den Lorenziberg und St. Veit wandert oder die Gruppe aus Maria Wolschart, die ihren Weg über St. Georgen und über St. Sebastian gewählt hat. Diese Pilger bringen oft für andere, die sie erst am Magdalensberg treffen, die begehrten Bärlapp Zweige mit.
  Die meisten Pilger müssen sich allerdings mit den, auch bei Dunkelheit, leichter zu findenden Zweigen von Fichte und Wacholder zufrieden geben.
  Warum gerade Bärlapp? Diese Pflanze hat eine alte Tradition und wurde bereits von Druiden geschätzt, denn sie soll vor vielen Schäden bewahren. Die gelblichen Sporen sind in der Volksheilkunde als Hexenmehl bekannt, das bei Hautkrankheiten und Wunden angewendet wird oder bei Blitzgefahr ins Feuer gestreut wurde.
  Den Efeu (Hedera helix) am Ulrichsberg findet man leicht und überall. Viele stecken sich schon bei Pörtschach am Berg einen Efeu Zweig an. In der griechischen Mythologie gilt der Efeu als Sinnbild der Unsterblichkeit der Seele. Außerdem ist er ein Symbol der Freundschaft.
  Fichte (Picea abies), die Pflanze des Veitsbergs, ist ein Zeichen des Neubeginns zwischen Mensch und Gott. Am Lorenziberg kommt noch ein Zweig Wacholder (Juniperus communis) hinzu. Früher glaubte man, mit Wacholder böse Geister vertreiben zu können.
  Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) wird von vielen Wallfahrern ebenfalls zum Bergler Laub Büschel beigesteckt. Diese Pflanze ist kein heimisches Gewächs, aber man findet sie bei vielen Bauernhäusern, denn auch ihr werden magische Kräfte zugeschrieben. So wird Buchsbaum bei einigen alten Ritualen verwendet.
  Nach der Wallfahrt nehmen die Pilger das Bergler Laub (manchmal Berger Laub genannt) mit nach Hause. Hier soll es Haus und Hof und deren Bewohner vor Unheil schützen. (Vor allem aber der daheim gelassene Gekreuzigte im Hergotts Winkel bekommt sein Bergler Laub ab.)
 
VIERBERGLER 2007 vom heidnischen Brauch zur Pilgerfahrt
Q.B.F.F.F.Q.S.!  "Quod bonum, faustum, felix, fortunatumque sit!" - "Was gut, günstig, glücklich und gesegnet sei!" (Segensformel)
Cicero's "De Divinatione"    Der Zweijahrtausend alte Segenswunsch der Römer,  möge auch für diese Wallfahrt gelten.
Germanischen und keltischen Ritual 2007
  Im Lauf der Zeit ist aus dem germanischen und keltischen Ritual> eine christliche Wallfahrt entstanden. Das an die Vierberge angehängte Wort Lauf bedeutet nicht laufen sondern den Umlauf der Schöpfung in den Jahreszeiten. Wie immer waren einige Teilnehmer bereits um Mittag am Lorenziberg, eine beträchtliche, Leistung. Aber vom Brauchtum her gesehen waren es die besonderen Angsthasen, denn es heisst: "Wer nach sechs Uhr nicht am Lorenziberg ist den holt der Teufel". Eine Pilgerreise schließt niemanden aus und bietet allen ein mobiles Asyl. Angeblich soll man nur am Dreinagelfreitag, (benannt nach den drei Nägeln, mit denen Jesus ans Kreuz geschlagen wurde), in der Lage sein diesen Weg zu beschreiten. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die körperliche Fähigkeit sondern auch für die, von den Bauern ermöglichte, Wegführung die teilweise querfeldein über Wiesen und Felder verläuft. Taxifahrer lauerten, wie immer, auf die Abbrecher im ersten Teilbereich. Priester, Kreuzträger, Sänger, Vorbeter, Bauern, Feuerwehr, Polizei und Rettung alle taten wieder ihr bestes. Doch das Beste kommt immer zum Schluss: Auch allen Urhebern, Autoren und Fotografen deren Substanz verwendet wurde. Ein herzliches Dankeschön und Vergelt's Gott. Für jeden Hinweis bin ich sehr verbunden. > 2007-04-27

Die steirische Matura 2007
 Der Abgang der St. Veiter Bergler um 18:00 vom Parkplatz Friedhof St. Veit wurde versäumt, nun wird es eben ein gewohnter Alleingang diesmal zu der sichtbaren Magdalenskirche, "dachte ich". Vieles kommt ganz anders als man glaubt und denkt. So ein Glücksfall – von St. Donat führt ein Weg mit einer Zeitangabe von 2 Stunden auf den Magdalensberg^. Der Weg begann vielversprechend; auf den von Wald eingeschlossenen Weideflächen bewegten sich in der Dämmerung weiße Flecken, nun erst verstand ich warum der Hinterteil des Rehwildes in der Waidmanns Sprache Spiegel heißt. Die hellen Haare um das Weidloch sind der Spiegel und das Waidloch ist der After. Das Wild wurde von mir beim äsen (Nahrungsaufnahme) vergrämt (gestört). Wenn man auch nicht ein begeisterter Anhänger der Jagd ist - eines muss man den Jägern zugute halten in der Waidmanns Sprache sind sie vorbildlich und so manche könnten sich daran ein Beispiel nehmen. Nicht umsonst, wird im grünen Herz Österreichs die Jagdprüfung als die steirische Matura bezeichnet.
 Da kräht in Wien der junge Hahn als Wissenschaftstminister und nennt seine, in den Schulen Kondome verteilende Gesundheitsministerin, "ein armes Schwein". (Hahn wurde nach Brüssel entsorgt 2011)
 
Der Winkel Herrgott 2007
  Mein erstmaliger Begleiter, der Winkel Herrgott am Rucksack, hatte nun meiner Leichtgläubigkeit eine große Lektion erteilt: Wie es schon öfters vorgekommen war, diesmal jedoch Gott sei Dank nicht in ausgesetzten Gelände, verlor ich in der Dunkelheit die Markierung und ging gefühlsmäßig weiter. Am Zechnerkogel erkannte ich, durch die Lichterkette der auf den Magdalensberg fahrenden Autos, meinen Fehler.
 Die Legende sagt man müsse auch den Magdalensberg, gleich der Kirche zum heiligen Veit am Veitsberg, dreimal umrunden. Umrundet hab ich viel, die Zweige schnalzten mir in der Dunkelheit ins Auge – doch dem Magdalensberg bin ich dabei nicht näher getreten sondern habe mich davon entfernt.
Weglos ohne Anhaltspunkte zu gehen ist immer eine Herausforderung
  "In jungen Jahren irrte ich einmal im Winter auf einem flachen Höhenrücken umher und freute mich als ich Fußspuren fand, lange ging ich diesen Spuren nach doch es waren meine eigenen gewesen." Dies ist kein besonderes Beispiel für einen Kreislauf, man geht ja auch oft gedanklich im Kreis ohne Fortschritt und es bedarf gewaltige Mühen, aber oft auch nur einen kleinen Wink des Schicksals, um weiter zu kommen.
  Zumindest hatte ich nun die Richtung wo mein Ziel lag kurz vor dem Auge gehabt, doch in der Dunkelheit ist es auf einen nicht ausgebildeten Höhenkamm nicht leicht eine Richtung zu halten. Mit einigen Lichtblicken auf die beleuchtete Kirche, jedoch auch dazwischen immer wieder etwas umherirrend, kam ich dem Magdalensberg näher.
  Im Wald der letzten Einsattelung gab es eine Begegnung mit vier jungen Einheimischen auch sie, die den Weg schon oft genug gegangen sind, hatten die Markierung verloren. Zuerst waren wir auf dem Holzweg und mussten umkehren. Ein Bursche bestand dann darauf immer links zu gehen und so fanden wir die Zeichen des Weges wieder. Kurz unter dem Ziel, es ging schon gegen Mitternacht zu, kam bereits eine Schlange von abwärtsgehenden Leuten entgegnen. Die Bemerkung einiger; "Ihr geht in der falschen Richtung" kann nur ein Spass gewesen sein.
 
Zu müde für Gespräche bin ich den Pilgerweg diesmal schweigend gegangen, das Mundwerk kann man abstellen das hören nicht. So habe ich die endlosen Litaneien die wegen Wiederholungen nicht den Elfenbeinturm erreichten, die liturgischen Gesänge aber auch die, bei jeder Station gesungenen, Kunst- und Volkslieder und besonders die Militärmusik der Messe Karnberg, in Erinnerung. Der Elfenbeinturm war bei den alten Vorbetern, nachdem sie alle Heilgen und alle der Andacht dienende Gegenstände angerufen hatten, eine Stelle der Litanei über die nur wenige hinwegkamen.
Kinderspende 1v4 Zur Sparsamkeit mit den Zuckerl schenken mahnte mich eine Frau! Als eine ganze Schulklasse der Reihe nach aufgestellt war! Ich aber habe auch selbst noch genascht und wollte nur schnell eine Gepäcks Erleichterung, dabei dachte ich nicht an die Peinlichkeit danach, wo mit leeren Händen den wartenden Kinder aus dem Wege zu gegangen werden musste. Im vergangenen Jahr, waren wegen dem Regen wenig Kinder am Weg, damals hatte ich am Fuße des Lorenziberges noch volle Säcke. Dort gehen nur mehr wenige Wallfahrer und diesmal war es mir unangenehm, dem von mir einst so reich beschenkten Kind, nicht mehr geben zu können. Ansonsten waren, durch die Schönwetter bedingten Pilgermassen, die Kinder von Süßigkeiten überschwemmt.
 
Sonnenlauf 2007
  Erstmals wurde der Ulrichsberg über die romantische Hühnerleiter und dazu noch, im Wechsel der Nacht- zur Tageszeit, begangen. Jeder Sonnen Auf- und Untergang ist ein einmaliger Schöpfungsakt, dieses Empfinden ist besonders bei den ersten Strahlen nach einer "Nächtlichen Wanderung" > besonders stark. So war es auch in Karnberg bei der Feldmesse als sich das Tagesgestirn zeigte und den leichten Reif der Wiese aufnahm, die Sonne blieb uns den ganzen Tag ungetrübt erhalten. Der Ort wo die Sonne hervorkommt versetzt mich immer noch in Verwunderung und zeigt wie schwach eine Orientierung nach Gefühl, mit einer Differenz von 180 Grad, sein kann.
 Der Lebenslauf mit allen seinen Wendepunkten gleicht den auf und untergehenden Gestirnen, bei den Lebewesen schließt sich der ewige Kreislauf von der Schöpfung zur Schöpfung zurück. Der Vierbergelauf ist wie ein Zeiten loser Lebenslauf der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, besonders wenn der Umlauf, von St. Veit nach St. Veit, geschlossen ist.
 
Die Kärntner singen gerne und deshalb gibt es dafür immer einen Anlass. Der Gesang ist allerdings nicht allen gegeben, leider hat mir meine Mutter nicht diese Kärntner Gabe vererbt, auch ihr Gesang war spärlich. Die Stützpunkte der Bauern am Weg sind eine Besonderheit: Alle Getränke und Speisen beruhen auf freiwilligen Spenden und sogar das Wechselgeld ist freizügig dem Spendenkorb zu entnehmen. Eindrucksvoll  ist auch die Stelle  des Weges wo sich alle Kruzifixe  untereinander begrüßen. Die Kirche von Liemberg ist vom Gottesacker eingesäumt, im vergangenen Jahr rastete ich auf der Bank vor dem Eingang zur Wartung des Fußwerkes, es war keine gute Stelle zuviele Pilger gingen mit mitleidigen Blicken und aufmunternden Bemerkungen vorbei. Diesmal suchte ich einen schattigen Rasenplatz neben der Sakristei, es wurde noch unangenehmer als der Um - und Einzug der Kreuzträger nach Umrundung der Kirche unmittelbar neben mir in die Kirche schritt. Während ich mich den Beinen beschäftigte merkte ich wie so mancher Pilger sich verstohlen im Friedhof das Bergler Laub Efeu und Buchsbaum besorgte.
  Wie im vergangenen Jahr sah ich sah ich in Fachau den Mann wieder, der so aussieht wie mein Kärntner Halbbruder Hubert m Alter von 50 Jahren ausgesehen hatte, er machte wieder seine lustigen Bemerkungen. Es gibt auch immer welche die erst von Sörg weg mit pilgern. Fachau ist eine Streusiedlung hier haben viele ihr Auto abgestellt oder lassen sich von hier abholen. Beim letzten Aufstieg kamen deswegen auch schon viele Pilger, nach der Vollendung ihres Weges, bereits bergab und einige gingen schon barfuß oder mit den Socken.
  Nach dem  Abgang vom Lorenziberg wählte ich den im oberen Bereich noch Weg losen Mühlbach. Ein würdiger Abschluss einer geistlichen Wanderung – nicht nur um die Füße im Bach zu kühlen, sondern auch wegen der Schönheit des teilweise Klamm artig tiefen Einschnittes des Bachbettes. Bei einer Rast schenkte mir sogar ein schüchternes Eichkätzchen kurzzeitig einen schönen Anblick. Das Beste kommt zum Schluss im Gegensatz zur Anreise fand ich ohne zu fragen zum Parkplatz des Friedhofes St. Veit und die Fußpflege hatte sich gelohnt ich bin ohne Blasen davongekommen.
  Einmal Vierbergler immer Vierbergler mit dem Vierbergler Gruss nächstes Jahr wieder und nicht nur weil es ein Weg ins Paradies sein soll. PS: Der Kreuzmichel war von seinen 2 Schwestern und seiner Frau begleitet.
Gehen ist des Menschen beste Medizin Hippocrates, 460 v.Chr. bis 375 v.Chr.  
Am Tag danach 2007-04-21
  Der Tag nach den vier Bergen hat für mich immer einen großen Stellenwert, 2005 fuhr sogleich in meine steirische Heimat, 2006 besuchte ich den einzigartigen Natur Lesepark> in Neumarkt. Auch im heurigen Jahr 2007 gab es besondere Erlebnisse, viele Orte kamen mir bereits vom > her bekannt vor. Nach einer erholsamen Nacht am Parkplatz des Friedhofes weckte mich die Morgensonne, nun stellte ich fest bei der Anreise am Donnerstag fuhr ich, ohne es zu wahrnehmen, an meinem Ziel vorbei. Selbstverständlich strebe ich  noch nicht der Ewgikeit zu aber bei einem Gottesacker, mit freier Sicht auf die Kirche St. Helena und Maria Magdalena auf dem Magdalensberg, zu erwachen ist für mich nicht alltäglich.
  In Richtung Brückl fahrend verabschiedete mich eine, über der Straße befindlichen Laufschrift - der Text ist mit entfallen. Ohne Vorgabe von Zeit und Raum, der Entwicklung einfach freien Lauf zu lassend, ins Unbekannte voller Erwartungen vorzustoßen ist schön, wenn man dabei über so manche Sackgasse und so manchen Anstoss hinwegsehen kann. Nun erst fühlte ich die Schmerzen, der beim nächtlichen Magdalensberg Anstieg, durch Zweige gepeitschten, entzündeten Augen.

Der Schöpfer winkt das Leben sinkt 2007-04-21
  Friedhofkapelle Pfarre St. Margarethen ob Töllerberg Filialkirchen: St.Kathrein am Kulm und St. Franzisci a.S. Kärnten
  Wer kennt schon Gattersdorf und St. Franzisci? Trotzdem oder gerade deswegen ein Ort um die müden Füße wieder in Gang zu bringen. Wo immer man sich in der Natur bewegt, nie bleibt man unbelohnt, es ertönten die ersten Kuckucks Rufe des Jahres. Den Griffener Schlossberg sehen und nicht begehen wäre ein Vergehen und es hat auch hier gelohnt.
  Ein scheinbarer Wermutstropfen wollte mich noch belasten: Bei einem Parkmanöver in Griffen stellte ich mich etwas ungeschickt an und wurde von einem nachkommenden Motorradfahrer deswegen zur Rede gestellt: "Hast du noch nie einen Fehler gemacht" sagte ich, der Mann schluckte ein paarmal gab sich aber zufrieden und fuhr  mit seinen Gefährten, mit donnernden Getöse weiter nach Deutsch Griffen.
  Schon bei der Anreise war ich von der sich vom Drautal erhebenden Gebirgskette, der von mir noch nicht begangenen Karawanken angetan, der Ausblick vom Griffener Schloßberg ist ganz besonders.
  So endete auch, wie ein kurzer aber erfüllender Lebenslauf, die ereignisreiche, eindrucksvolle Kärntner Pilgerfahrt in der Hoffnung einer Wiederholung und vielleicht auch auf einen Antrittsbesuch bei den Karawanken.

Turmschriften Schlossberg Griffen 2007-04-21
  • Wenn du am Morgen erwachst, denke daran. Was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können. Marc Aurel 121 - 180 römischer Kaiser und Philosoph.
  • Dies ist mein Haus und doch nicht mein, >Beim Nächsten wird es auch so sein,
    Dem Dritten wird es übergeben,
    Der Vierte wird nicht ewig  leben,
    Den Fünften tragt man hinaus,
    Nun frag ich mich wem gehört dies Haus
  • Die Friedenskultur ist das Wichtigste, was man überhaupt an Wissen weiter geben kann. Peter Handke geboren 1942 in Griffen
  • Wenn die Hoffnung aufwacht, legt sich die Verzweiflung schlafen.
    When hope awakes despair lies down to sleep.
    Si l'espoir se réveille, le désespoir met se dormir. Asiatisches  Sprichwort
  • Wahre Lebenskunst besteht darin, im alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Pear S Buck
  • Es gibt zwei Sorten von Malheur: Unser eigenes Pech und für Neidische, das Glück anderer. Unbekannt
  • Schrecklich ist es den Löwen zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn,
    doch das schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinen Wahn. Friedrich Schiller Lied von der Glocke
  • Wenn der Mensch gesund ist hat er viele Wünsche, wenn er krank ist nur mehr einen. Arabisches Sprichwort
  • Viele sind berufen aber wenige auserwählt. Bibel
  • Am reichsten sind die Menschen die auf das meiste verzichten können. Rabin Dranath Tagore 1861 - 1941 indischer Philosoph
  • Alles ist nur geliehen Johann Rainbacher OÖ Gleichschrift auch im Sölkpass >
 
VIERBERGE WALLFAHRT 2006 
 
NASS VON OBEN SCHLAMM VON UNTEN 2006
  Magdalensberg 1059m Wernig Brunnerkreuz Gh. Fleißner Möderndorf Pörtschach a. Berg Prikalitz Kollerwirt Ulrichsberg 1022m Karnberg Eberdorf Zweikirchen Weitensfeld St. Leonhard Kulm Liemberg Veitsberg 1171m Gradenegg Sörg Reidenau Laurenziberg 971m. Länge: 52km Höhenunterschiede: 2000m
  Tausende Teilnehmer^ nehmen.....
  Die Teilnehmer – genannt die "(Vier) Bergler" – erhoffen sich, dass der geheime Wunsch, den sie auf den beschwerlichen Pilgerweg mitnehmen, in Erfüllung geht und dass sie von ihrer Sündenschuld befreit werden. In den Beschwernissen der Fußwanderung wird das Leiden Christi nachempfunden. Wer dreimal am Vierbergelauf teilnimmt, dem soll ein Platz im Paradies gesichert sein.
  Noch im 17. J.h. wurden in Kärnten Frauen, deren Kinder im Wochenbett auf unerklärliche Art und Weise umgekommen waren, zur Teilnahme am Vierbergelauf und zum Beten von Rosenkränzen verurteilt. Aus diesem  Motiv dürfte  auch die Zuckerlspende entstanden sein: Die Pilger beschenken am Wegesrand stehende Kinder mit Süßigkeiten.
    Grundsätzlich symbolisiert das Hinaufsteigen auf einen Berg den himmelwärts führenden Weg des Pilgers. Seine Seele wird mit der Gottheit eins.
  "Körner Tausch": Einige Wallfahrer tauschen eine handvoll mitgebrachter Getreidekörner gegen geweihte Körner, die an bestimmten Orten in Schalen oder Körben bereitstehen. Die geweihten Körner mischen sie daheim unter das Saatgetreide. Davon erhoffen sie sich eine reiche Ernte.

Einmal Vierbergler immer Vierbergler ! 2006
  In Oberzeiring besuchte mich der Bergfreund Hans Wiesnegger > und wir kamen auch auf den Vierbergelauf, an dem er auch immer teilnimmt, zu sprechen. Dies prägte sich in mein Unterbewusstsein ein, als die Zeit reif war, war ich automatisch nach Kärnten, meiner Zweitheimat, unterwegs. Bei der Anreise gab es nach dem Wechsel einen Wolkenbruch, der Himmel verfinsterte sich und teilweise fuhren Autofahrer nur mehr mit 30km. Frühzeitig in St. Veit angekommen entschloss ich mich auf den Ulrichsberg zu gehen.
  Es war wie bei einer Verabredung, nach einer Siedlung endete Straße und Weg, ich ging an den Rändern von Wiesen und Feldern und später dann auf einem Feldweg bis zu einer Brücke an der Glan entlang. Gerade dort traf ich die von der St. Veiter Straße her kommende Vierbergler. Wie ich später bei der letzten Station vor St. Veit vom Kreuz Michel erfuhr: War es eine Gruppe von Vierberge Pilger die sich in St. Veit Glan, am Vorabend des Dreinagelfreitags Donnerstag um 18 Uhr bei der Gärtnerei "Sattler" (Friedhofs Nähe) in St. Veit Glan, trifft.
Bereits vor dem Aufstieg zum Magdalensberg gewähren gastfreundlich zwei Bauern Speise und Trank. Was wäre Kärnten ohne Gesang? Etwa auf halber Bergeshöhe wurde bei einem Bildstock eine Andacht mit Gebet und Bergler Gesang gehalten.
  Mit einer endlosen Litanei und einer älteren Dame als Vorbeterin, wurde weit über den elfenbeinernen Turm hinweg, der Gottesdienst mit zwei Priestern eingeleitet. Die Kirche war zum bersten voll, vom Sender des Vatikan filmten Kameraleute und auch der Bayrische Rundfunk, der auch später noch an einigen Stationen aufnahm, war aktiv.
  Vogelgesang, das erste Zeichen der Dämmerung gab es diesmal schon am Aufstieg zum Ulrichsberg. Oft Schuh tief mit Schlamm bedeckte Wege und ein Dauerregen war ein starkes Hemmnis des Weiterkommen.
  Die Feldmesse in Karnberg, die Bischof Alois Schwarz im Regens zelebrierte, wurde von der Militärmusik, unter der Leitung von Kapellmeister Sigismund Seidl, begleitet. Hier war es der St. Veiter Kreuz Michel von den Kreuzträgern der als Einziger mit seinen Kreuz auch in die Kirche ging.


VOM BROCKENGESPENST ZUM ELMSFEUER 2006
  Es wurde für mich nicht nur wegen des Regens, der sich in Grenzen hielt, zu keinem Wolkenbruch ausartete und auch stundenweise aufhörte, ein alles fordernder Weg, der nur mit gemächlichem Tempo beschritten werden konnte. Lediglich bergab im unwegsamen Terrain des Ulrichsberges ging es noch flott von statten, während ich bergauf lieber Umweg artige Forstwege bevorzugte. Ich erinnerte mich an meinen ersten Lauf im Jahre 2003, da hatte ich zuerst versucht immer an die Spitze der Pilger vorzudringen, wobei ich dann später mit dem normalen Pilgertempo nicht mehr Schritt halten konnte. Diesmal wusste ich es schon; es gibt keinen Anfang und kein Ende der Pilgerscharen, jeder geht geistig und körperlich seinen eigenen Weg. Deshalb wählte ich von vornherein ein langsameres Tempo, mit weniger Rast. Es war ein eigenartiges Stimmungsbild – als nach der durchwandernden Nacht sich langsam die Schattenrisse lichteten. So wie der neue Tag begann kam auch langsam meine Erinnerung an den Pilgerweg.
  So wie einst, zur großen Überraschung der Sennerin von der Giglachalm, hatte ich den Regenschirm am Rucksack befestigt und somit mein mobiles Dach, was auch diesmal wieder vollführte. Später einmal am Höhenrücken des Großen Knallsteins
> sah ich erstmalig und wahrscheinlich letztmalig das Brockengespenst >. In der folgenden Biwaknacht sah ich dann, sicher auch einmalig, das leuchtende Elmsfeuer> im Metallgerippe des Regenschirmes, der kurz darauf durch einen Windstoß zerstört wurde.
  Der Weg forderte auch seinen Tribut; es gab zwei Rettungseinsätze im Gelände. Eine ältere Dame und ein junger Mann, dieser konnte jedoch noch gestützt von zwei Rettungsmännern, zu Tal geführt werden. Auf den Autostrassen längs des Weges lauerten überall die Taxifahrer um mit den abgesprungenen Wanderern ihr Geschäft zu machen. In Sörg gab es vor der Kirche eine unschöne Episode, ein Pilger schon alkoholisch angeheitert suchte seinen roten Rucksack. Meinen nahm er nicht er war ihm zu schwer – jedoch wollte er jeden getragenen roten Rucksack als den seinen erkennen. Natürlich gab es deswegen einige Rempeleien und Wortgefechte. Auch wenn man nur zehn Minuten sitzt soll man die Schuhe ausziehen! Diesen Rat habe ich von seligen
> bekommen, der sich nach dem Krieg von Italien nach Hause zu Fuß über die Alpen durchgeschlagen hat. Wie der Betrunkene zu seinem Rucksack gekommen ist? Konnte ich nicht mehr verfolgen, der Weg wurde fortgesetzt und ich hatte mit mir selbst viel zu tun um einigermaßen über die Runde zu kommen.
  Es ist unglaublich welche Großzügigkeit und welches Vertrauen die Bauern, aber auch Private den Pilgern entgegenbringen. Eine Dame lud, vor ihrem Haus, zu frisch gepressten Zitronensaft ein. In Fachau kurz vor dem Lorenziberg kehrte ich bei einem Bauern ein, ich hatte nur einen grossen Geldschein, der Bauer sagte: "Nimm dir selber aus dem Korb der freiwilligen Spenden dein Wechselgeld heraus".
  Eine Dame die meinem Leidensweg unterwegs mitverfolgt hatte bedachte mich mit Lob – als ich im Schneckentempo am Lorenziberg eintraf. Trotzdem – oder gerade deshalb, brach ich nach einer Flasche Bier in lustiger gelöster Gesellschaft, auf um den Lorenziberg zu verlassen. Unterwegs holte mich der St. Veiter Kreuz Michel mit seiner nun spärlichen Gefolgschaft ein und bei der letzten Station, in einer Gartensiedlung am Fuße des Berges, kamen wir ins Gespräch. Diesmal hatte ich mich ausreichend mit 3 Paketen Süßigkeiten eingedeckt, denn wegen der wenigen Pilger die hier noch unterwegs sind – fällt da für die Kinder wenig ab. Diesmal war es anders; ich hatte noch eine volle und eine noch fast volle Packung, die ich zur Erleichterung des Rücksack Gewichtes den Kindern der letzten Station in Hintnausdorf überließ. Nicht nur Kinder und jugendliche Autisten, sondern auch bei einer Jausenstation, sogar alter Sänger mit einer komisch hohen Stimme, nahmen die Spende der Süßigkeiten gerne entgegen.

 
DER ABSCHIEDSWEG 2006
  Nach einem Gebet und dem Lied "In die Berg bin i gern" kam der Abschiedsweg. Insofern Gewichts mäßig erleichtert konnte ich nach St. Veit hin mit dem Kreuz Michel Schritt halten und dies war ein großer Vorteil, denn wir gingen auf einem Wanderweg entlang eines Mülbaches. Eine Straßenwanderung, wie beim letzten mal, wäre nicht sehr angenehm gewesen. Diesmal waren 20 Kreuzträger am Vierbergeweg unterwegs gewesen und es wurde auch mehr gebetet wie ansonsten. An den Engstellen gab es weniger Stauungen, oft ist bei diesen Berglermarsch mehr als 10cm Neuschnee gewesen. Erzählte mir der Kreuz Michel, der mit Freuden sein Kreuz getragen hat und mit voller Zuversicht der Zukunft entgegenblickt. Letzten Endes in St. Veit war die stattliche Pilgerschar auf ihn seine Schwester und mich geschrumpft. Einige Leute und Autofahren versahen uns noch, als die letzten Vierbergler, mit freundlichen Grüßen. Dann trennte uns der Weg: "Ich solle nächstes Jahr wiederkommen" sprach der fromme und sportliche Mann zum Abschied.
   
FLURAUMLAUF 2003
  Der größte Flurumlauf Europas ist die Vierberge Pilgerfahrt über die vier heiligen Berge Kärntens. Sie wird als Vierbergelauf bezeichnet und ist ein Neumondbrauch mit mitternächtlichem Beginn. Die Pilger benötigen Lampen oder Fackeln, Berg feste Schuhe und wetterfeste Ausrüstung.
  Die Anreise ist Dank der öffentlichen Verkehrsmittel Bahn, Bus problemlos und sehr gut organisiert. Vom Bahnhof St. Veit ist am Vorabend im 10 Minuten Takt ein Busverkehr zum Magdalensberg eingerichtet. Autoreisende werden den Parkplatz am Bahnhof bereits besetzt vorfinden, in der nach dem ÖAMTC liegenden, stadteinwärts führenden paralell Straße gibt es aber ausreichend öffentliche Parkmöglichkeit.
   Ein ungeheurer, von der Gendarmerie geregelter, Verkehrs und Menschenstrom ist bei der Auffahrt zum Magdalensberg, in den engen Serpentinen kommt alles ins Stocken. Dies ist aber bei einer Ankunft von etwa Siebentausend Wallfahrer wohl zu erwarten, aber für einen Vierberge Pilgerneulinge ein gewaltiges Erlebnis.
    Der Vierbergelauf ist ein mystisches Erlebnis im Frühjahr, zumal eine Nachtwanderung von Grund aus nichts Alltägliches birgt. Es ist gut dass, der Bürgermeister von St. Veit, mit seiner Fitnessmarsch Vorstellung abgeblitzt ist. Wenn auch in der endlosen Pilgerschlange zeitweise die verschiedenartigsten akustischen Kennlogos  der Handy zu hören sind, ist doch die Besinnlichkeit erhalten geblieben.
  Es ist und bleibt hoffentlich auch eben eine Wallfahrt
in der jede und jeder nach seinem Ermessen und ohne Zwang, selbst seine Ziele und Grenzen setzt. In einer gemeinschaftlichen Atmosphäre bewegt sich die, aus allen Bevölkerungsschichten und allen Altersgruppen bestehende, endlose Pilgerschar. Das Erfreuliche dabei aber ist auch, dass diese Pilgerfahrt kaum Abfall in der Natur hinterläßt. Die Teilstrecken auf den öffentlichen Straßen werden für den Vekehr gesperrt und ein umnfangreiches Netz an Stationen der Feuerwehr und des Roten Kreuzes, sorgt sich vorbildlich um die Hilfebebedürftigen. Alle die sich im Dienste dieser Wallfahrt gestellt haben, die Geistlichkeit, die Küsterei, der Kastellan vom Ulrichsberg, die Heger und Flurschützen, die Bauern und die vielen Pilgerinnen und Pilger, alle die den Sinn einer Pilgerwanderschaft aufrecht erhalten, sind hier besonders hervorzuheben.
 
MAGDALENSBERG oder Helenenberg 2003
   Auf der Spitze des Magdalensberges steht eine der heiligen Helena und der Maria Magdalena geweihte Kirche und ein ansehnliches Gasthaus. Schon vor mehr als 2.000 Jahren waren dort schon Menschen oben, aber nicht nur allein des schönen Rundblick wegen. In der jüngsten Vergangenheit hat man unter der Kirche die Reste einer Tempelanlage für die einheimische Kriegsgottheit Latobius Mars freizulegen begonnen, die darauf schließen lässt, dass auf diesem Magdalensberg das hauptstädtische Zentrum des Landes der Noriker war. Denn eine Tempelanlage wie diese setzt ein bedeutendes urbanes Zentrum voraus, eine so großzügige Tempelanlage steht nicht in der Peripherie. 113 vor Christus haben die Noriker die Grenzen ihres Landes festgelegt, und vielleicht wissen wir in den nächsten Jahren sicher, dass dort ihre Hauptstadt war: In der Vergangenheit hat man sie irgendwo zwischen Mittelkärnten und der Südsteiermark vermutet, und einmal hat man behauptet, dass sie am oberen Ende des Görtschitztales bei Noreia liege.
  Die Messe in der überfüllten Kirche wird für die Außenstehenden mit Lautsprecher übertragen, auf der Rückseite beginnt eine Abkürzung des Gehweges.
  Bärlapp (Lucopodium clavatum) ist die Pflanze des Magdalensbergs. Allerdings ist es wohl schwer, sie bei Dunkelheit zu finden, wenn am Gipfel des Magdalensbergs um Mitternacht die Wallfahrt beginnt. Stockdunkel ist es vor allem auch, da der Dreinagelfreitag, vierzehn Tage nach dem Karfreitag, immer nahe dem Neumond ist.
 
ULRICHSBERG Kirchenruine zum heiligen Ulrich mons carantanus 2003
DAS ULRICHSBERGKREUZ
Ein Kreuz ragt auf in unser aller Leben,
ein Kreuz hebt sich zum Himmel hoch und klar.
Von dem was war, was die Vergangenheit bewegte,
weist den Weg zur Zukunft, in das Licht. Ida Weiß
  Der Ulrichsberg ist im oberen Teil ein alleinstehender Berg am Westrand des Zollfelds. Auf der Bergkuppe stand im 1. J.h. n. Chr. ein Tempel welcher der Isis - Noreia geweiht war. Im 5./6. J.h.n. Chr. entstand eine umfangreiche Höhensiedlung mit einer frühchristlicher Kirche. Die Slawen zerstörten um 600 die Anlage. Funde:  Weiheinschrift an die Isis Noreia in der mittelalterlichen Kirchenruine (Kleinfunde im Landesmuseum Klagenfurt) Reste des antiken Tempels, der frühchristlichen Kirche und spätrömischen Gebäude; Apollo Statuette, (heute im Kunsthistorischen Museum in Wien)
  Auch der Name Kärnten ist keltischer Herkunft, zu keltisch karant- Stein, Fels, gleichzeitig ist dies auch ein Ortsname am Fuße des Ulrichsberges, des Mons carentanus der Urkunden, von wo aus ein Slawenfürst über weite Teile Kärntens herrschte. Darauf beruht die lateinische Form der Urkunden Carantania, carantanus usw., aus der dann deutsch Kärnten, slowenisch Korotan, Koroška usw. hervorgegangen sind.
 
Ulrichsberg Anschlag 2003  
  Der Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher ÖVP erinnerte daran, dass sein Vater 1959 das 20m hohe Kreuz auf dem Ulrichsberg errichten hatte lassen. Daher sehe er den Berg als ein Stück Erbe, das er mit Zähnen und Klauen verteidigen werde. Besitzer  des Ulrichsberges ist die Grafenschaft Göss.
 1997 wurde durch einen Antifaschisten – die Gedenkstätte der Kriegsveteranen beider Weltkriege am Ulrichsberg samt Kirche von Unbekannten völlig zerstört. Der Schaden war unermesslich, eine Tat die genauso wie die Vandalen Aktionen auf den jüdischen Friedhöfen an die Unbezweingbarkeit der Vergangenheit und an die ewigen Gestrigen der Gegenwart, erinnert. Als Täter meldete sich ein Kommando Zornige Antifaschistische Linke Aktion, eine Gruppe militanter Feministinnen aus der links grünen Szene.
  Es wird vermutet, dass dieser Anschlag durch die Aktivitäten der linksradikalen Geschichte Änderer um die seit einigen Wochen auch in Österreich gezeigten Anti Wehrmachtsausstellung ermuntert wurde. Das Denkmal am Ulrichsberg diente über viele Jahrzehnte als Treffpunkt für Kriegsveteranen und war daher der politischen Linken schon immer ein Dorn im Auge. PNO, Wien, 18.8.1997
  Wie auf den Gemälde richtig dargestellt ist der Ulrichsberg ein Berg mit lodernden Flammen, währenddessen vom Vierbergelauf in der Suchmaschine 50 Eintragungen zu finden sind gibt es beim Ulrichsberg 500, hauptsächlich stehen die Zitate des nunmehrige Kulturreferent des Landes Kärnten, Hr. Haider im Mittelpunkt und da vor allem seine Krumpendorf Offenbarung.

Alfred HRDLICKA                                                                                                                 
 An den Wänden der Kirche ohne Dach am Ulrichsberg sind Gedenktafeln, die an das Kriegsgeschehen auf den Fronten und den beteiligten Nationen erinnern, angebracht.
Diese Gedenkstätte wurde am 17.08.1997
schandbar und pietätlos zerstört
Dank de Spenden konnten
Gedenkstätte und Ehrentafeln
wieder hergestellt werden
1997 - 98 Die Ulrichsberg Gemeinschaft  Gedenktafel Ulrichsberg
 
AUS DEM TÄTER BEKENNERBRIEF 2003 Auszug
  Ein Blick hinter diese Maske, eine Maske geformt aus den Gesichtern aller weiterhin teilnehmenden Politiker, genügt, um zu erkennen wie verdammt dieser Berg stinkt. Wir haben die Gedenkstätte Ulrichsberg zerstört, nicht, um die vergessen zu machen, die die Geschichte des zweiten Weltkrieges so blutig geschrieben haben. Vergessen werden wir sie nicht, die den Tod von Millionen von Menschen auf ihrem Gewissen haben. Vergessen werden wir sie nicht, die im grauen Feldrock für ein System der Vernichtung und des Todes ihr Leben ließen, aber ehren, ehren niemals. Ehre gebührt all jenen, die den Mut hatten, sich zu wehren, die der Wahrheit ins Auge blickten und dem Faschismus, auch wenn er noch so übermächtig schien, den Kampf ansagten. Jene zu ehren bedeutet nicht an Kranzniederlegungen und anderen Feierlichkeiten teilzunehmen, sondern, den Kampf in ihrem Namen weiterzuführen.
  Wir haben die Gedenkstätte Ulrichsberg angegriffen, um zu zeigen, dass die Geschichte uns gelehrt hat, unser Wissen nicht als Erkenntnis, sondern als Pflicht zu verstehen. Als Pflicht, die Augen offen zu halten und geschehendes Unrecht konsequent zu bekämpfen. Faschismus ist Unrecht! Und Antifaschist/in zu sein bedeutet nicht nur, antifaschistisch zu denken. Antifaschist/in zu sein bedeutet vor allem auch sich der Verantwortung bewusst zu werden und danach zu handeln.
 
GRUNDPRINZIPIEN UND ZIELE DES KÄRNTNER HEIMATDIENSTES 2003 Auszug
  Wir treten ein für Freiheit und Selbstbestimmung für die Kärntner Landeseinheit im Verbund mit Österreich. Die Karawanken Grenze muss auch nach dem EU Beitritt Sloweniens bleiben! Zum Schutz der Kärntner Lebensinteressen. Kärnten Slowenien Friaul: Zusammenarbeit JA  Zusammenschluss NEIN! Gutnachbarliche Beziehungen zu Slowenien in allen Bereichen, aber entschiedene Absage an alle Pläne, Kärnten in einer "EU Region Alpen Adria" mit Slowenien und Friaul Julisch Venetien zusammenzuschließen und damit von Österreich abzukoppeln. für ein friedliches Europa der Vaterländer Europa darf sich nicht zu einem zentralistischen Einheitsstaat mit multiethnischen Regionen entwickeln.
  Die Nationalstaaten müssen weitestgehend selbständig erhalten bleiben und bilden damit eine dauerhafte europäische Wirtschafts- und Sicherheitsgemeinschaft! Wir kämpfen gegen Gleichgültigkeit und nationale Selbstaufgabe gegen jegliche Einmischung von außen Die am 31. Jänner 2000 verhängten Sanktionen einer heuchlerischen "Wertegemeinschaft" von EU Staaten waren ein Angriff auf Österreichs Freiheit und Selbstbestimmung. Sie waren eine eklatante Einmischung von außen und degradierten Österreich zur Kolonie. Eine kalte Demonstration von Macht, die wir niemals vergessen werden.gegen  Sippenhaftung und Kollektivschuld Im Gegensatz zu den anderen Völkern – insbesondere in den Nachfolgestaaten des Kommunismus – haben wir in hohem Maße Sühne geleistet und damit kollektiv und für immer, auch ohne persönliche Schuld, unseren Abscheu über die Untaten des nationalsozialistischen Regimes zum Ausdruck gebracht. Wir brauchen uns diesbezüglich nichts mehr vorwerfen zu lassen! Seit Kriegsende hat die Republik Österreich – obwohl erstes Opfer Hitlers – rund 300 Milliarden Schilling an Opfer des Nationalsozialismus gezahlt. Einmal muss Schluss sein! Schluss mit den ungerechtfertigten Anschuldigungen, den falschen Verdächtigungen und den endlosen Zahlungen!
 
Der Ulrichsberg am Thespiskarren 2003
  Am Ulrichsberg führen zwar viele Wege vorbei, jedoch er stinkt aber nicht zum Himmel, wie in dem Bekennerschreiben der Täter behauptet wird. Auf dem Rücken eines Berges werden hier von den Blauen, Schwarzen und Roten Protagonisten aus der Trauertragödie mein Kampf einzelne Ausschnitte auf den Thespiskarren durchs Land gezogen. Einen Berg des Gestankes zu bezichtigen ist ein Sakrileg der in einer Alpenrepublik einer Schändung der Ewigen Ruhe gleichkommt. Die Eigenschaft der unanständigen Ausdünstung bleibt gewissen engstirnigen Personen und deren Machenschaften vorbehalten sie rekrutieren sich allerdings aus allen Kulturen und aus allen Gesellschaftsgruppen und Familien.
  In angemessenen Abständen sorgten Fackelträger zur Erleuchtung der Nacht. Ich mit meiner mütterlich kärntnerischer Abstammung aus Kappel am Krappfeld, also ein Mulatte zwischen Steirer und Kärntnerin fühle mich wie zu Hause und mein zu Hause ist dort wo ich mich wohl fühle. Als Nachtmensch und Schlafwandler hatte ich bei der Finsternis keine Probleme und war voll in meinem Element, als die Sonne aus einer Richtung aufging aus der ich sie niemals vermutet hätte, war ich ganz von den Socken und benötigte lange zur Angewöhnung. Es hatte sich schon herumgesprochen bei einem Bauern vor dem Veitsberg gibt es eine Fritattensuppe, sie half mir dann auch über die sogenannte Blutwiese. Als einer der Wenigen hatte dieser Landwirt, eigens  ein Trinkwasser Provisorium angelegt an dem viele, so auch ich, die Wasserreserven ergänzten.
  Den Efeu (Hedera helix) am Ulrichsberg findet man leicht und überall. Viele stecken sich schon bei Pörtschach am Berg einen Efeu Zweig an. In der griechischen Mythologie gilt der Efeu als Sinnbild der Unsterblichkeit der Seele. Außerdem ist er ein Symbol der Freundschaft. 
 
VEITSBERG oder Gößeberg 2003  
  Berg nördlich des Glantals, bei St. Urban, Kirche mit hölzernem Tonnengewölbe 1950 nach Brand neu erbaut. Hier gab es auch Funde aus der Römerzeit. Der Veitberg bietet den schönsten Aussichtspunkt der vier Berge, vor der Kirche oder besser gesagt vor der Kapelle kann man sich in einem Buch verewigen. Von fern hört man schon die Glocke ohne Unterbrechung läuten, es ist Brauch, dass alle Pilgerleute die Glocke läuten - dazu muss man sich aber in einer Warteschleife einreihen. Von Seiten der Bauern wird Erstaunliches für diese Wallfahrt getan,  der Weg wurde oft nur für diesen Zweck mit einer Traktorspur kerzengerade durch Wiesen und Äcker angelegt. Oft sah man vorn oder hinten den endlosen, kilometerlangen Pilgerstrom. Auch bei den vielen bäuerlichen Jausenstationen, mit den gut -mundenden Eigenprodukten insbesondere nach dem Veitsberg, legte man nur auf freiwillige Spenden wert. Ich lag gut in der Zeit und lag auch gut einige Stunden am Wiesenrand, bei einem kleinen Bach kühlte ich mein Gehwerkzeug die Füße.
  Beim ersten Bauern beim beginnenden Lorenziberg Anstieg stärkte ich mich wieder, schon seit halb zehn Uhr Vormittags reißt  die Pilgerkette nicht ab erzählte er. Einst sind oft nur 40 Leute gepilgert aber die haben fast durchgehend gebetet. Es waren Litaneien, jenseits des elfenbeinernen Turmes zu hören,  sie sind aber leider mit den Vorbetern mit ins Grab gegangen sind, sagte er. Allmählich bekam ich Ermüdungserscheinungen, es wäre besser gewesen ich hätte mich am Anfang an mit dem allgemeinen Tempo begnügt, nun vor dem Ende konnte ich kaum mehr damit Schritt halten. Fichte (Picea abies), die Pflanze des Veitsbergs, ist ein Zeichen des Neubeginns zwischen Mensch und Gott. Die Kapelle auf dem Veitsberg wird von den Pilgern vor dem Wunsch läuten dreimal umrundet. 
 
LORENZIBERG 2003  
  Berg bei St. Veit, mit spätgotischer Filialkirche heiliger Laurentius urkundlich 1330, der letzten Station der Vierberge Wallfahrt, deren Teilnehmer von hier geweihtes Getreide mitnehmen, um es zu Hause unter das Saatgut zu mischen. Die kleine Kirche war fast leer, die Leute gingen vor zum Altar zogen einige male an dem Glockenstrick und gingen dann wieder zur Tür hinaus um sich in der Frühlingssonne auszuruhen. Es war etwas kühl im Kirchenraum, ich setzte mich in eine Bank sah dem Kommen und Gehen der Menschen zu und döste einige Zeit mit offenen Augen vor mich hin. Danach sorgte ich auf der Terrasse des Gasthauses für mein leibliches Wohl. Tief unten im Talboden lag zu meiner Überraschung St. Veit. Eine Wanderung und noch dazu eine Pilgerreise hat immer sehr viel Gemeinsamkeit – alle haben ja denselben Weg und das gleiche Anliegen und dadurch tritt man seinen Mitmenschen weit offener gegenüber als im Alltag. So hat es auch zahlreiche, den Weg verkürzende Gespräche gegeben. So war es auch am Lorenziberg, alle waren froh an der Endstation angelangt zu sein, ich aber konnte es mir es nicht verkneifen zu sagen: Ich sei traurig weil der Weg schon zu Ende wäre!
  Letzten Endes gönnte ich mir noch als Abschluss den Weg nach St. Veit zu meinem Parkplatz, ganz unten schon fast im Talgrund hörte ich noch immer ohne Unterbrechung die Glocke der Lorenzikirche läuten.
  Am Lorenziberg kommt noch ein Zweig Wacholder (Juniperus communis) hinzu. Früher glaubte man, mit Wacholder böse Geister vertreiben zu können.
  Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) wird von vielen Wallfahrern ebenfalls zum Berglerlaub Büschel beigesteckt. Diese Pflanze ist kein heimisches Gewächs, aber man findet sie bei vielen Bauernhäusern, denn auch ihr werden magische Kräfte zugeschrieben. So wird Buchsbaum bei einigen alten Ritualen verwendet. Nach der Wallfahrt nehmen die Pilger das Bergler Laub (manchmal Berger Laub genannt) mit nach Hause. Hier soll es Haus und Hof und deren Bewohner schützen. Stefan Buchleitner
 
HISTORIE
20003 Quelle

Dante Alighieri 2003 > SONNENLAUF Kunst         
Ewig wandelnd in der Helle, nimmt  die Sonne ihren Lauf
Und sie taucht an jeder Stelle an dem Himmelsbogen auf.

Wenn sie in des Widders Zeichen voller Strahlenkraft erwacht
Wenn sich Frühlings ahnend gleichen in der Länge Tag und Nacht.

Wenn aus harter Knospenhülle jauchzend jung das Grüne bricht
Und des Lebens reichste Fülle sich entfaltet an dem Licht.

Wenn des Schöpfers großes Werden  neu den ganzen Reichtum schafft          
Gießt die Sonne auf die Erde ihre stärkste Formenkraft.

Schaffend, bildend und entfaltend strahlt sie Leben weit und breit
Alles Zeitliche gestaltend zu dem Bild der Ewigkeit.
 
KÖNIGSPUNKTE im Tages und Jahreslauf
2003
  Der Vierbergelauf kann auch als die reale Nachvollziehung der Symbolkraft des vierspeichigen Heidenkreuzes,  in dem der Jahreslauf der Sonne mit seinen vier Königspunkten im Ablauf eines Tages wie im Großen so im Kleinen, wie oben so unten nach vollzogen wird.
  Die Vierberge Wallfahrt wird, 1578 erstmals beschrieben und findet am 2. Freitag nach Ostern dem Dreinagelfreitag statt. Die Wallfahrer nehmen unterwegs an Messen und Andachten teil, sammeln verschiedene Grünpflanzen Efeu, Immergrün, Wacholder sie schmücken damit ihre aus dem Hergott Winkel mitgenommene
an einem Stecken getragenen Figuren des Gekreuzigten oder nehmen diese Kräuter für den daheim gebliebenen Herrgott auf ihren Hüten oder an ihren Wanderstäben mit. Unterwegs werden alle am Wegesrand sitzenden Kinder mit Süßigkeiten beschenkt.
  Entgegen früheren Deutungen als ursprünglich heidnisch keltischen Kult sieht die heutige Forschung die Vierberge - Wallfahrt im historischen Umkreis der Karfreitagsprozessionen und Christi Leiden Spiele, entwickelt im ausgehenden 15. Jahrhundert in formaler Analogie zur Jubiläumswallfahrt in Rom.

  Der Vierbergelauf ist wohl eine der eigenartigsten Wallfahrten im Lande. Obwohl er oft beschrieben wurde, wissen wir im Grunde so gut wie nichts über Entstehung und Herkunft dieses Umgangs und seine eigenartigen Rituale. Vieles hat sich im Lauf der Jahrhunderte geändert, manches ist in Vergessenheit geraten und Neues dazugekommen. Unverändert geblieben sind nur das Gehen, die Berge und die magische Anziehungskraft dieses Umgangs. Fünfzig Kilometer Pilgerweg führen am Dreinagelfreitag über die vier heiligen Berge in Kärnten, dem Magdalensberg, dem Ulrichsberg, dem Veitsberg und dem Lorenziberg. Die Wallfahrt beginnt um Mitternacht und sollte innerhalb von 17 Stunden vollzogen sein
.
 
Zu einem Massenphänomen entwickelt
2003
  Da sich Volksbrauchtum ja ständig weiterentwickelt, können wir sagen, die Demo ist auch schon zu solchem geworden. Oder ist sie eine Wallfahrt? Ein Leichenbegängnis? Ein Hochzeitszug? Ein kultisches Wandern wie der Kärntner Vierbergelauf?
  Das wohl bekannteste und berühmteste Brauch Geschehen Österreichs hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem Massenphänomen entwickelt. Statt 100 - 200 Teilnehmer um 1970 waren es im  Jahr 2002 etwa 5000!   Der anstrengende Lauf, der in 17 Stunden knapp 50 km über vier jeweils über 1000m hohe Berge führt, ist nicht nur eine physische, sondern auch eine wissenschaftliche Herausforderung: Ein exemplarisches Beispiel für die Veränderung eines Brauchs im Zeitalter medialer Vermarktung.
  Zur Geschichte des Vierbergelaufs vertreten Historiker die Meinung: Der Vierbergelauf sei christlich und vorchristlich zugleich. So sollen bereits in keltischer Zeit Wanderungen zu den vier heiligen Bergen, die im Besitz von vier Stämmen waren, stattgefunden haben. Als sich die vier Stämme zusammenschlossen, erfolgte als Ausdruck der Einigkeit einmal jährlich ein gemeinsamer Besuch aller vier Berge. Ab dem späten Mittelalter findet sich eine schriftliche Erwähnung des Vierbergelaufes als christliche Wallfahrt. Dieser christliche Charakter kommt auch heute noch in den Messen, Andachten und Gebeten zum Ausdruck.
  Drei Nagel Freitag so benannt nach den drei Nägeln, mit denen Jesus ans Kreuz geheftet wurde.
 
FRONTALUNFALL ACHT VERLETZTE 2003
  Weit mehr als 5000 Teilnehmer machten heuer beim Kärntener Vierbergelauf  mit. Die Strapazen dieser dieser traditionellen Fußwallfahrt, die über eine Strecke von 50km führt, dürften aber für einen Gemeindebediensteten  aus Pörtschach zu viel gewesen sein. Auf der Heimfahrt am Freitagabend nickte er völlig übermüdet hinter dem Steuer kurz ein.
   Sein Wagen, in dem noch weitere vier Wallfahrer saßen, krachte in Pörtschach gegen das Auto eines Klagenfurter Gymnasiasten. Der 18 Jährige, zwei seiner Mitschüler und alle fünf  Vierbergler erlitten bei diesem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Kurier 2003-05-02
 
LITERA 2003
"Vom Weg über die heiligen Berge" Bildband von Wieser Anton, Eigenverlag, ISBN 3 - 9500713-0-X Autor: Wieser Anton Adresse: Pörlinghof 20 A-9311 Kraig - Frauenstein Tel. + FAX-Nr. 04212 5006 Quelle
 
VIERBERGELAUF - PETREI Bertl > Jahrtausende ziehen mit uns.
  Hans Zeiringer^ dem verdienten Kreuzträger von Passering in Dankbarkeit gewidmet für alle Vierbergeläufer. Der Roman der Geschichte und Erforschung des Kärntner Vierbergelaufs. Maria Rain, Vlg. B. Petrei, 1962; 162 S. Mit einigen Abb. Orig.-Halbln. (illustr.Schutzumschl. v. S. Lobisser)
  Seiner Kärntner Heimat erwies Petrei mit den Büchern „Jahrtausende ziehen mit uns. Der Roman der Geschichte und Erforschung des Kärntner Vierbergelaufes“, 1962 (Nachdr. 1986), eine besonder Referenz.
 
Ein junger deutscher Fotoreporter wird von seiner Redaktion nach Kärnten geschickt, um einen Bildbericht vom Vierbergelauf zu machen. sein Chefredakteur hat in der Lokalpresse und im Fachschrifttum von der "ältesten Wallfahrt der Welt" und "von vorchristlichem Brauchtum im technischen Zeitalter" gelesen.
  Der Roman des durch Rundfunk und Presse bekannten Autors schildert nun, wie der Journalist an der mühsamen Pilgerfahrt über die vier heiligen Berge teilnimmt und wie er aus schnoddriger Erwartung einer "kleinen folkloristischen Sensation" immer mehr in den Bann echten brauchtümlichen und religiösen Erlebnisses gerät. Mit ihm ist der Leser ebenso von der Kontinuität jahrtausetnalter Tradition beeindruckt wie von der frommen Einfalt, mit der die Vierbergeläufer des 20.Jahrhunderts jenen Überlieferungen folgen. Eingerahmt von dieser Handlung gibt der Autor ein fesselndes Bild von der Geschichte und Erforschung dieses ehrwürdigen Brauchtums. Der Roman "Jahrtausende ziehen mit uns" von der Feder des Kärntners Volkskundlers Petrei  das literarisch interessanteste Werk über die Vierberge Wallfahrt. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 1986, ISBN 3-85366-488-1 Petrei >
 
HINWEISE LINKS 2011 01 02 03 04 05 
Johannes Sacherer, Vierbergelauf. Wallfahrt ohne Ziel?, in Carinthia I 183, 1993. | G. Graber, Die Vierberger, in Carinthia I, 102. Jahrgang, 1912 H. Gerndt, Vierbergelauf, 1973. | Vinzenz Jobst Vierbergelauf Athos, ISBN 3-85129-410-6 | Mag. Matthias Kapeller Heilige Berge Kärnten Slowenien Friaul, Pressestelle der Diözese Gurk, Klagenfurt, Juli 2006. | Bertl Petrei "Jahrtausende ziehen mit uns" Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 1986, ISBN 3-85366-488-1 Petrei >. | Anton Wieser "Vom Weg über die heiligen Berge Vierbergelauf in Kärnten" Eigenverlag, ISBN 3-9500713-0-X
  
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